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Teilnehmer am Musikfestival müssen 30 Euro zahlen

Luckenwalde Teilnehmer am Musikfestival müssen 30 Euro zahlen

Das Musik- und Kunstschulfestival soll im Juli 1500 Aktive und 30 000 Besucher nach Luckenwalde locken. Doch es hat auch seinen Preis. Deshalb müssen Aktive 30 Euro Teilnehmergebühr berappen.

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Die Initiatoren und Organisatoren von Sound City 2017 bei ihrem ersten Treffen in Luckenwalde im Herbst 2016.

Quelle: Margrit Hahn

Luckenwalde. Vom 21. bis 23. Juli ist die Stadt Luckenwalde Gastgeber des 12. Festivals der Musik- und Kunstschulen des Landes unter dem Motto Sound City. Veranstalter ist der Verband der Musik- und Kunstschulen Brandenburg. 1500 Musiker, Sänger und Künstler sowie 30 000 Besucher werden erwartet.

Auch Inis Mai aus Luckenwalde freut sich auf das Festival, nehmen doch ihre beiden Töchter als Akteure daran teil. Sie wies am MAZ-Lesertelefon allerdings darauf hin, dass Teilnehmer am Festival jeweils einen Teilnehmerbetrag von 30 Euro zahlen müssen. Inis Mai muss für ihre beiden Kinder also 60 Euro berappen, obwohl diese während der Tage zu Hause wohnen und mit ihren kulturellen Beiträgen auch zum Gelingen des Festes beitragen. „Ich begrüße dieses Event ausdrücklich und werde das Geld natürlich bezahlen“, sagt Inis Mai. Doch sie möchte wissen, wie dieser Betrag zustande kommt und wofür er verwendet wird. Ihrer Meinung nach ist es das falsche Signal, „denn Kinder können diesen Betrag ja selbst kaum aufbringen“, sagt sie.

Moderater Beitrag für den Einzelnen

Der Geschäftsführer des Verbandes der Musik- und Kunstschulen Brandenburg, Winnetou Sosa, weist darauf hin, dass Sound City über die Jahre zum größten Jugendmusikfestival in Brandenburg gewachsen ist. „Besonders stolz sind wir darauf, dass es sich auch qualitativ weiterentwickelt hat“, erklärt er. Dabei sei der Teilnehmerbeitrag für den Einzelnen mit 30 Euro für alle drei Tage immer noch moderat. „Im Beitrag enthalten sind der Transport nach Luckenwalde, nachts ein Dach über dem Kopf, ein Frühstück sowie ein Essensgutschein über zehn Euro.

Kein Unterschied zwischen Einheimischen und Angereisten

„Das Solidarprinzip gebietet es, dass beim Teilnehmerbeitrag nicht zwischen den Jugendlichen vor Ort und den Angereisten unterschieden wird“, teilt Sosa mit. Schon beim nächsten Mal seien andere Jugendliche die Gastgeber vor Ort. Laut Sosa decken die Teilnehmerbeiträge nur einen Teil der Festival-Kosten. „Die Stadt, der Kreis und das Land, aber auch regionale Unternehmen helfen ordentlich mit, dass alle sieben Bühnen, die umfangreiche Technik und alle Kunstprojekte drei Tage lang finanziert werden können“, so Sosa.

Kein Jugendlicher soll aus finanziellen Gründen eine Teilnahme absagen müssen. Habe eine Familie nur wenig Geld, könne ein Sozialrabatt von 25 Prozent gewährt werden. Auch Fördervereine würden unbürokratisch helfen. „Wer erfolgreich in einem Musikschulensemble spielt, soll auch am Festival teilnehmen“, sagt Sosa.

Von Elinor Wenke

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