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Thomas Rühmann singt „Falsche Lieder“

Konzert in Jüterboger Mönchenkloster Thomas Rühmann singt „Falsche Lieder“

Schauspieler und Musiker Thomas Rühmann spielte mit seiner Band im Jüterboger Mönchenkloster Lieder aus seinem aktuellen Programm „Falsche Lieder“. Songs von Rühmanns favorisiertem Texter und Komponist Hans-Eckard Wenzel hatte er auch Programm.

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Thomas Rühmann (2.v.l.) und Band spielten vor einem begeisterten Publikum im Jüterboger Mönchenkloster.

Quelle: Foto: Hans-Dieter Kunze

Jüterbog. Warum ziehen ausgerechnet falsche Lieder Zuhörer so in ihren Bann, denn der Saal vom Kulturquartier war schon im Vorfeld ausverkauft. Ganz einfach, weil es eigentlich richtige Lieder sind, die sich vom täglich servierten musikalischen „Einheitsbrei“ abheben.

Wenn dann „die Falschen“ auch noch gefühl- und temperamentvoll musikalisch exzellent von der Bühne kommen, dann ist die Sache perfekt. Man glaubt Thomas Rühmann und seinen Musikern einfach, dass sie an das, was sie interpretieren ganz einfach selbst glauben.

Die Band, das waren in Jüterbog Peter Schendermann (Piano, Gesang), Lexa Thomas (Bass, Gesang), Gören Eggert (Drums) und Michael Ritter (E- und Akustik-Gitarre, Gesang) – er sprang für Rainer Rohloff ein – sowie Thomas Rühmann (Gitarre, Gesang).

Rühmanns favorisierter Texter und Komponist ist Hans-Eckard Wenzel. Mit seiner Zustimmung veränderte er auch einige Texte. Das übrige Repertoire wählt die Band danach aus, so dass sie mit Wenzels Werken korrespondieren, sich ergänzen.

Einer der Rockpoeten aus der Independence-Szene ist beispielsweise Neil Young. Seine Musik versieht Rühmann mit Texten von Wenzel, den er als „meinen Lehrmeister in Sachen Kunst und Ästhetik“ bezeichnet. Wie ein roter Faden zieht sich der ständige Drang unterwegs zu sein, doch immer wieder auch Geborgenheit zu suchen. „Ein falsches Leben“, wie es manche Zeitgenossen sehen, gibt es nicht, philosophiert Thomas Rühmann: „Es gibt nur das Leben oder den Tod.“

Die DDR, das Land, wo er geboren wurde, sieht Rühmann auf eigene Weise, auch spitz und ironisch: „Das Wasser kochte damals erst bei hundert Grad, das Meer hieß einfach Meer und der Wein war viel zu süß und zu schwer.“ Rühmann kommt zu dem Schluss: „Jahre, die verloren sind, zählt man nicht nach wie Geld.“

Begeistert, aber auch nachdenklich, verließen die Gäste das Konzert. Es war ein echtes Highlight in der Kulturszene des Jüterboger Mönchenklosters.

Von Hans-Dieter Kunze

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