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Tierbestand wird radikal reduziert

Zukunft des Dahmer Tierparks ungewiss Tierbestand wird radikal reduziert

Die Zukunft des beliebten Dahmer Tierparks steht in den Sternen. Die Interessengemeinschaft, die ihn bisher betreute, hat aus personellen Gründen aufgegeben. Die Amtsverwaltung will den Tierbestand nun deutlich reduzieren, um Kosten und Aufwand zu verringern.

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Mitglieder des Ausschusses für freiwillige Aufgaben sowie Gäste berieten vor Ort über die Zukunft des Dahmer Tierparks.

Quelle: Andreas Saindl

Dahme. Der Tierpark in Dahme steht auf dem Prüfstand. Die Tierpflegerinnen haben in Absprache mit der Stadtverwaltung vorgeschlagen, den Tierbestand zu reduzieren, um ihn zu sichern. 144 Tiere sind es derzeit, 114 sollen es künftig sein. 2014 hatten noch 190 Tiere im Park gelebt.

„Wir wollen einen überschaubaren Stammtierbestand, den Rest und neue Geburten verkaufen“, erklärte Fachbereichsleiterin Christina Denkel bei der Sitzung des Ausschusses für freiwillige Aufgaben am Montagabend. Die Tierpflegerinnen Evelyn Fahr und Christiane Kolisch sollen legitimiert werden, Tiere zu verkaufen und zu kaufen. „Wir wollen rechtlich abgesichert sein“, sagte Evelyn Fahr. Nachwuchs von Ziegen werden schon verkauft.

Derzeit sind zu viele Tiere im Tierpark etwa beim Damwild. Verwaltungsmitarbeiterin Ursel Ochs erklärte: „Die Tiere vermehren sich halt und sollten von den Tierpflegerinnen daher auch verkauft werden dürfen.“ Die Mitglieder des Ausschusses stimmten der Bestandssicherung zu, die Stadtverordneten entscheiden am 16. Juli darüber.

Kamerunschafe, Zwergziegen, Esel, Perlhühner, Minischweine und zahlreiche weitere Säugetiere sowie verschiedene Vogelarten leben im Dahmer Tierpark. Bisher hatte sich die Interessengemeinschaft (IG) Heimattierpark des Kulturvereins Dahme um den Erhalt der Einrichtung bemüht. Nach rund 20 Jahren hat die IG jetzt ihr Engagement aus personellen Gründen eingestellt, wie Ursel Ochs sagte.

Die Zukunft des Tierparks ist offen. Eine erste Konzeptidee soll im September dieses Jahres vorliegen. Tiergehege etwa sollen saniert werden. Geklärt werden muss auch, wie künftig Futtermittel, Baumaßnahmen und Arbeitsmittel finanziert werden sollen. Rund 7000 Euro jährlich hatte die IG durch das Tierparkfest und über Tierpatenschaften eingenommen. Das Fest soll es nicht mehr geben, Patenschaften aber sind weiterhin vorgesehen. Weitere Einnahmequellen müssen aber her.

„Ein Tierfriedhof wäre eine Möglichkeit“, schlug Evelyn Fahr vor, „denkbar wäre auch, mit Senioreneinrichtungen zusammenzuarbeiten, älteren Menschen den Kontakt zu unseren Tieren zu ermöglichen.“ Auch personell müssen Veränderungen her. Die beiden Tierpflegerinnen arbeiten nur stundenweise, vertreten sich bei Urlaub gegenseitig. Sie kommen bislang ohne Überstunden aus.

„Uns fehlt allerdings ein Handwerker, jemand, der kleinere Reparaturen ausführt“, sagt Evelyn Fahr. Bisher hatte die IG diese Arbeiten übernommen. „Wir wollen den Heimattierpark gern behalten“, sagt Christina Denkel. Der Grundsatzbeschluss zur Reduzierung des Tierbestands soll dabei helfen. Parallel dazu soll ein Konzept zur Erhaltung freiwilliger Aufgaben in der Stadt Dahme erarbeitet werden.

Von Andreas Staindl

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