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In Kleinbeeren bald nur noch Tempo 30?

Nach dem Tod eines Kindes In Kleinbeeren bald nur noch Tempo 30?

Im gesamten Dorf Kleinbeeren sollen Fahrzeuge bald nur noch mit 30 Stundenkilometern über die Dorfstraße fahren. Das beschloss jüngst der Gemeinderat. Viele Bürger hatten sich mit einer Unterschriftenliste an den Bürgermeister gewandt. Angeheizt wurde die Diskussion erst wieder mit dem Tod eines Kindes (4).

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Künftig sollen Fahrzeuge in Kleinbeeren nur noch mit 30 km/h über die Dorfstraßen fahren dürfen.

Quelle: dpa

Großbeeren. Einhellig fordern sowohl Politiker als auch Anwohner Tempo 30 im Ortsteil Kleinbeeren; die einen für ihr Viertel, die anderen fürs ganze Dorf.

Der Gemeinderat von Großbeeren votierte am Donnerstagabend einstimmig für das Tempolimit im gesamten Ort. Bisher gilt diese Geschwindigkeitsreduzierung nur in der neuen Siedlung hinter dem Kreisverkehr. Der Gemeinderatsvorsitzende Michael Richter (CDU) nannte unumwunden das Ziel des Beschlusses: „Um den Druck Richtung Straßenverkehrsamt zu erhöhen.“ Der formale Schritt eines Gemeinderatsbeschlusses fehlte bisher.

Martin Wonneberger überreicht Unterschriften an Bürgermeister Carl Ahlgrimm (parteilos)

Martin Wonneberger überreicht Unterschriften an Bürgermeister Carl Ahlgrimm (parteilos)

Quelle: Abromeit

An der Durchgangsstraße des Altdorfs war wie berichtet vor kurzem ein vierjähriger Junge überfahren worden. Sein Tod hatte die Diskussion über das Tempolimit auch auf dem Hauptabschnitt der Dorfstraße wieder angeheizt. Gefordert hatte es der Ortsbeirat seit langem.

Kinder nutzen die Straße ohne Gehweg auch als Spielplatz

Der Kleinbeerener Martin Wonneberger überreichte bei der Sitzung der Gemeindevertreter am Donnerstag eine Unterschriftenliste von Gartenweg- und Dorsfstraßen-Anwohnern an Bürgermeister Carl Ahlgrimm (parteilos). Eine Interessengemeinschaft von 35 Familien fordert, wenigstens die beiden abseits der Hauptstraße gelegenen Abschnitte von 50 auf 30 Kilometer pro Stunde zu reduzieren. Das Hauptargument der Eltern: „Der vordere Bereich der Dorfstraße sowie der Gartenweg wurden ohne Bürgersteig errichtet, so dass alle Fußgänger und Radfahrer die Straße mit den Autos teilen müssen.“ Die Straße diene de facto als Aufenthalts- und Bewegungsraum für alle Verkehrsarten und -teilnehmer. Das allein sei bereits eine Grundvoraussetzung für einen verkehrsberuhigten Bereichs, meinen die Anwohner. „Der vordere Teil der Dorfstraße sowie der Gartenweg werden von vielen Familien mit kleinen Kindern bewohnt. Die Kinder nutzen die Straße als Spielplatz.“ Der Bürgermeister sagte: „Wir müssen gucken, wie wir das nun insgesamt zusammenführen.“

Ein Blumenmeer

Ein Blumenmeer: Die Trauer um den kleinen

Quelle: Abromeit

Die Gemeinde Großbeeren hatte die Dorfstraße in Kleinbeeren nach der Jahrtausendwende auf eigene Kosten ausgebaut und dabei schon aus Sicherheitsgründen die Fahrbahnbreite um einen halben Meter verringert. Doch sechs Meter Breite müssten bleiben, damit sich Busse und Lkws im Lieferverkehr noch begegnen könnten, erklärte der Bürgermeister.

Von Jutta Abromeit

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