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Tierisches Musical in Jüterboger Wiesenhalle

Schülertheater Tierisches Musical in Jüterboger Wiesenhalle

Beschimpft zu werden, noch dazu zu Unrecht, mag niemand. Oft sind es die Namen unschuldiger Tiere, die herhalten müssen, wenn sich zwei nicht vertragen können. Nun greifen die Tiere zur Selbsthilfe.

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Die Tierversammlung beschließt: Das geht so nicht weiter.

Quelle: Uwe Klemens

Jüterbog. Dumme Pute, lahme Ente, dreckiges Schwein – Sprachschöpfungen dieser Art sind wohl nicht tot zu kriegen. Wie unzutreffend und auch ungerecht dies zumeist ist, haben Schüler der Jüterboger Scholl-Grundschule nun zum Thema eines Musicals gemacht, das am 1. Juli um 18.30 Uhr in der Wiesenhalle seine festliche Premiere erleben soll.

Die Proben dazu sind in vollem Gange und das Lampenfieber im Steigen, was eine Woche vor der geplanten Aufführung wohl auch kein Wunder ist. 40 Mädchen und Jungen von der zweiten bis sechsten Klasse sind in das Projekt eingebunden. Mit Musiklehrerin Gabriela Herrmann als künstlerischer Leiterin und Co-Regisseurin Carmen Ihme, die gemeinsam die Theater-AG der Schule leiten, ist der Erfolg praktisch schon jetzt so gut wie garantiert.

„In diesem Jahr feiere ich mit der Scholl-Schule meine persönliche Silberhochzeit und hab in den 25 Jahren fast jedes Jahr ein Musical inszeniert“, blickt Herrmann zurück. Wenn grad mal wieder Mangel an guten und zugleich praktikablen Vorlagen herrscht, greift die Markendorferin auch gerne selbst zur Feder und entwickelt ihre Ideen zusammen mit den Schülern bis zur Bühnenreife.

Auch die Vorlage von „Du Mensch“ ist eines ihrer eigenen Stücke. „Geschrieben habe ich es schon vor einigen Jahren und damals auch aufgeführt. Für die neue Inszenierung haben wir ein paar Sachen darin verändert, so dass es auf keinen Fall haargenau so aussehen wird, wie damals“, verspricht all jenen, die zu den regelmäßigen Besuchern der Schulaufführungen gehören.

So simpel die Geschichte des Tier-Musicals auch ist, so vielfältig sind die Möglichkeiten, die sich für so viele Akteure unterschiedlichen Alters ergeben. Eine Schar grauer Feldmäuse hat die Papierkörbe eines Schulhofes als Paradies für sich entdeckt. Ein Leben voller weggeworfener Käse- und Wurstbrote – das Leben könnte so schön sein, wären da nicht die zänkischen Kinder. Viele Tiere müssen beim täglichen Pausenkampf mit ihrem Namen dafür herhalten. „Dumme Kuh“ und „blöder Ochse“, „fauler Hund“ und „Angsthase“ – „schrecklich, dass einem das Käsebrötchen aus der Hand fällt“, befindet die Mäusefamilie und alarmiert die übrigen Tiere, die die Kinder auf dem Schulhof zur Rede stellen.

In einer großen Vorstellung zeigen die Tiere den Schülern, was in ihnen steckt und dass an den grässlichen Vorurteilen nur wenig bis gar nichts dran ist. Dass der Esel nur aus gutem Grund zuweilen etwas stur und der Hase alles andere als ängstlich unterwegs ist, haben die Kinder am Ende gelernt. Auch die Zeit des Streitens ist vorbei.

Von Uwe Klemens

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