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Teilsieg für Borussia Mahlow

Verein darf Teil des Gershwinplatzes pachten Teilsieg für Borussia Mahlow

Überraschender Erfolg für Borussia Mahlow: Der Ausschuss für Bildung, Jugend und Sport (BJS) stimmte einem Pachtvertrag für einen Teil des Platzes an der Gershwinstraße zu. Im Gegenzug muss der junge Fußballverein versprechen, in den kommenden Jahren bescheiden zu sein. Das letzte Wort spricht der Hauptausschuss.

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Michael Schwarz (l.), Kay-Uwe Schoechert von Borussia Mahlow reden mit Stefanie Nimz (Linke).

Quelle: Zielke

Mahlow. Wenn Michael Schwarz ein Ziel vor Augen hat, sind ihm viele Mittel recht. Der Vorsitzende des Fußballvereins Borussia Mahlow kann hart grätschen, versteht aber auch das Spiel als feiner Taktiker. Im Ausschuss für Bildung, Jugend und Sport gab Schwarz sich betont freundlich, fast zurückhaltend. Er legte den Kopf zur Seite, beantwortete in Ruhe die Fragen der Ausschussmitglieder. Und er hatte Erfolg. Der Ausschuss stimmte einem Pachtvertrag über fünf Jahre mit Borussia Mahlow für eine Teilfläche des Sportplatzes an der Gershwinstraße zu.

Nun darf der Verein dort Container für Umkleiden und zum Lagern von Material aufstellen – wenn er dafür eine Genehmigung hat. Diese muss er selbst beantragen, so soll es im Pachtvertrag stehen. Auch die Anschlüsse für Wasser und Strom müssen die Borussen selbst beantragen und bezahlen. Dafür lässt die Gemeinde ein Tor aufstellen, damit Eltern, Rettungsfahrzeuge und die als Vereinsheim dienenden markanten grünen Wohnwagen das Gelände befahren können. Bisher versperrte ein Blumenkübel die Zufahrt, weil immer wieder Vandalen mit Autos über den Kunstrasen fuhren.

Hinterher zeigten sich Michael Schwarz und sein Stellvertreter Kay-Uwe Schoechert erleichtert. „Damit habe ich nicht gerechnet“, sagte Schwarz. Dennoch: Die Entscheidung war nur ein Teilerfolg. Das letzte Wort hat der Hauptausschuss und dort hat Bürgermeister Ortwin Baier (parteilos) das Wort. Aus seiner Ablehnung gegen den vor einem Jahr gegründeten Verein hat Baier nie einen Hehl gemacht. Auch zu den jüngsten Forderungen äußerte er sich ablehnend. Er sehe nicht ein, wegen eines dritten Fußballvereins in der Gemeinde die Sportstätten neu zu ordnen. Schließlich habe die Kommune in den vergangenen Jahren Millionen Euro in Plätze und Hallen investiert. „Die Kinder können beim BSC Preußen oder dem SV Dahlewitz spielen. Sport heißt, sich an Regeln zu halten. Ich werde die Vielfalt unserer Vereine nicht durch neue Eintagsfliegen gefährden“, sagte er.

Auch die Mitglieder des Sportausschusses machten dem Verein klare Vorgaben. Der Gershwin-Platz müsse öffentlich zugänglicher Bolzplatz bleiben. In den kommenden zwei Jahren darf der Verein keine neuen Forderungen an die Gemeinde stellen. „Es kommt immer mehr dazu. Ich habe das Gefühl, dass es nach und nach Ihr Platz wird“, sagte Stefanie Nimz (Linke). Dies mache es schwierig, anderen Vereinen Wünsche zu verwehren. Katja Grassmann (SPD), die Ausschussvorsitzende, sagte, dass „man nicht jeden Verein in derselben Weise unterstützen“ könne. Wie Marion Dzikowski, die stellvertretende Bürgermeisterin, sprach sie von einer Grundsatzentscheidung, die eine Signalwirkung für bestehende und künftige Vereine habe. „Das geht nur so lange gut, wie die Gemeinde wohlhabend ist“, sagte Marion Dzikowski.

„Wir werden keinen Antrag für ein Vereinshaus an die Gemeinde stellen“, versprach Michael Schwarz. Dies solle eines Tages über Fördermittel und Eigenleistung geschehen. Er stellte auch klar: „Wir wollen ein etablierter Verein in der Gemeinde werden.“

Von Christian Zielke

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