Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Einmalige Rot-Grün-Allee wird erneuert
Lokales Teltow-Fläming Einmalige Rot-Grün-Allee wird erneuert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:55 29.11.2018
Die rot- und grünlaubige Allee von Thyrow zum Park Märkisch Wilmersdorf leuchtet im Sommer besonders schön. Quelle:  
Thyrow

Für eine ganz besondere Allee ackern zurzeit die Männer der Landschafts- und Gartenbau-Firma Steinkirchner: Sie pflanzen bis Dienstag an der Landesstraße zwischen den Trebbiner Ortsteilen Thyrow und Märkisch Wilmersdorf 166 Eschen und Ahornbäume.

Das besondere an dieser über die Region hinaus bekannten Allee: Sie ist ein Gartendenkmal. Und das, weil Graf Fritz von Schwerin – von 1902 bis 1934 Präsident der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft – sie im Wechsel mit Rot- und Grün-laubigen Bäumen pflanzen ließ.

Die Männer der Firma Steinkirchner setzen Pflanzgruben für neue Bäume; die Allee hatte Anfang des 20.Jahrhunderts Fritz Graf von Schwerin angelegt, langjähriger Präsident der Deutschen Dendrologischen Gessellschaft Quelle: Jutta Abromeit

Diese rund 2,5 Kilometer lange Allee gehört zum Gartendenkmal Park Märkisch Wilmersdorf, das mit seiner früheren Baumschule, dem 20 Hektar großen Gutspark und den angrenzenden Alleen nicht nur gartenhistorisch bedeutsam ist, sondern auch wissenschaftlich und städtebaulich: Im Brandenburg des 19. Jahrhunderts wurden Gutsfluren im ländlichen Raum nicht nur aus ästhetischen, sondern auch aus ökonomischen Gründen „aufgeschmückt“, wie Fachleute sagen.

Die Rot-Grün-Allee war seit längerem nicht mehr komplett, etliche der teils mehr als 100 Jahre alten Bäume fehlen inzwischen. Das Landesamt für Denkmalpflege schreibt zur Bedeutung dieses Denkmals: „Die Ausbildung der Landstraße nach Märkisch Wilmersdorf als bewusst farblich inszenierte Zufahrtsallee zum Gut stellt in dieser Form eine einmalige Erscheinung in Brandenburg dar.“

Eine der markantesten Alleen in Brandenburg wird erneuert: angelegt Anfang des 20.Jahrhunderts von Fritz Graf von Schwerin, 1932-1934 Präsident Dendrologischen Gessellschaft Quelle: Jutta Abromeit

Die Bäume, die jetzt gepflanzt werden, sind Eschen mit grünem Laub, Grün-Eschen mit weiß-panaschierten Blättern und Hellroter Spitzahorn mit rötlichem Laub. Sie werden gepflanzt als „planfestgestellte, trassenferne Ausgleichsmaßnahme für Baumverluste im Zuge des Ausbaus der L 792, freie Strecke BlankenfeldeMahlow“, wie Cornelia Mitschka, Sprecherin des Landesbetriebes Straßenwesen, erklärt.

Das heißt: Für Bäume, die beim Erneuern des Berliner Damms in Mahlow gefällt werden mussten, werden für insgesamt 273 000 Euro 66 Ahorn-Bäume direkt wieder am Berliner Damm gesetzt, 140 Linden kommen zwischen Blankenfelde und Diedersdorf in die Erde, und zwischen Thyrow und Märkisch Wilmersdorf werden die neuen Allee-Bäume gesetzt.

Bernd Budich erklärt, warum solche Sperren in den Boden zwischen Wurzelbereich und Feldrand gesetzt werden: „Die Wurzeln dürfen später hier liegende Versorgungsleitungen nicht stören.“ Quelle: utta Abromeit

Das war für das Planungsbüro Daber und Kriege eine besondere Herausforderung, wie Christine Wolfsperger erklärt: „Um diesen Auftrag überhaupt umsetzen zu können, mussten wir mit dem Gartendenkmalamt des Landes in Wünsdorf erst mal recherchieren und uns über diese Bäume informieren.“ Schwer herauszufinden war etwa wegen der Lücken, in welchem Rhythmus gepflanzt worden war. „Dabei haben wir sogar damalige Pflanzfehler gefunden“, erzählt die Planerin.

Und sie erklärt, warum die neuen Bäume weiter vom Straßenrand entfernt stehen werden als die alten: „Das ist ein Kompromiss zwischen Denkmalschutz und heutigem Verkehr – früher standen sie neben dem Feldweg, inzwischen direkt am Asphalt.“ Heute seien zwar 4,50 Meter Abstand vorgeschrieben, so Wolfsperger; „aber damit der Farbwechsel und der Allee-Charakter erkennbar bleiben, hat man sich auf nur drei Meter Abstand zur Fahrbahn geeinigt.“

Von Jutta Abromeit

Der Eigentümer hat sich gegen den Verkauf seines Hauses in Hohengörsdorf an die Berliner Familie entschieden. Die Interessenten sind enttäuscht und werfen Franz Pruckner vor, er habe ihnen falsche Versprechungen gemacht und sie eine Woche lang immer wieder hingehalten.

29.11.2018

Am Haken eines CH-53 der Bundeswehr ist am Mittwoch ein ausgemustertes Fiat-Kampfflugzeug auf den Stützpunkt Holzdorf gebracht worden. Es wird zur Ausbildung genutzt.

02.12.2018

Die Arbeitslosenquote in Teltow-Fläming liegt mit 4,2 Prozent auf einem Rekordtief. 3881 Einwohner des Landkreises hatten Ende November keinen Job. Am meisten profitieren die Langzeitarbeitslosen.

29.11.2018