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Teltow-Fläming Termindruck fürs Manuskript
Lokales Teltow-Fläming Termindruck fürs Manuskript
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00:22 01.01.2016
Ortschronist Klaus Voeckler kann bei der Recherche für sein Buch auf eine Fülle von historischem Material zurückgreifen. Quelle: Frank Pechhold
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Nächst Neuendorf

Viel Zeit bleibt Klaus Voeckler für das Buch über die Geschichte seines Heimatortes nicht mehr. Spätestens in fünf Monaten muss der Chronist das fertige Manuskript vorlegen. Pünktlich zur 475-Jahr-Feier von Nächst Neuendorf sollen die ersten Exemplare am 25. Juni 2016 zum Kauf angeboten werden.

Dreißigjähriger Krieg oder Nazi-Zeit

„Nicht nur Sumpf und Sand“ heißt der Arbeitstitel des Buches. „Als Chronik möchte ich es nicht bezeichnen“, sagt der 78-Jährige. Mit dem Wort „Chronik“ werde oft zu leichtfertig umgegangen. Geschichtssplitter oder geschichtlicher Abriss träfe es wohl besser, sagt er und verweist auf die 20 Untertitel umfassende Gliederung. Die Kapitel lauten etwa „Nächst Neuendorf im Dreißigjährigen Krieg“, „Freuden und Sorgen des armen Dorfschulmeisters“ oder „Der Ort zwischen Aufstieg und Untergang des III. Reiches“.

Voeckler fängt bei seiner Recherche nicht bei Null an. Bereits seit 45 Jahren beschäftigt er sich mit der Ortsgeschichte. „Mit der Zeit sprach es sich im Dorf herum, dass ich zu diesem oder jenem historischen Ereignis Auskunft geben kann“, sagt er. Also kam man immer wider auf ihn zu, bis eines Tages das anerkennende Wort „Ortschronist“ fiel. Fortan begleitete er das aktuelle Geschehen im Dorf wie kein Zweiter, hielt es in Bild und Text für die Nachwelt fest.

Mehr als 100 Ordner voller Texte und Fotos

Eifrig forschte er in Archiven und befragte Zeitzeugen. Und so wuchsen die Akten mit historischen Texten, Fotos und Fakten auf mehr als 100 Ordner an. „Darunter befinden sich an die 70 Ordner mit Material über Nächst Neuendorf.“ Aus dieser lokalhistorisch einmaligen Sammlung schöpft Voeckler Informationen für sein Buch. Viele Texte sind im Grunde genommen schon fertig. „Wahrscheinlich werde ich die ursprünglich nur für meine Unterlagen gedachten Beiträge wohl hier und da für die Leser ein bisschen verändern.“ Weiter macht sich Voeckler daran, geeignetes Bildmaterial für sein Buch auszuwählen. Die ersten seiner Archiv-Fotos wurden Ende des 19. Jahrhunderts gemacht. Aus den 1920er und 1930er Jahren liegen erstaunlich gute private Fotos vor. Hinzu kommen Aufnahmen von Postkartenfotografen,die durch die Dörfer zogen.

Kopie der ältesten Urkunde

Besonders stolz ist Voeckler auf eine Kopie der ältesten erhaltenen Urkunde, in der Nächst Neuendorf erwähnt wird. Im Landessteuerregister von 1541 ist das Dorf neben Orten wie Saalow, Kallinchen und Zossen verzeichnet. Diese Ersterwähnung ist der Anlass für die bevorstehende 475-Jahr-Feier.

„Natürlich können wir davon ausgehen, dass das Dorf wesentlich älter ist“, weiß Voeckler. Schließlich habe es in der Nähe eine slawische Burg gegeben. „Der Burgwall wurde erst 1912 eingeebnet.“ Auch andere Bodenfunde zeugen davon, dass das Gebiet schon in der Jungsteinzeit besiedelt gewesen sein muss. Aber dieses Wissen ändert nichts daran, dass der Ort 2016 offiziell erst seinen 475. Geburtstag feiert. Vielleicht stößt Klaus Voeckler eines Tages auf eine noch ältere Urkunde. Dann braucht er die Geschichte von Nächst Neuendorf nicht neu zu schreiben, sondern nur um ein Datum zu ergänzen.

Von Frank Pechhold

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