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Teilverkauf von Wohnungsbaugesellschaft abgelehnt

Frust und Erleichterung in Großbeeren Teilverkauf von Wohnungsbaugesellschaft abgelehnt

Faschingsauftakt abgesagt und mit juristischen Schritten gedroht – im Gemeinderat Großbeeren brodelt’s: Die einen sind stinksauer, weil der Zuzugsort kurzfristig kein neues Bauland für weitere Familien hat. Die anderen sind froh, den Verkauf von Anteilen an der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft verhindert zu haben.

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Das Großbeerener Rathaus

Quelle: Foto: Abromeit

Großbeeren. Die einen sind stinksauer, die anderen heilfroh – in nichtöffentlicher Sitzung traf der Gemeinderat Großbeeren vorgestern mehrheitlich eine im Vorfeld geheim diskutierte Entscheidung. Einerseits kommen nun bauwillige Familien im Riesengebiet An den Saufichten in der Zuzugsgemeinde Großbeeren kurzfristig nicht zum Zug. Andererseits gibt die Gemeinde mit dieser Entscheidung das Zepter über die kommunale Wohnungsbaugesellschaft (WBG) nicht aus der Hand.

Bürgermeister Carl Ahlgrimm (parteilos) und die CDU-Fraktion wollten wie berichtet Unternehmenszweck und -gegenstand der WBG ändern und 51 Prozent Geschäftsanteile veräußern. So sollte einem Investor der Weg geebnet werden, die rund 20 Hektar Acker zu Bauland zu entwickeln. Der erste Beschlussvorschlag wurde mit acht Ja- und neun Nein-Stimmen bei einer Enthaltung abgelehnt. Damit war die Veräußerung von Geschäftsanteilen hinfällig.

Gemeindevertreter Helmut Barthel (SDP) kritisiert: „Es gab nur diese Variante, die sozialen Wohnungsbau im Ort unmöglich gemacht hätte.“ Gemeinderatschef Michael Richter (CDU) sagt: „Als Vorsitzender habe ich das nicht zu kommentieren. Als Fraktionsmitglied bedaure ich die Entscheidung.“ Ahlgrimm gehört zu den Frustrierten, er erklärt: „Bei einer Investition von rund neun Millionen Euro will eine Firma auch die Gewähr, dass eine Gemeinde wirtschaftlich sinnvolle Maßnahmen nicht durchkreuzt.“ Und nun? „Wir prüfen jetzt juristische Schritte“, sagt Ahlgrimm, „denn der Aufstellungsbeschluss für das Baugebiet war ja vom Gemeinderat gefasst.“

Offenbar als Reaktion auf die Entscheidung erhielten Gemeindevertreter gestern elektronische Post vom Bürgermeister. Per E-Mail ließ er wissen, dass das Rathaus für den Faschingsauftakt am heutigen 11.11. nicht zur Verfügung steht. Gemeindevertreter und Faschingsclub-Vorsitzender Ralf Pächnatz-Löwendorf (FDP) ist enttäuscht: „Mir fehlt jedes Verständnis, dass der Bürgermeister das nicht trennen kann. Für Kita- und Schulkinder ist das immer ein Höhepunkt, der nun entfällt.“

Von Jutta Abromeit

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