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Teltow-Fläming Theateraufführung im Friedrich-Gymnasium
Lokales Teltow-Fläming Theateraufführung im Friedrich-Gymnasium
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00:25 29.03.2018
Die Jugendlichen treffen sich am See, um über die aktuellen Geschehnisse zu diskutieren. Quelle: Antonia Engel
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Luckenwalde

Ein Theaterstück, das von Freundschaft, der ersten Liebe, Sex, Drogen und dem Sich-selbst-Finden handelt, wird niemals alt. „So ein Stück bleibt zeitlos, denn die Probleme der Jugend bleiben immer gleich, man muss es nur etwas modern anziehen“, sagte Franco Ulrich, der für die Aufführung von „Frühlingserwachen“ von Nuran David Calis nach Frank Wedekind am Freitagabend die Spielleitung übernahm.

Zum Nachdenken anregen

Für fast anderthalb Stunden schlüpften die Schüler des 12. Jahrgangs des Luckenwalder Friedrich-Gymnasiums in die Rollen von sieben Jugendlichen und brachten ihr Publikum nicht nur zum Lachen, sondern auch zum Nachdenken. Wie sagt man jemandem, dass man ihn liebt? Wie geht man mit den ersten sexuellen Gefühlen um? Was macht man, wenn man plötzlich ungewollt schwanger wird? Und wie sieht überhaupt der Richtige aus? „Na, wie Elias M’Barek!“, konterte Henriette Tiedt – doch ist es wirklich so einfach?

„Kann mir irgendjemand da draußen sagen, nach was wir uns sehnen?“, fragt Moritz (gespielt von Cedric Schröter), der davon träumt, nach Amerika zu gehen. Seine schlechten Schulnoten und sein strenger Vater stellen sich diesem Wunsch jedoch in den Weg. Aus Verzweiflung darüber, nicht versetzt zu werden, bringt sich Moritz um und stellt seine Freunde damit vor die Frage, wer Schuld an seiner Lage ist.

Intime Szenen waren schwer

Am schwersten waren für die Darsteller die intimen Szenen. „Richtig geküsst und ausgezogen haben sie sich erst in den Proben kurz vor der Aufführung“, sagte Ulrich und eine Schülerin gestand, sie hätte heute zum ersten Mal „Ich liebe dich!“ zu jemandem gesagt. Am realistischsten waren für sie die Mädchengespräche und die Treffen der Freunde am See. „Das sind halt Dinge, die wir selbst immer machen“, sagte sie.

Zum Schluss bedankten sich die Schüler bei ihrem Lehrer Franco Ulrich für die zwei Jahre „coolen und einfühlsamen“ Theaterunterricht. Ulrich, der den Schülern das Stück zu Beginn der elften Klasse vorschlug, ließ seinem Kurs beim Erarbeiten viele Freiheiten. Einige Szenen schrieben die Schüler sogar selbst. Sie entschieden sich auch dafür, live auf der Bühne zu singen, zu rappen und Klavier zu spielen.

Beim Publikum kam das Stück sehr gut an. Jüngere wie ältere Besucher waren begeistert, die Reaktionen reichten von „verdammt geil“ bis „zu Tränen gerührt“.

Von Antonia Engel

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