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Gottsdorf Tipps für Seniorenangebote

Bei Sitzung des Seniorenbeirates der Gemeinde Nuthe-Urstromtal in Gottsdorf berichtete die Ortsvorsteherin Kathrin Lütteken über Aktivitäten im Dorf und wie Senioren mit einbezogen werden. Der Beirat gab weitere Hinweise.

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Die voll funktionstüchtige Gottsdorfer Wassermühle ist eine Besonderheit im Ortsteil und sollte nach Ansicht von Künstler Detlef David mehr Aufmerksamkeit erhalten.

Quelle: Margrit Hahn

Gottsdorf. Der Seniorenbeirat der Gemeinde Nuthe-Urstromtal hat dem Ortsteil Gottsdorf ein gutes Zeugnis ausgestellt. Bei einem Besuch am Montag auf Einladung von Ortsvorsteherin Kathrin Lütteken und Künstler Detlef David wurden verschiedene Aspekte zur Seniorenintegration besprochen. „Wir wollen auch in Orten sein, wo es keine Seniorengruppen gibt“, sagte Beiratsvorsitzende Monika Krause.

Die Ortsvorsteherin zählte die Aktivitäten übers Jahr auf – im Schnitt alle zwei Monate eine Veranstaltung im 139-Seelen-Ort. Lütteken nannte das Mühlenfest, das alljährlich von der Familie Röthel organisiert wird: „Röthels sind beide über 80 Jahre alt und bezeichnen sich nicht als Rentner. Sie sagen, sie haben noch keine Zeit dafür.“

Lütteken zufolge gibt es 30 Bewohner im Dorf, die älter als 60 Jahre sind. Die meisten von ihnen sind sehr rüstig. Und wenn jemand Hilfe brauche, kümmere sich die Familien darum, fügte Lütteken hinzu:„Einen direkten Treffpunkt für Senioren gibt es nicht.“ Wobei die Möglichkeit im Mehrzweckraum gegeben wäre. Allerdings war der Raum zu klein, um auch die Gottsdorfer Senioren zur Sitzung einzuladen. Wichtig sei es aber, so Monika Krause, die Senioren ins aktive Dorfleben mit einzubeziehen.

Detlef David lobte die Arbeit des Feuerwehrvereins, der viel auf die Beine stellt, kritisierte aber, Zuzügler und deren Ideen fänden kaum Beachtung. Seiner Ansicht nach sollten die traditionellen Dorffesten nicht erst am Abend beginnen, wie es in den vergangen Jahren der Fall war, sondern bereits am Nachmittag, denn wäre auch das ältere Semester wieder mit dabei. Es gebe genug Vorschläge, wie der Nachmittag gestaltet werden könnte. Zudem hält David es nicht für sinnvoll, eine Cateringfirma zu beauftragen. Wenn sich alle im Dorf gemeinsam um das leibliche Wohl kümmerten, fördere das auch das Zusammengehörigkeitsgefühl.

Für das Dorffest im kommenden Jahr sind bereits Veränderungen angedacht. David wünscht sich eine Verschönerung der Dorfmitte – noch besser wären seiner Ansicht nach langfristige Projekte. Die drei Künstler, die in Gottsdorf leben, würden dies gern unterstützen. „Im vorigen Jahr haben wir das Armenhaus ausgebuddelt, die alte Waage ist mittlerweile weg und das Buswartehäuschen könnte auch verschwinden, wenn sich niemand darum kümmert“, schätzt David ein, der Vertreter des Seniorenbeirates zum Tag des offenen Atelier am 6. und 7. Mai nach Gottsdorf einlud.

„Ich sehe, dass die Senioren in die Dorfgemeinschaft integriert werden“, stellte Monika Krause abschließend fest. Es ginge nicht darum, die ältere Generation zu bespaßen, sondern sie aktiv teilhaben zu lassen. Sie forderte dazu auf, Zuzügler als Gewinn zu sehen, denn diese schauten oftmals mit einem anderen Blick auf ihre neue Heimat. Bürgermeisterin Monika Nestler (Linke) fügte hinzu, dass der Feuerwehrverein auch Fahrten organisiert, die von den Senioren gut angenommen werden.

Von Margrit Hahn

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