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Team Blau packt an

Mitarbeiter von Rolls-Royce bauen für die Rangsdorfer Kita Waldhaus ein Holzhaus Team Blau packt an

Normalerweise bauen sie Triebwerke für Flugzeuge zusammen. Am Dienstag trafen sich 15 Mitarbeiter von Rolls Royce auf dem Gelände der Kita Waldhaus in Rangsdorf. Sie errichteten einen Holzschuppen und zeigten Experimente. Für den Triebwerkshersteller ist diese Aktion auch eine Form der Nachwuchsgewinnung.

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Lars Senmenicht hatte die Idee zu dem Arbeitseinsatz. Die Kinder haben eine Richtkrone für den Holzschuppen gebastelt.

Quelle: Zielke

Rangsdorf. Wer bei Rolls Royce arbeitet, ist hohe Ansprüche an Qualität und Präzision gewohnt. Kein Wunder, dass das Team des in Dahlewitz ansässigen Unternehmens am Mittwoch im Kindergarten Waldhaus in Rangsdorf mit der gleichen Genauigkeit zu Werke ging. Statt eines Flugzeugtriebwerks bauten die 15 Männer und Frauen, die wegen ihrer blauen Shirts von Kita-Leiterin Britta Wegner die Bezeichnung Team Blau verpasst bekamen, einen Holzschuppen. In diesem haben künftig die Autos, Roller und Dreiräder Platz, mit denen die Kinder auf dem Kita-eigenen Übungsgelände das Verhalten im Straßenverkehr üben.

„Eine tolle Aktion“, findet Britta Wegner diesen ehrenamtlichen Einsatz. Rolls Royce selbst nennt es Corporate-Social-Responsibility-Tag. Unternehmen wollen damit einen freiwilligen Beitrag bei der Lösung sozialer und ökologischer Probleme leisten. Die Idee dazu hatte Lars Senmenicht, dessen Töchter in den Kindergarten gehen. Mit seinem Vorschlag zu einem Arbeitseinsatz stieß der Programmleiter von Rolls Royce in der Kita sofort auf offene Ohren. Dort hatte man schon länger vor, eine Unterstellmöglichkeit für die Kinderfahrzeuge zu bauen, doch es scheiterte am Geld. „Meine Töchter werden hier sehr gut betreut, da wollte ich etwas zurückgeben“, sagt Lars Senmenicht. Alle in seinem Team hätten sofort Ja gesagt, als er von seiner Idee erzählte.

Bei den Kindern kam das Engagement ebenfalls gut an. Mit einem Lied begrüßten sie die freiwilligen Helfer, die – immer beobachtet von den staunenden Blicken der Kleinen – sofort mit Hammer, Schraubenzieher und Säge loslegten. Schon vor der Mittagspause hob Lars Senmenicht die von den Kindern gebastelte Richtkrone aufs Dach. Jeannine Pierschel hat als Bauleiterin für den reibungslosen Verlauf gesorgt. Die Rolls-Royce-Mitarbeiterin schnappte sich die Aufbauanleitung und verteilte die Aufgaben. „Ich habe selbst schon einmal so ein Haus aufgebaut und im Haus meiner Mutter den Innenausbau gemacht“, sagt sie. Neben der eigentlichen Arbeit sei ein solcher Tag auch gut für die Stimmung im Team.

Lars Senmenicht hat noch eine weitere Hoffnung. Durch Experimente mit Luftballons und Strohhalmen sollen die Kinder einen ersten Eindruck davon bekommen, wie Luftfahrt funktioniert und eine Affinität für Technik entwickeln. „Man kann nicht früh genug damit anfangen. Das könnten in 15 Jahren unsere Auszubildenden und Nachwuchsingenieure sein“, sagt Lars Senmenicht. Gerade ein Hochtechnologie-Unternehmen wie Rolls Royce bekomme die Folgen des Fachkräftemangels immer stärker zu spüren.

Kita-Leiterin Britta Wegner hofft, dass sich die Verbindung zu Rolls Royce künftig noch vertiefen wird. „Ich finde es gut, dass das Unternehmen Arbeitskraft investiert statt nur Geld“, sagt sie. Die Vorschulgruppe hat bereits eine Einladung in das Rolls-Royce-Werk nach Dahlewitz bekommen. Dort sollen sie dann sehen, was die Leute in den blauen Shirts eigentlich so zusammenbauen.

Von Christian Zielke

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