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Teltow-Fläming Teufelsgitarristen im Luckenwalder Gotteshaus
Lokales Teltow-Fläming Teufelsgitarristen im Luckenwalder Gotteshaus
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12:50 17.05.2016
Viele Instrumente und noch mehr Technik. Vicente Patiz, Justo Suarez Pena und Tilmann Höhn (v.l.) in der Johanniskirche. Quelle: Hartmut F. Reck
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Luckenwalde

Die Technik macht’s möglich. Aber im Vordergrund stand die musikalisch-künstlerische Fingerfertigkeit, mit der die beiden „Teufelsgitarristen“ Vicente Patiz und Tilmann Höhn das Luckenwalder Gotteshaus in der Nacht des Pfingstsonntags zum Beben brachten. Doch begnügten sich die beiden nicht mit ihrer beeindruckenden Instrumentensammlung, sondern bedienten noch jede Menge elektronischer Tontechnik zu ihren Füßen.

Einsatz mit Händen und Füßen

So konnten sie mehrere musikalische Sequenzen selbst einspielen und aufnehmen, die dann als Loops (Schleifen) abgespielt wurden, während sie mit neuen Sequenzen – und das teilweise auf anderen Instrumenten – live weiterspielten. So konnte sich jeder Solist unter Einsatz seiner Hände und Füße sein eigenes Orchester zusammenstellen. Und wenn dann zwei Gitarristen das noch gleichzeitig tun, dabei mitunter noch munter improvisieren und kongenial einfach drauflos spielen und dann noch vom Percussionisten Justo Suarez Pena begleitet werden, dann kommt da schon etwas Beachtliches heraus. „Wir haben jetzt eigentlich keinen Plan“, sagte Patiz. „Aber eine Absicht“, ergänzte Höhn.

Welt-Klasse-Musik

Das war nicht nur Weltmusik, was die drei Könner aus dem Erzgebirge, aus Hessen und aus Kuba in der Johanniskirche darboten, das war einfach Weltklasse-Musik. Egal ob Latin, Jazz oder Pop – gepaart mit lustig-sympathischer Moderation.

Tilmann Höhn und Justao Suarez Pena begleiteten den Johannischor bei den letzten Liedern seines Konzertes. Vicente Patiz spielte im Hintergrund. Quelle: Hartmut F. Reck

Davor ließ der Luckenwalder Johannischor unter Leitung von Kantorin Hanna-Maria Hüttner mehr als eine Stunde lang das mittelalterliche Kirchenschiff erklingen. Dabei wurde er als „Vorband“ bei den letzten Liedern von den drei Gastmusikern begleitet, was auf Anhieb gut klappte. Zwischen diesen musikalischen Leckerbissen konnten die Besucher wie auch die Musiker in lockerer Atmosphäre in dieser Nacht der offenen Kirchen Speisen und Getränke zu sich nehmen.

Von Hartmut F. Reck

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