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Teltow-Fläming Ein Hotspot für Investitionen
Lokales Teltow-Fläming Ein Hotspot für Investitionen
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05:41 13.07.2018
Verena Klemz, Siegmund Trebschuh und Steffen Kammradt zu Besuch in der MAZ-Redaktion Ludwigsfelde. Quelle: Hartmut F. Reck
Ludwigsfelde

Der Landkreis Teltow-Fläming ist für die Wirtschaftsförderer des Landes Brandenburg ein sogenannter „Hot Spot“, also ein Brennpunkt für Investitionen. Und daher können sich die Wirtschaftsförderer für diesen Landkreis so richtig schön erwärmen.

Vorbildliche Entwicklung

Da ist zum einen die vorbildliche wirtschaftlichen Entwicklung von Teltow-Fläming, an dem die Landeswirtschaftsförderung durchaus ihren Anteil hatte. Zum anderen liegt es auch daran, dass es im berlinnahen Norden des Landkreises noch Industrieflächen gibt. „Das ist geradezu Goldstaub“, sagt Steffen Kammradt, Sprecher der Geschäftsführung und somit oberster Chef der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) und gerät geradezu ins Schwärmen.

Tour durch den Landkreis

Gemeinsam mit Verena Klemz, Leiterin des Regionalcenters Mitte-/West-Brandenburg in Potsdam und dem Leiter des Kreis-Wirtschaftsförderungsamtes Siegmund Trebschuh war Kamradt am Donnerstag in Teltow-Fläming unterwegs und kamen zu einem Redaktionsgespräch zur MAZ in Ludwigsfelde. Dabei hatten sie unter anderem in einem Gespräch mit Teltow-Flämings Landrätin Kornelia Wehlan (Linke), wo man die gemeinsamen Strategien und Erfolge erörtert. „Ohne die Kreis-Wirtschaftsförderung geht gar nichts“, betonte Brandenburgs oberster Wirtschaftsförderer Kammradt. „Und mit Teltow-Fläming läuft es sehr gut.“ Hier sei besonders die Qualität der Investorenbetreuung „extrem hoch“.

Flächenangebot muss erweitert werden

Kammradt lobte die „vorausschauende Politik“ der Kreis-Wirtschaftsförderung. Ohne sie gäbe es zum Beispiel das noch freie Industriegelände „Eichspitze“ bei Ludwigsfelde, den Biotechnologiepark oder das Industriegebiet Zapfholzweg in Luckenwalde nicht; genauso wenig wie das in seiner Form wohl einmalige Holzkompetenzzentrum in Baruth. Das alles seien Beispiele dafür, so Kammrath, dass man nicht warten dürfe, bis alle Flächen verkauft sind. Das Flächenangebot müsse schrittweise erweitert und neue Gewerbegebiete entwickelt werden. „Solange wir dieses Angebot haben“, meint der WFBB-Chef, „haben wir eine tolle Zukunft.“

Flughafenumfeld floriert

Das betreffe auch das Flughafenumfeld, das trotz der Noch-Nicht-Eröffnung des BER floriere. Beispiel sind die von früheren kreiseigenen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Teltow-Fläming (SWFG) entwickelten Gebiete Eschenweg Nord und Zülowstraße in Dahlewitz. Wenn der BER erst eröffnet werde, müssten genügend Flächen bereitstehen, mahnt Kammrath. Denn der Flächenbedarf ist offenbar riesig. „In Berlin werden die Flächen in dramatischer Geschwindigkeit knapp“, sagte Kammradt. Beide Wirtschaftsförderungen arbeiteten eng zusammen. Insofern sei es gut für Berlin, dass es in Brandenburg gute Flächen gibt.

Zeit für berlinfernere Städte ist gekommen

Das hat auch zur Folge, dass Städte, die bisher nicht zum Speckgürtel gehörten, immer interessanter werden. „Jeder Standort braucht seinen richtigen Zeitpunkt“, sagt Kammradt, und: „Jetzt ist die Zeit für den Städtekranz gekommen.“ Dazu gehören unter anderem Luckenwalde und Jüterbog.

Berlinern müssen Arbeitsplätze in Brandenburg schmackhaft gemacht werden

Doch angesichts des leer gefegten Arbeitskräftemarktes müsse Brandenburg den Berlinern die Arbeitsplätze vor den Toren der Hauptstadt schmackhaft machen . Zudem müsse die Infrastruktur am Wohnort von Berlin-Pendlern aus Brandenburg so attraktiv werden, dass sie das Pendeln aufgeben.

Daher stehen die Wirtschaftsförderer auch in der Boomregion südlich der Bundeshauptstadt vor völlig neuen Herausforderungen. Und so werde in Zeiten sinkender finanzieller Förderung der Service und die Beratung immer wichtiger zur Fachkräfte- und Existenzsicherung der Firmen, auch angesichts zunehmender Digitalisierung.

Von Jutta Abromeit und Hartmut F. Reck

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