Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Tag des offenen Atelier-Gartens
Lokales Teltow-Fläming Tag des offenen Atelier-Gartens
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:26 03.10.2015
Erotische Szenen sind ein beliebtes Motiv für die Werke im Garten der Keramik-Künstlerin. Quelle: Hartmut F. Reck
Anzeige
Baruth

Kunst und Natur ist bei Lore Hasche kein Widerspruch. Vielmehr ergänzt sie die üppige Natur in ihrem riesigen Garten mit ihren Keramiken. „In meinem Keramikgarten grünt und blüht es wie im Wunderland“, schwärmt Lore Hasche selbst von ihrem etwa 1700 Quadratmeter großen Paradies, das sie sich selbst gärtnerisch wie künstlerisch geschaffen hat: Lore im Wunderland.

Diesen Garten öffnet die Künstlerin am 3. Oktober allen interessierten Gästen, die am Tag der deutschen Einheit den Weg nach Baruth in die Hauptstraße 98 finden. Dort hat sich die heute 59-jährige Künstlerin vor fast 14 Jahren mit Werkstatt und Atelier selbstständig gemacht.

Wenn man durch den Garten wandelt, hat man wirklich den Eindruck, durch eine etwas unwirkliche, weil geradezu traumhafte Landschaft zu laufen. An

Lore Hasche Quelle: Hartmut F. Reck

jeder Ecke, hinter jedem Strauch, an jedem Baum gibt es etwas neues, etwas völlig anderes zu entdecken. Eine Überraschung folgt der anderen, eine dekorative Idee jagt die nächste. Und überall grinsen einen die pausbackigen Figuren an mit ihrem selbstzufriedenen und freundlichen Gesichtszügen, wie sie sich auch in Lore Hasches Markenzeichen, den Sternschnuppen widerspiegeln. Ihr Anliegen ist es, „den kleinen Moment einzufangen, den Genuss noch mal rauszukitzeln, den jeder kennt“. Den aber niemand mehr aus lauter Zeitmangel einzufangen und zu behalten in der Lage ist, weil der Tag so schnell vorbeirauscht. „Ich halte ihn fest“, sagt die Künstlerin, „und forme ihn in Ton.“

Hintergrund

Im Atelier-Garten sind am 3. Oktober weitere Künstler zu erleben:

Die Spinnerin: Karin Marsch, Petkus.

Die Filzlaus: Britta Schule aus Jänickendorf.

Die Rosig-Rostige: Cordula Albrecht, Glashütte, mit Filz- und Metallarbeiten und einer Modenschau.

Die Ziegenwirtin: Heike Wuttke aus Giesmannsdorf bietet Ziegenkäse an.

Aber es ist nicht nur der genüssliche Moment, den Lore in Ton brennt. Es ist auch ein Lebensgefühl und eine Grundhaltung voller Optimismus, Zuversicht und auch mit einem Schuss Selbstironie. Nicht von ungefähr ähneln die Sternschnuppen mit ihren hohen Wangenknochen, der Stupsnase, den vollen Lippen und den immer noch oben gezogenen Mundwinkeln durchaus der Künstlerin. Lore Hasche bestätigt das: „Das geht ja gar nicht anders. Kurz bevor die Sternschnuppe fertig ist, schenke ich ihr noch einen Gedanken von mir. Da kann sie ja nur so aussehen.“ Und eben diese Sternschnuppen, die so schnell am Himmel verglühen, hält Lore Hasche in Ton fest, um den Wunsch, den man bei der Himmelsbeobachtung meistens nicht sogleich parat hat, noch formulieren zu können.

Aber wenn sich die Physiognomie auch ähnelt und oft in ihren niedlichen Figuren wiederholt, so sind – bis auf die Sternschnuppen – die Motive doch ebenso unterschiedlich wie fantasievoll. Ob es nun literarische Vorlagen sind wie Hemingways „Der alte Mann und das Meer“ oder Sagengestalten wie die Medusa, auf Schritt und Tritt stolpert man geradezu über neue Figuren, die sich gerade in erotischen Situationen, liebevollen Umarmungen oder einfach in irgendwelchen Tätigkeiten befinden. Alles sprüht vor Lebensfreude, zeigt aber auch derben Humor. Lore Hasches Kunst bei aller Himmelskiekerei ist so erdverbunden wie ihr Werkstoff.

Info: www.lore-keramik.de

Von Hartmut F. Reck

Das Amt Dahme muss einen fünfstelligen Betrag aufbringen, um die Kostensteigerung beim Neubau für die Feuerwehr in der Flämingstadt zu finanzieren. Die Außenanlagen waren teurer geworden als erwartet. Zudem wurde eine neue Gebührensatzung für Feuerwehreinsätze beschlossen.

03.10.2015
Teltow-Fläming Flüchtlingshilfe in Luckenwalde - Sammelstelle braucht Spenden und Helfer

Das Deutsche Rote Kreuz hat in Luckenwalde eine zweite Spenden-Annahmestelle zugunsten der Flüchtlinge eingerichtet. Dort herrscht Hochbetrieb. Täglich kommen etwa ein Dutzend Besucher, die Kleidung, Bettwäsche, Schuhe oder Decken spenden. Weitere Helfer zum Sortieren werden benötigt.

03.10.2015
Teltow-Fläming Ausstellung im Gymnasium Luckenwalde - Schülerarbeit zum NS-Widerstand

Zehntklässler des Luckenwalder Friedrich-Gymnasiums haben sich mit dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus befasst. Dabei beleuchteten sie auch den Widerstand in ihrer eigenen Stadt. Mit ihrem Wissen konnten sie durch eine Ausstellung führen, die im Schulhaus eröffnet wurde.

03.10.2015
Anzeige