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Thriller unterm Nachthimmel in Trebbin

Filmaufnahmen für ZDF-Film Thriller unterm Nachthimmel in Trebbin

Die Brücke, die bei Trebbin über die B101 führt, wurde jetzt zum Drehort. Szenen für den ZDF-Psychothriller „Detour“ sind im Kasten. In dem Film geht es um eine junge Frau, die mit dem kleinen Sohn ihres Liebhabers nach Berlin fahren will. Sie werden von einem Lieferanten mitgenommen, doch die Reise wird zum Horrortrip.

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Auf der Brücke über die B101 bei Trebbin wurden am Montag und Dienstag Nachtszenen für den Film „Detour“ gedreht.

Quelle: Margrit Hahn

Trebbin. Die B101 war gesperrt. Wer Montag und Dienstag aus Richtung Luckenwalde nach Trebbin will, musste eine Abfahrt vorher die Bundesstraße verlassen. Grund waren Dreharbeiten für den ZDF-Psychothriller „Detour“. Zweimal zuvor wurde auf dem Rumpfstück der noch nicht fertig ausgebauten B101 bisher sonntags gedreht.

Während sich Autofahrer eher darüber ärgern, dass die B101 noch nicht durchgängig fertiggestellt ist, freuen sich Filmleute, die diesen Abschnitt gern für Dreharbeiten nutzen, denn einen kompletten Autobahnabschnitt zu sperren, wäre weitaus schwieriger und teurer.

Es ist stockduster am Set auf der Brücke

Es ist stockduster am Set auf der Brücke. Nur der Scheinwerfer der vorbeisausenden Autos sorgen einen kurzen Moment für Licht.

Quelle: Hahn

Während in Richtung Luckenwalde der Verkehr rollt, wird oben auf der Brücke gedreht. Inzwischen ist es stockduster. Bis auf den Scheinwerfer und die Autos ist kaum etwas zu erkennen. Der Kameramann der in luftiger Höhe sitzt, um die Bilder einzufangen, hat sich mit einem Moskitonetz gegen den Massenansturm von Mücken geschützt.

Sechs Stunden wird in der Nacht gedreht

„Wenn wir das Drehende nicht fertig bekommen, müssen wir noch mal her, sagt Benjamin Talsik von Siamanto Film und Produzent des Films „Detour“ am Montagabend. Sechs Stunden wird gedreht, einige Szene werde immer und immer wiederholt, bis alles passt. Am Ende ergibt dies zweieinhalb bis drei Minuten im Film. In den Morgenstunden sind alle durchgefroren und man entscheidet sich weitere Aufnahmen erst am nächsten Tag vorzunehmen.

Das Team um den Kameramann sitzt im Auto

Das Team um den Kameramann sitzt im Auto.

Quelle: Hahn

Die Szenen für den Thriller wurden fast alle in Berlin und Brandenburg gedreht. „Detour“ ist der erste Film der vierteiligen ZDF-Thriller-Reihe „Stunde des Bösen“ . Die Regisseurin und Autorin Nina Vukovic kombiniert in dem Streifen das Genre Familiendrama mit einem Thriller und führt ihre Protagonisten auf eine emotionale Achterbahnfahrt. Sie bewies ihr Geschick bereits als Drehbuchautorin von „Nimmermeer“, der 2007 den Studenten-Oscar gewann. Vukovic wird ihr Regiestudium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin mit „Detour“ abschließen. Vor der Kamera stehen unter anderem Luise Heyer, Anne Ratte-Poll, Alex Brendemühl und Lars Rudolph. Die beiden Männer waren am Montag und Dienstag in Trebbin am Set.

Liebe, Eifersucht und Drama

Im Film geht es um Alma (Luise Heyer) und Jan (Alex Brendemühl) die eine Affäre haben, doch Jan will sich nicht zu Alma bekennen . Um ihn zu zwingen, zu ihrer Beziehung zu stehen, nimmt Alma Jans kleinen Sohn Juri (Ilja Bultmann) heimlich mit auf eine Reise. Mit dem Lieferanten Bruno (Lars Rudolph) fahren die beiden nach Berlin. Auf einer Raststätte versucht der Fahrer, Alma auf unbeholfene Weise näher zu kommen, doch sie blockt ab. Da fallen bei Bruno alle Hemmungen und er will sich nehmen, was ihm verweigert wurde. Was folgt, ist ein Alptraum. Als Jan auf der Suche nach seiner Freundin und seinem Sohn an der Raststätte ankommt, fehlt von den beiden jede Spur. Nur Bruno taucht auf.

Der Kameramann schützt sich mit einem Moskitonetz vor dem Schwarm der Blutsauger

Der Kameramann schützt sich mit einem Moskitonetz vor dem Schwarm der Blutsauger.

Quelle: Hahn

„Detour“ ist eine Koproduktion von Siamanto Film, ZDF/Das kleine Fernsehspiel und der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Der Film wird gefördert von Medienboard Berlin-Brandenburg. Der Sendetermin ist für das Frühjahr 2017 geplant.

Von Margrit Hahn

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