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Teltow-Fläming Tierischer Nachwuchs in Dobbrikow
Lokales Teltow-Fläming Tierischer Nachwuchs in Dobbrikow
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04:42 03.05.2016
Klein und Groß freuen sich über den tierischen Nachwuchs in Dobbrikow – und natürlich auch über jeden anderen. Quelle: Margrit Hahn
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Dobbrikow

In diesem Jahr hat es endlich geklappt. Wildenten haben auf dem Dobbrikower Dorfteich gebrütet. Die Entenmutter und ihre zwölf Kinder haben auf dem Wasser schon ihre Runden gedreht. Im Ort hatten sich das Ereignis schnell herumgesprochen und so kamen etliche, um sich den tierischen Nachwuchs anzuschauen. Im vergangenen Jahr war es nicht so friedlich verlaufen.

Es hatte sich ein außergewöhnlicher Fall von Hausfriedensbruch ereignet. In dem kleinen Haus am Anger hatte sich ein Entenpaar häuslich eingerichtet. Das Nest war gebaut, die Eier waren gelegt. Doch dann zerstörten wildernde Krähen das Familienglück. Und dies war nicht das erste Mal. Um so mehr freuten sich die Dorfbewohner, dass es in diesem Jahr mit dem Nachwuchs geklappt hat.

Bevor Marie, Toni, Elli und Nils morgens mit dem Bus in die Schule fuhren, fütterten sie die Entenfamilie mit Brot, das sie von zu Hause mitgebracht hatten. Nach der Schule schauten sie gleich wieder, ob die Enten noch da sind und wie es ihnen geht. Ganz so dicht ließ die Entenmutter die Kinder aber nicht an sich und die Küken heran, wenn ihr der Abstand zu gering wurde, zischte sie.

Auf dem Dorfteich wurde ein Domizil für die Tiere erreichtet. Quelle: Margrit Hahn

„Früher gab es hier am Teich nicht nur Enten, sondern auch Ziegen und Meerschweinchen“, berichtet der Dobbrikower Uwe Schlecht. Während die Dorfbewohner dem lustigen Treiben aus unmittelbarer Nähe oder vom Spielplatz nebenan zuschauten, zog sich der Dobbrikower Guido Schulze seine Wathose an und stieg in den Teich. Er brachte ein Brett am Häuschen an, damit die Tiere ungehindert ins Haus kommen, um so Schutz vor den Krähen zu finden. Das Häuschen hatte die Tischlerei Schulze im vergangenen Jahr gebaut, damit dem Entenglück in Dobbrikow nichts im Wege steht.

Entenfamilie legt Zwischenstopps ein

„Aus Erfahrung wissen wir, dass die Enten nicht lange auf dem Dorfteich bleiben“, prophezeite Guido Schulze. Und damit sollte er recht behalten. Am Sonntagmorgen hat die Ente mit ihren Küken den Dorfteich verlassen und sich auf den Weg zum Bauernsee gemacht. Unterwegs haben sie einen Zwischenstopp im Gartenteich von Familie Hagen eingelegt und sind dort ein paar Runden zusammen mit den Goldfischen geschwommen. Anschließend ließen sie sich noch von einem Gartensprenger erfrischen und sind dann zum Bauernsee weitergewatschelt.

„Der Aufwand hat sich also doch gelohnt. Es gab ja viele Kritiker, die meinten, dass es nichts wird mit unserem Bruthaus und dem neuen Schutzwall“, sagt Guido Schulze. Manch einer war auch der Ansicht, dass das Häuschen viel zu hoch gebaut worden sei. Doch das war Absicht, denn wenn es richtig regnet, würde das Häuschen sonst unter Wasser stehen.

„Wir finden es toll, dass wir die Tiere aus nächster Nähe beobachten konnten und hoffen, dass nächstes Jahr wieder ein Entenpaar in Dobbrikow brütet“, sagt der elfjährige Nils.

Von Margrit Hahn

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