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Teure Erstaufnahmestelle für Asylbewerber

Flüchtlinge in Wünsdorf Teure Erstaufnahmestelle für Asylbewerber

Das Land Brandenburg richtet in Wünsdorf eine neue Erstaufnahmestelle für Asylbewerber ein. Aktuellen Schätzungen zufolge werden dafür 35 Millionen Euro ausgegeben. Darüber und über weitere Modalitäten informierte Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Freitag Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) und Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B).

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35 Millionen Euro kostet die Erstaufnahmestelle in Wünsdorf

Quelle: dpa

Wünsdorf . Eine neue Erstaufnahmestelle für Asylbewerber wird in Wünsdorf geschaffen. Aktuellen Schätzungen zufolge gibt das Land Brandenburg dafür 35 Millionen Euro aus. Darüber informierte Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Freitag Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) und Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B). Weiter kündigte er für den 18. Juni eine Anwohnerversammlung an, die um 18 Uhr im Bürgerhaus Wünsdorf beginnt.

Schröter begründete die Entscheidung für den Standort Wünsdorf damit, dass sich Brandenburg jüngsten Prognosen des Bundes zufolge 2015 auf die Unterbringung von rund 12 000 Asylerstantragsstellern einstellen müsse. Im Vorjahr seien es 6315  gewesen. Vor diesem Hintergrund halte er an der Einschätzung fest, dass das bisherige Landesbehördenzentrum B ein geeigneter Standort für eine Außenstelle der Zentralen Erstaufnahmestelle für Asylbewerber in Eisenhüttenstadt sei.

Anfang 2016 kommen die ersten 500 Flüchtlinge

Aktuellen Planungen zufolge soll die Liegenschaft ab Juli in drei Phasen ausgebaut werden. Mit der Herrichtung von drei der acht Gebäude und zwei Wohncontainern könnten ab Anfang 2016 die ersten 500 Asylbewerber in Wünsdorf untergebracht werden. Ein zweiter Bauabschnitt soll bis November 2016 abgeschlossen sein. Dann stünden rund 920 Plätze zur Verfügung. Bis März 2017 soll die derzeit geplante maximale Kapazität von 1200 Plätzen erreicht werden.

„Die Herausforderung ist sicher nicht einfach“, sagte Innenminister Schröter. „Aber ich sehe sehr gute Voraussetzungen dafür, dass Land, Kreis und Stadt hier an einem Strang ziehen.“ Solch eine Erstaufnahmeeinrichtung für bis zu 1200 Menschen aus verschiedenen Ländern stelle eine besondere Herausforderung für die Stadt Zossen dar, sagte Bürgermeisterin Michaela Schreiber. Sie mahnte in Potsdam an, Fragen und Bedenken der Bürger in jedem Fall ernst zu nehmen.

Ärger beim Ortsbeirat

Ortsvorsteher Rolf Freiherr von Lützow (parteilos) kritisierte mit Bezug auf das Dreiergespräch Schröter-Wehlan-Schreiber, dass man es versäumt habe, den Ortsbeirat von Beginn an mit ins Boot zu holen. „Wir sind am Ende diejenigen, die alles ausbaden müssen, wenn es Probleme gibt.“ Seines Wissens seien potenzielle Investoren und ein Großteil der Wünsdorfer nicht erfreut über die Standortentscheidung.

„Manche Leute haben Angst vor den Menschen, die in dieser Einrichtung aufgenommen werden“, sagte die Wünsdorfer Pfarrerin Anne Hensel. Diese Ängste müsse man ihnen nehmen. Viele wüssten nicht, dass sich Asylsuchende in einer Erstaufnahmestelle längstens drei Monate aufhalten, bevor sie auf Kreise und kreisfreie Städte verteilt werden. Im Gemeindekirchenrat habe man sich darauf verständigt, den Asylbewerbern zu zeigen, dass sie in Deutschland angekommen und willkommen sind, „und dass wir hoffen, dass es für sie eine glückliche Lösung gibt.“

Von Frank Pechhold

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Das Land Brandenburg soll eine neue Erstaufnahmestelle für Asylbewerber in Wünsdorf, einem Ortsteil von Zossen (Teltow-Fläming), bekommen. Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) stellte sich den Fragen der Anwohner. MAZonline war dabei und hat den Innenminister nochmal gefragt: Warum Wünsdorf, Herr Innenminister?

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