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Teltow-Fläming Theater, Volleyball und Toastbrot-Wettessen
Lokales Teltow-Fläming Theater, Volleyball und Toastbrot-Wettessen
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00:16 09.06.2015
Überall auf dem Gelände der Wiesenschule wurde gestern gefeiert. Quelle: Gertraud Behrendt
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Jüterbog

Schon aus der Ferne war am Freitag zu hören, dass in der Wiesenschule etwas Besonderes los war. Per Lautsprecher ertönten die Ansagen, wann und wo welche Höhepunkte zum Schulfest stattfinden; wie Theateraufführungen im Keller. Schüler der 9a und 9d spielten dort Sketche von Loriot. Benjamin Hartwig war sehr erleichtert, als er ohne sich zu verhaspeln seinen Platz für die nächsten Darsteller räumen konnte. „Wir hatten nur ein halbes Jahr Zeit, um nebenbei die Texte zu lernen“, sagte er und berichtete, dass die AG Theater da erst gegründet worden sei – „damals haben die Lehrerinnen bei uns angefangen“.

Dass noch zwei neue Lehrer anfangen, hofft Schulleiter Ralf Mund sehr. Ein Musiklehrer und ein Sonderpädagoge beteiligten sich am Fest, um Schüler, Kollegen, die Mitglieder des Schulvereins und das Haus kennenzulernen. An den vielen „Wetten-dass-Stationen“ der Arbeitsgemeinschaften konnten sie genug Eindrücke sammeln.

An allen Stationen gab es Stempel. Mindestens vier musste jeder haben, um sich ein Getränk und eine Wurst vom Grill zu holen. Damit niemand traurig beim Fest sein muss, gab es den Stempel für jede Teilnahme, unabhängig davon, ob die Wettbedingungen erfüllt wurden oder nicht.

Sommerfest auf dem Gelände der Oberschule. Quelle: Gertraud Behrendt

Der Schulleiter und seine Kollegin aus der Partnerschule in Zary (Polen) wetteten, dass sie sich eine Minute ansehen, ohne zu lächeln. „Der Alltag hat uns beide geformt. Wir haben die Wette beide gewonnen“, sagte Mund und freute sich. Schließlich traten die Schulleiter unter erschwerten Bedingungen an: Einige der sechs polnischen und der 280 Schüler der Wiesenschule haben ihre „Chefs“ natürlich so angelacht, dass es gar nicht so einfach war, keine Miene zu verziehen. Nach den 60 Sekunden gab es wieder genug Erfreuliches, beispielsweise am Kuchenstand im Café, beim Rundgang durchs Haus und auf dem Hof.

Unterdessen sammelten die Schüler weiter Stempel. Selbst am Stand, an dem in einer Minute und 30 Sekunden so viele warme Sachen wie nur möglich anzuziehen waren, machten einige mit. Sie durften sie bei den Temperaturen ja schnell wieder ausziehen. An einem weiteren Stand mussten Münzen in zehn Sekunden in ein Glas geworfen oder ein Toastbrot in einer Minute aufgegessen werden. Ernsthafte Amateurfunk- und Elektronik-Einführungen rundeten das Angebot ab.

Auch Ansagen waren unterhaltsam. So hieß es: „Wenn die 8a nicht sofort am Volleyballfeld erscheint, hat sie automatisch verloren.“ Dort hielten Schüler abwechselnd die Palme fest, damit der Wind sie nichts ins Spiel pustet.

Von Gertraud Behrendt

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