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Tanzen als Jungbrunnen

Markendorf Tanzen als Jungbrunnen

Sport hält fit, Tanzsport nicht nur den Körper, sondern auch den Geist. Vor zwölf Jahren gründete Birgit Vater die Markendorfer Tanzgruppe, die sie heute noch leitet. Einmal pro Woche wird trainiert.

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Birgit Vater (M.) gibt beim Tanztraining den Ton an.

Quelle: Uwe Klemens

Markendorf. Die Zeiten, in denen die Markendorfer Tänzerinnen beim Backofenfest ihres Dorfes ihr Können zeigten, sind vorbei. Trotzdem steht die Damenriege, die sich seit zwölf Jahren jeden Montag zum Training trifft, am kommenden Sonnabend beim Backofenfest noch einmal im Rampenlicht. Für ihr engagiertes, ehrenamtliches Wirken als Übungsleiterin wird Birgit Vater an diesem Tag geehrt.

Ranz in einer Reihe

Ranz in einer Reihe.

Quelle: Uwe Klemens

„Tanzen ist die beste Methode, dem Gedächtnisverlust im Alter entgegen zu wirken“, schwärmt die 56-Jährige, die gelernte Krankenschwester und seit vielen Jahren im Palliativ- und Hospizdienst tätig ist. 2004 absolvierte sie eine Ausbildung zur Seniorentanzlehrerin und gründete Tanzgruppen in Luckenwalde und Jüterbog. Als ihre Nachbarinnen davon erfuhren, war das Interesse auch in Markendorf schnell entfacht. Noch im selben Jahr hatte die Gruppe beim Backofenfest Premiere.

„Männer sind ein bisschen faul.“

Obwohl sich das Angebot an Männer und Frauen richtet, blieben die Damen bis heute unter sich. „Männer sind eben manchmal ein bisschen faul und haben Hemmungen – sie könnten sich vor anderen blamieren“, lautet Birgit Vaters Erklärung. Da die meisten der Kreis-, Block- und Gassentänze für Paare gedacht sind, übernimmt die Hälfte der Damen dann den Männer-Part.

„Etwa 40 bis 50 Tänze gehören inzwischen zu unserem Repertoire“, freut sich Birgit Vater, „sich die komplizierten Schrittfolgen einzuprägen, ist das wirksamste Medikament gegen Demenz und macht dabei auch noch Spaß.“

Das kann auch Irene Moritz bestätigen. Mit 81 Jahren ist sie die älteste in der Gruppe und von Anfang an dabei. „Bei uns wird viel gelacht. Alle freuen sich, sich jede Woche wiederzusehen und ich würde sagen, inzwischen sind alle sogar miteinander befreundet. Die Tanzgruppe hilft, dass auch im Alter niemand von uns vereinsamen muss.“

„Außerdem erfährt man jeden Montag so ganz nebenbei, welche Neuigkeiten es im Dorf gibt“, schätzt Kriemhild Hinzpeter an den Tanzstunden. Ohne Birgit Vater wären die nicht denkbar.“

Von Uwe Klemens

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