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Teltow-Fläming Teltow-Fläming ist Hochburg des Fahrradklaus
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19:41 20.06.2016
Gegen Fahrraddiebe hilft ein gutes Fahrradschloss. Quelle: dpa
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Dahmeland-Fläming

Fahrradfahrer der Region hatten den Verdacht schon länger, jetzt liegt es ihnen aber auch schwarz auf weiß vor: Laut einer Vergleichsstudie zählt der Landkreis Teltow-Fläming deutschlandweit zu den Hochburgen des Fahrraddiebstahls.

Im vergangenen Jahr wurden zwischen Großbeeren und Dahme/Mark insgesamt 943 Fahrräder als gestohlen gemeldet, das macht statistisch gesehen 584 Fahrraddiebstähle auf 100 000 Einwohner. Damit liegt der Landkreis zwar unter dem Landesschnitt, der wird aber von den extrem hohen Werten in Potsdam und Cottbus bestimmt. Im bundesweiten Ranking der Landkreise liegt Teltow-Fläming auf Rang 18.

Schwerpunktorte haben gute Bahnanbindung

Schwerpunkt-Orte sind dabei nach Polizeiangaben die Städte Ludwigsfelde und Luckenwalde – vermutlich wegen der guten Bahnanbindung. In beiden Städten verschwanden zusammen mehr als die Hälfte aller gestohlenen Fahrräder im Kreis. Statistisch gesehen liegen die Quoten in Luckenwalde und Ludwigsfelde

Trotzdem ist Teltow-Fläming noch nicht der am stärksten betroffene Landkreis im Land Brandenburg. Gleich drei märkische Landkreise hatten im vergangenen Jahr noch stärker mit Fahrraddieben zu kämpfen. Auf Platz 13 im Ranking liegt das Havelland mit 608 Fahrraddiebstählen auf 100 000 Einwohner, auf Platz drei liegt der Landkreis Oberspreewald-Lausitz (946) und auf Platz zwei der Landkreis Spree-Neiße (981), die beide unter dem extrem hohen Fahrraddiebstahl in der angrenzenden kreisfreien Stadt Cottbus leiden.

Dahme-Spreewald liegt bundesweit im Mittelfeld

Entspannt hat sich die Situation dagegen in Dahme-Spreewald. Noch im Jahr 2014 rangierte der Landkreis vor Teltow-Fläming, inzwischen aber sortiert er sich mit 428 geklauten Rädern je 100 000 Einwohner bundesweit im Mittelfeld ein. Denn die Fahrraddiebstähle in Dahme-Spreewald sind im vorigen Jahr um etwa 40 Prozent zurückgegangen. Bei der Polizei führt man das darauf zurück, dass eine Sonderkommission eingerichtet wurde, die unter anderem gemeinsam mit polnischen Behörden einem polnischen Diebesring das Handwerk gelegt hat.

Allerdings gehören längst nicht nur ausländische Diebesbanden zu den Tätern. Fahrraddiebstahl ist auch Gelegenheitsdiebstahl. „Besonders im Süden des Landkreises lässt sich ein Zusammenhang zwischen Fahrraddiebstahl und Drogenkonsum aufzeigen“, sagt Polizeisprecher Lutz Miersch. Speziell in der Crystal-Meth-Szene seien Fahrräder ein beliebtes Zahlungsmittel für Drogen. „Für ein neuwertiges Fahrrad bekommen Konsumenten beim Dealer nach unseren Erkenntnissen etwa eine Tagesration“, so Miersch.

90 Prozent der Fahrrad-Diebstähle bleiben ungeklärt

Das Problem für den Besitzer: Wenn das Fahrrad erst einmal weg ist, sieht man es in der Regel auch nicht wieder. 90 Prozent der Diebstähle bleiben unaufgeklärt, die Quote unterscheidet sich zwischen den Landkreisen kaum. Nur etwa zehn Prozent der gestohlenen Fahrräder finden die Polizisten wieder. Aber auch dann muss man nachweisen können, dass man der rechtmäßige Eigentümer des Fahrrades ist. Die Polizei rät deshalb zu Fahrradpässen oder individuellen Rahmennummern. Die Polizei bietet auch Fahrradcodierungen an, mit denen der Besitzer ausfindig gemacht werden kann. Den Fahrradpass gibt es inzwischen auch schon als App für das Smartphone.

Gegen Fahrraddiebe hilft auch ein gutes Fahrradschloss , da Diebe in der Regel nur die leicht zu stehlenden Fahrräder mitnehmen. Zudem werden bei teuren Rädern GPS-Tracker empfohlen, die im Fahrrad versteckt sind und das Auffinden erleichtern können. Wer ein Fahrrad kauft, sollte die Rechnung aufbewahren und ein Foto des Fahrrades machen. Das erleichtert die Beweisführung und den Nachweis gegenüber der Versicherung.

Von Oliver Fischer

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