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Teltow-Fläming Tag der offenen Tür in der Süßmost- und Weinkelterei
Lokales Teltow-Fläming Tag der offenen Tür in der Süßmost- und Weinkelterei
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05:20 19.09.2016
Beim Tag der offenen Tür konnten Besucher den Weg des Apfels von der Obstpresse bis in die etikettierte Flasche verfolgen. Quelle: Victoria Barnack
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Hohenseefeld

Mehr als 30 Liter Fruchtsaft trinkt jeder Deutsche pro Jahr. Das besagt zumindest die Statistik. In Hohenseefeld und Umgebung liegt der Konsum wohl weit über dem Durchschnitt. Immerhin kann der Saft dort besonders frisch verkostet, gekauft und mitgenommen werden. Am Samstag lud die Süßmost- und Weinkelterei Hohenseefeld nach zehn Jahren erstmals wieder zum Tag der offenen Tür.

Mehl als 500 Besucher nutzten die Chance, ohne Anmeldung hinter die Kulissen der Fruchtsaftherstellung zu schauen. Das war zuletzt im Jahr 2006 möglich, als das Unternehmen sein 50-jähriges Bestehen feierte. „Führungen bieten wir sonst nur nach Absprache für Gruppen an“, berichtete Geschäftsführerin Jana Memmert. Sie leitet gemeinsam mit ihrem Vater Manfred Memmert den Familienbetrieb, der seit 1956 besteht. Seither hat sich vieles verändert – nicht nur zum Guten. „Denn in den letzten Jahren ist die Saftherstellung beim Verbraucher ein wenig in Verruf geraten“, erklärte sie, „Stichwort: Fruchtzucker“.

Kampagne für Fruchtsaft

Der Tag der offenen Tür am Sonnabend war deshalb Teil einer Kampagne für den Fruchtsaft. Sieben weitere Hersteller beteiligten sich in ganz Brandenburg an der Aktion. Geworben wurde dabei auch für die regionale Herstellung. Denn der Hohenseefelder Betrieb, der seine Produkte unter der Marke Werder Frucht vertreibt, bezieht einen Großteil seiner Rohware aus der Brandenburgischen Heimat. „Erdbeeren bekommen wir aus dem Spreewald, Sauerkirschen aus der Nähe von Frankfurt/Oder“, erläuterte Jana Memmert am Samstag.

Nur einige Kilometer entfernt gibt es zudem ein landwirtschaftliches Unternehmen, das Aronia anbaut. Bis vor einigen Jahren wurde in der Nähe sogar noch die beliebte Williams-Christ-Birne auf einer Plantage herangezogen. „Sie ist die einzige Birnenart, die in Säften oder Spirituosen wirklich gut schmeckt“, berichtete die Chefin.

Moderne Früchte

Moderne Früchte wie Sanddorn und Aronia laufen zwar inzwischen sehr gut – immerhin wissen die Kunden mittlerweile um die positiven Auswirkungen auf das Immunsystem und die Gesundheit. Der durchschnittliche Fruchtsafttrinker hat aber auch im 21. Jahrhundert recht einfache Ansprüche. „Am beliebtesten ist noch immer der Klassiker: blanker Apfelsaft“, verriet die Geschäftsführerin. Er wird bei den Hohenseefeldern in verschiedenen Varianten hergestellt: klar, trüb und Bio. „Wenn sie frisch hergestellt sind, lagern sie jedoch nicht lange bei uns, sondern sind schnell verkauft“, erklärte die Frau des Geschäftsführers, Marlies Memmert. Sie führte die Besucher vom Sortierband zur Obstpresse. „Hier haben wir eine Ausbeute von 70 bis 80 Prozent“, erklärte sie. Die Reste würden vor allem in der Landwirtschaft weiter verwendet. Anschließend bot die Führung Einblicke in das Tanklager. Dort wurden vor einigen Jahren mehrere Millionen Euro in Edelstahlbehälter investiert, die nun insgesamt fast eine halbe Million Liter Saft, Wein und Likör fassen. Im Oktober werden sie mit der nächsten Spezialität befüllt. „Denn ab der 40. Kalenderwoche konzentrieren wir uns auf die Glühweinproduktion“, berichtete Marlies Memmert.

Von Victoria Barnack

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