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Teltow-Fläming Tannenduft auf dem Recyclinghof
Lokales Teltow-Fläming Tannenduft auf dem Recyclinghof
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18:00 15.01.2013
LUCKENWALDE

. Mit dem Kennerblick für Weihnachtsbaumsorten touren sie seit einer Woche durch den Landkreis Teltow-Fläming, um die abgeputzten Schmuckstücke vom Straßenrand einzusammeln. „Kiefern pieksen, Nordmanntannen nicht, und die Nadeln der Schwarzkiefern sind schön weich“, weiß Mitarbeiter Reico Schulz.

„Etwa 164 Tonnen waren es im vergangenen Jahr, so viel wird wohl auch jetzt wieder zusammenkommen“, schätzt Lutz Pätzold, der Leiter des Südbrandenburgischen Abfallzweckverbands. Auf einen gewaltigen Berg aus Weihnachtsbäumen schauen deshalb die Mitarbeiter des Recyclinghofs in Luckenwalde. In einer großen Halle lagert dort für ein paar Tage das tonnenschwere Weihnachtsgrün des südlichen Teils des Landkreises Teltow-Fläming.

Zu den Elefanten in den Zoo geht es danach jedoch nicht. „Die Bäume werden in die Biomasseanlage nach Königs Wusterhausen gefahren“, erklärt Lutz Pätzold. Dort wird grüner Ökostrom aus den Bäumen, die schlichtweg verbrannt werden. „Natürlich kenne ich die Geschichte mit den Elefanten, die Weihnachtsbäume als Futter bekommen. Aber die mögen nur frische Bäume“, erklärt er. In die Zoos kommen nur die unverkauften Bäume aus dem Einzelhandel, die bis zum 24. Dezember nicht verkauft worden sind, sagt er. „Die Tiere mögen die ätherischen Öle sehr gerne. Wenn die Bäume aber wochenlang in den warmen Wohnzimmern standen, sind sie viel zu ausgetrocknet. Auch die Lamettareste verfüttert man besser nicht an Elefanten“, sagt Pätzold. Die Biomasseanlage ist aber eine tolle Alternative.

„Denn mit der Verbrennung der Bäume wird etwas für den Klimaschutz getan“, betont er. „Die Anlage in Königs Wusterhausen ist mit einem besonderen Kohlendioxidfilter ausgestattet. Der Strom und die Wärme, die aus den Weihnachtsbäumen erzeugt werden, haben eine sehr gute Klimabilanz“, so Pätzold weiter. Das schädliche Abgas, das beim Verbrennen eines Baumes freigesetzt wird, ist nicht zu verachten.

„Das unterschätzen leider viele, die ihren Baum bei sogenannten Elch- oder Knutfesten verbrennen“, so Pätzold. Pro brennendem Baum sollen dabei bis zu neun Kilogramm schädliches CO2 in die Luft gehen. „Ich kann solche gemeinschaftlichen Baumverbrennungen daher aus Klimaschutzsicht überhaupt nicht gutheißen, so gemütlich und gesellig prasselnde Lagerfeuer auch sein mögen“, sagt Pätzold. Die aus Skandinavien stammende Tradition werde aber auch hierzulande immer beliebter, beobachtet er seit einigen Jahren. Vor allem Feuerwehren und kleinere Gemeinden rufen dazu auf. „Beim SBAZV sind die ausrangierten Weihnachtsbäume aber definitiv besser aufgehoben“, betont Pätzold.

Ordentlich abgeputzt müssen sie aber sein. Lamettareste sind ebenfalls Schadstoffe für die Umwelt. Auch in diesem Jahr glitzert es aber an vielen Stellen im Weihnachtsbaumberg hervor. Lilafarbenes und kupferrotes Lametta schienen Weihnachten 2012 im Trend gewesen zu sein, geht man nach den häufigsten Farben des Baumabfalls im Recyclinghof. Wo in vielen Haushalten mit dem Abputzen des Baumes das Fest längst beendet ist, genießen die Mitarbeiter auf dem Recyclinghof so noch ein paar Tage länger vor allem den angenehmen Tannenduft. „Das ist eine sehr schöne und willkommene Abwechslung zum üblichen Gestank der Abfälle, die sonst hier lagern. Wir haben die Bäume sehr gerne hier“, sagt Mitarbeiter Reico Schulz lächelnd und weist seinen Kollegen Jürgen Kaim mit dem Radlader ein, der den gewaltigen Baumberg am Dienstagmorgen Stück für Stück abträgt und auf 40 Kubikmeter große Container verlädt. (Von Kathrin Burghardt)

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