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Thiels Team rückt zum Winterdienst aus

Zossen Thiels Team rückt zum Winterdienst aus

Aktuell arbeitet Heiko Thiel die Winterdienstpläne für seine Mitarbeiter aus. Das Einsatzgebiet ist die Zossener Kernstadt. Sollten hier Schnee die Straßen verstopfen oder Blitzeis Radwege und Bürgersteige gefährlich glatt machen, dann stehen 16 Männer bereit, um im Zwei-Schicht-Rhythmus Schnee zu schieben oder Splitt und Salz zu streuen.

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Stadtbetriebsleiter Heiko Thiel sieht seine Mitarbeiter und sich gut gerüstet für den Winterdienst in der Kernstadt Zossen.

Quelle: Frank Pechhold

Zossen. „Winterdienst ist ein harter Job“, sagt Heiko Thiel. Der Leiter des Stadtbetriebes Zossen weiß, wovon er spricht. Viele Jahre fuhr er selbst mit dem Multicar oder Unimog raus, um Salz zu streuen und Schnee zu schieben. Aktuell stellt Thiel die Winterdienstpläne für seine Mitarbeiter auf.

„Eigentlich gelten die Dienstpläne von Dezember bis Februar“, sagt Thiel. Weil sich der Winter nicht in Pläne pressen lässt, werden die notfalls angepasst. „Wenn uns das Wetter wirklich schon im November eiskalt erwischt, dann übernehmen 16 Mitarbeiter in zwei Schichten den Winterdienst“. Arbeitsbeginn ist um vier Uhr. Um diese Zeit rückt die Frühschicht aus, um öffentliche Parkplätze, Wege zu Friedhöfen, Bushaltestellen, Kitas und Feuerwehren sowie die Dorfauen in den Ortsteilen vom Schnee zu räumen. Weil die Männer nicht überall gleichzeitig sein können, gibt es klare Prioritäten. Zuerst sind viel befahrene Straßen, Kreuzungen und Schulwege zu räumen. Die dafür benötigte Technik besteht aus einem Unimog-Lkw, vier Multicars mit Salzstreuern, Schiebeschildern und Kehrbesen sowie Hand-Schneefräsen für kleine Flächen. Schichtende ist um 20 Uhr. „Sollte es um 19.30 Uhr so richtig stark zu schneien anfangen, dann müssen meine Mäner notfalls bis tief in die Nacht ran.“

Rund zehn Kilometer Straßen gehören zum Aufgabengebiet

Thiels Team sagt Schnee und Eis in der Kernstadt den Kampf mit Besen und schwerem Gerät an. Rund zehn Kilometer Straßen betreuen sie dort. Für das Schieben, Räumen und Streuen auf den Bundes-, Landes- und Kreisstraßen ist der Landesbetrieb für Straßenwesen zuständig. Die Reinigung der Schulhöfe ist Sache der Hausmeister. Zudem müssen Anlieger an vielen der insgesamt 192 Straßenkilometer im gesamten Zossener Stadtgebiet ihrer Räumpflicht wie in der Straßenreinigungssatzung festgelegt nachkommen.

Das Streugut – abstumpfender Splitt und auftauendes Salz – lagert auf dem Wünsdorfer Bauhofgelände. Wenn ein Fahrer mit seinem Multicar auf den Bauhof zurückkommt, muss er nicht wie früher 20 bis 30 Sack Salz buckeln, um den Streubehälter wieder aufzufüllen. Im vorigen Winter schaffte die Stadt ein Salz-Silo aus Edelstahl an. „Da müssen unsere Multicar-Fahrer nur noch einen Hebel bedienen und das Salz fließt ganz von alleine in den Streugutbehälter.“ Nach dem milden Winter war das Salzsilo noch halb voll. Heiko Thiel ließ es bis zum Anschlag auffüllen. Nun stehen 50 Tonnen Salz im Silo und sicherheitshalber 20 Tonnen in Säcken für den Winterdienst bereit.

Thiel befürchtet einen harten Winter

Salz wird sofort gestreut, wenn eine wichtige Straße spiegelglatt und damit viel zu gefährlich für die Verkehrsteilnehmer ist. Wo und wann Salz zum Einsatz kommt, um Ausrutscher auf Gehwegen und Unfälle auf Straßen zu vermeiden, das entscheidet der Bauhof-Chef in Abstimmung mit den Winterdienst-Schichtleitern. Nach Schichtschluss können die Streufahrzeuge in der neuen, mit Kärcher und warmem Wasser ausgestatteten Waschhalle gründlich von dem aggressiven Salz gereinigt werden.

„Bauchgefühl und 28 Jahre Berufserfahrung sagen mir: Das sieht nach einem richtig harten Winter aus“, so Thiel. Umso mehr wünsche er sich von den Bürgern mehr Rücksichtnahme auf seine Winterdienst-Mitarbeiter. Beispielsweise wenn die hier und da mit ihren Fahrzeugen stoppen und so kurzzeitig einen Stau verursachen, um vereiste Kreuzungen von Hand zu streuen. „Dafür muss man meine Leute nicht auch noch anhupen.“

Von Frank Pechhold

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