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Teltow-Fläming Thermen in Ludwigsfelde und Werder keine Konkurrenz
Lokales Teltow-Fläming Thermen in Ludwigsfelde und Werder keine Konkurrenz
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06:53 03.01.2014
Heinz Steinhart an der Saunatherme Ludwigsfelde beim Baustart fürs Parkhaus im Juni vergangenen Jahres.
Ludwigsfelde

Jahr für Jahr seit ihrer Eröffnung zu Ostern 2006 meldet die Saunatherme an der Ludwigsfelder Fichtestraße neue Besucherrekorde. So auch jetzt: „2013 hatten wir 660.000 Gäste“, sagt Badbetreiber Heinz Steinhart im MAZ-Gespräch. Das sind noch einmal rund 10.000 mehr als im Jahr zuvor. Auch der Umsatz sei um rund vier Prozent gestiegen, unter anderem wegen leicht erhöhter Eintrittspreise, wie er sagt. „Damit liegen wir jetzt in Ludwigsfelde ohne die Einnahmen aus dem Restaurantbereich und ohne Physiotherapie bei mehr als sieben Millionen Euro im Jahr.“

Mit der aktuellen Besucherzahl belegt das Ludwigsfelder Bad unter den bundesweit zwölf Kristall-Bädern nach Palm Beach Nürnberg (eine Million Gäste), Miramar Weinheim (0,8) und Aqualand Köln (0,7) Platz vier.

Auf die Frage, welche Entwicklung er mit der Eröffnung der Blütentherme in Werder erwarte, erklärt der Unternehmer: „In den ersten zwei bis drei Monaten werden wir in Ludwigsfelde sicher zehn bis 20 Prozent weniger Besucher haben, weil viele erst mal zum Gucken nach Werder fahren.“ Doch weil dann die drei Brandenburger Kristall-Bäder Bad Wilsnack, Ludwigsfelde und Werder alle eine völlig unterschiedliche Ausrichtung haben, „werden wir langfristig mit den drei grundverschiedenen Angeboten in allen drei Thermen mehr Gäste haben. Da bin ich mir ganz sicher“, so Steinhart. Bad Wilsnack habe einen reinen Gesundheitsbereich mit Salzsee, Ludwigsfelde punkte mit FFK. „Und Werder hat mit der Blütentherme ein liebliches Thema, das wird besonders Frauen anziehen“, sagt er. Und weil Männer sich gern Frauen anschauten, erwartet er in Ludwigsfelde „künftig mehr Männer als Frauen...“ Wieder ernsthafter meint Steinhart, „das mit den drei Thermen sei wie mit dem Einzelgericht – würde auf einer Speisekarte nur eins stehen, wäre das schnell langweilig. Aber wenn’s mehrere Gerichte gibt und man weiß, eins war gut, dann probiert man die anderen auch“.

Im Dezember soll die Blütentherme in Werder an der Havel eröffnet werden - nach dann knapp zwei Jahren Bauzeit. Am Donnerstag wurde in Werder Richtfest gefeiert. Rund 350 Gäste waren dabei. Unter den Besuchern war auch Thermenbetreiber Heinz Steinhart und die Bundestagsabgeordneten Andrea Wicklein (SPD) und Katherina Reiche (CDU). 

Für Ludwigsfelde habe die Bäderkette nach wie vor „ganz hoch gesteckte Ziele“. Dem gerade eingeweihten Bürgerpark folge bis Ende Februar der erste fertige Bauabschnitt des Parkhauses mit 280 Plätzen, insgesamt würden an der Therme mal 800 Fahrzeuge Platz haben, Anfang Juni solle mit dem Anbau des Sportbereichs das Wellenbad folgen und 2015 fertig sein.

„Spätestens 2016 wollen wir den Restkaufpreis von dann drei Millionen Euro an die Stadt zahlen und entsprechend dem Kaufvertrag endlich auch Eigentümer des Bades werden“, erklärt Steinhart. Außerdem sei man mit der in Ludwigsfelde geplanten Solebohrung „inzwischen ein ganzes Stück weiter“. Ebenso werde am geplanten Hotelbau festgehalten, so der Badchef. „Man sieht doch an anderen Beispielen wie dem Bäderdreieck Bad Birnbach/Griesbach/Bad Füssing, wie ein Projekt das andere nach sich zieht.“

Von Jutta Abromeit

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