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Teltow-Fläming Teltow-Fläming beendet feierlich die Seniorenwoche
Lokales Teltow-Fläming Teltow-Fläming beendet feierlich die Seniorenwoche
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23:00 19.06.2016
Im Kreishaus wurden Senioren für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Quelle: Elinor Wenke
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Luckenwalde

„Wir haben es heute besonders festlich hier“, so begrüßte Horst Leder, Vorsitzender des Kreisseniorenbeirates, am Sonnabend die Gäste im auffallend geschmückten Kreistagssaal im Luckenwalder Kreishaus. Die Brandenburgische Seniorenwoche im Landreis Teltow-Fläming wurde dort mit einer Festveranstaltung beendet. Etwa 90 Senioren aus allen Städten und Gemeinden waren dazu eingeladen. Zehn von ihnen wurden für besonderes ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet.

Hintergrund

Die Seniorenwoche wurde landesweit zum 23. Mal begangen. Schirmherr ist Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD).

Das Motto in diesem Jahr lautete „Für ein lebenswertes Brandenburg – sicher und geborgen“.

Für ihr ehrenamtliches Engagement wurden folgende Senioren ausgezeichnet: Erdmute Krafft aus Rangsdorf, Gerlinde Sasse aus der Gemeinde Niederer Fläming, Rolf Schmidt aus Ludwigsfelde, Wolfgang Schmidt aus Blankenfelde-Mahlow, Rosemarie Semmler aus Nuthe-Urstromtal, Anneliese Splisteser aus der Gemeinde Am Mellensee, Brigitte Schüßler aus Jüterbog, Gisela Pohl aus Zossen und Heidelina Thieme aus dem Amt Dahme.

Posthum wurde Hans-Joachim Bergemann aus Trebbin geehrt. Er ist kürzlich verstorben. Bergemann war 47 Jahre lang Vorsitzender des „Lüdersdorfer Sportvereins Borussia 1910“ und organisierte Angebote für Behinderte. Außerdem bereitete er jedes Jahr den „Albert-Wuthe-Gedenklauf“ vor.

Als eine der ältesten noch aktiven Politikerinnen hatte sich Sieglinde Heppener (SPD) unter die Gäste gemischt. Die 81-Jährige ist Vorsitzende des Seniorenrates im Land Brandenburg und erst vor wenigen Tagen mit dem Verdienstorden des Landes Brandenburg geehrt worden. Unter anderem hatte sie die seniorenpolitischen Leitlinien des Landes mit auf den Weg gebracht.

„Das war zu einer Zeit, in der man die demografische Entwicklung als große Katastrophe ansah und Angst vor den vielen Alten hatte“, sagte sie. Tatsächlich würden Senioren von heute „so viel Kraft, Wissen, Güte und Menschlichkeit“ ausstrahlen. Heppener dankte allen, die sich im Alter für die Gemeinschaft engagieren. Aber man müsse im Land auch die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Senioren würdig alt werden könnten. „Die Zahl der über 80-Jährigen wird bis 2030 um 70 Prozent steigen“, gab sie zu bedenken.

Künftig rollstuhlgeeignete Niederflurbusse

Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) versprach, sich für ein seniorengerechtes Lebensumfeld und umfassende Barrierefreiheit einzusetzen. „So sollen ab 2021 ausschließlich Niederflurbusse zum Einsatz kommen, die auch mit Rollstuhl und Rollator genutzt werden können“, sagte sie. Ein weiterer Schwerpunkt sei bezahlbarer Wohnraum, was vor allem im Norden des Kreises ein Problem ist. „Dort fehlen nicht nur barrierefreie und seniorengerechte Wohnungen, es mangelt allgemein an bezahlbarem Wohnraum“, sagte sie.

Das Sommerfest für Senioren und Behinderte der Stadt Luckenwalde wurde am Sonnabend im Haus Sonnenschein gefeiert. Bevor die 90 Gäste sich Kaffee und Kuchen schmecken ließen, umriss Evelin Kierschk, Vorsitzende des Senioren- und Behindertenbeirates, die aktuellen Aufgaben: „Wir setzen uns für bezahlbaren Wohnraum, Barrierefreiheit und eine ausreichende medizinische Versorgung ein“, sagte sie, „und wir kämpfen für eine bessere Integration der Flüchtlinge.

Khaled Alyasin (l.) und Nwaser Alshadadat aus Syrien bedienten die Senioren und Behinderten beim Sommerfest im Haus Sonnenschein mit Kaffee und Kuchen. Quelle: Elinor Wenke

Evelin Kierschk ging mit gutem Beispiel voran, sie hatte zwei junge Syrer eingeladen. Nwaser Alshadadat und Khaled Alyasin hatten Spaß daran, für die Gäste zu kellnern. Als kulturelle Überraschung entführte Petra Quermann, die Tochter des verstorbenen Entertainers Heinz Quermann, die Gäste in alte Zeiten. Sie präsentierte Fernsehausschnitte von den beliebtesten Auftritten ihres Vaters .

In Trebbin hatte der Beirat für Senioren und Menschen mit Behinderung am Sonntagnachmittag zum Kaffeeklatsch und zu einer Rollstuhl-Rallye am Bahnhof eingeladen. „Wir wollen kein Wettrennen veranstalten“, sagte Vorsitzender Wolf-Peter Weinandy, „sondern Menschen, die nicht an den Rollstuhl gebunden sind, sensibel machen.“ Vor allem Stadtverordnete, die Entscheidungen zu treffen hätten, sollten selbst erleben, wie man mit Handicap ohne abgesenkten Bordstein zurechtkommt.

Nichtbehinderte und Behinderte am Start zur Trebbiner Rollstuhl-Rallye ( v.l.): Matthias Klavehn, Susanne Korte, Beatrix Beese und Frank Franke. Quelle: Elinor Wenke

„Wir haben in der Stadt viel renoviert, Parkplätze geschaffen und Straßen saniert“, sagte Bürgermeister Thomas Berger (CDU). Er räumte aber ein, dass man mehr für die nichtmotorisierte Fortbewegung tun müsse. Der Stadtverordnete Matthias Klavehn (UFW) und Susanne Korte vom Verein „Trebbin und Thyrow im Wandel“ gingen dann mit den „richtigen“ Rollstuhlfahrern Beatrix Beese und Frank Franke auf einen Hindernis-Parcours. „Ich meide den Trebbiner Bahnhof, weil man nie weiß, ob die Fahrstühle funktionieren“, so Beatrix Beese. „Und wenn sie funktionieren, muss man als Rolli-Fahrer durch Scherben fahren“, schilderte Frank Franke seine Sorgen.

Von Elinor Wenke

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