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Tobias Kunzmann folgt auf Hermann von Schuckmann

IG Metall Ludwigsfelde wählt Spitze Tobias Kunzmann folgt auf Hermann von Schuckmann

Die IG-Metall-Geschäftsstelle Ludwigsfelde hat einen neuen 1. Bevollmächtigten. Der 43-jährige Tobias Kunzmann folgt auf den langjährigen Amtsinhaber Hermann von Schuckmann, der in den Ruhestand geht.

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Der scheidende Erste Bevollmächtigte, Hermann von Schuckmann (l.) mit Nachfolger Tobias Kunzmann.

Quelle: Stephan Laude

Ludwigsfelde. Die Industriegewerkschaft Metall in Ludwigsfelde hat einen neuen Ortsvorstand. Zum 1. Bevollmächtigten wurde am Montag Tobias Kunzmann gewählt. Der 43-Jährige hat keine klassische Gewerkschaftskarriere hinter sich, er ist Jurist und hat von 2000 bis 2004 in Berlin als Rechtsanwalt gearbeitet. Danach wurde er Rechtsschutzsekretär bei der IG Metall. Er ist verheiratet und hat einen Sohn.

Kunzmann löst Hermann von Schuckmann ab, der nun in Rente geht und auf der Delegiertenversammlung der Geschäftsstelle Ludwigsfelde seinen letzten Rechenschaftsbericht vortrug. Darin ging es um weit mehr als um typische Gewerkschaftsfragen. Im Mittelpunkt stand die Flüchtlingsproblematik. Auf der einen Seite gebe es in Deutschland eine Willkommenskultur, auf der anderen Seite Hass, sagte von Schuckmann. Die Gewerkschaften stünden an der Seite der Flüchtlinge. Mehrere Flüchtlingsprojekte seien von der IG Metall unterstützt worden. Von Schuckmann griff auf die Geschichte zurück: „Wir haben nicht vergessen, dass die Gewerkschaftsgenerationen vor uns oft verfolgt wurden.“ Viele Mitglieder seien ins KZ gekommen, andere seien ausgewandert. Mit dem Wahlergebnis der AfD in Sachsen-Anhalt werde dem Land großer Schaden zugefügt, so der scheidende 1. Bevollmächtigte. Er verwies darauf, dass durch die Pegida in Sachsen bereits Einbrüche beim Tourismus zu verzeichnen sind. In der Vergangenheit seien wegen ausländerfeindlicher Ausschreitungen in Ostdeutschland auch Investoren abgesprungen. Auch wenn man die Zahl der verlorenen Arbeitsplätze nicht beziffern könne, der Schaden sei fatal.

Die IG Metall fordert in der neuen Tarifrunde Lohnerhöhungen von fünf Prozent. Von Schuckmann begründete dies unter anderem damit, dass es der Branche gut gehe, sie sei der Motor der wirtschaftlichen Entwicklung. Außerdem gingen Nachfrageimpulse in Deutschland vor allem vom privaten Verbrauch aus – und mehr als 40 Prozent der Erzeugnisse der Metall- und Elektroindustrie würden im Inland verkauft.

Die IG-Metall-Geschäftsstelle Ludwigsfelde ist für die Vertretung von knapp 6000 Metallern zuständig. Der Einzugsbereich reicht von Wildau bis Jüterbog und Treuenbrietzen, auch das Holzzentrum Baruth gehört dazu. Von Schuckmann hatte das Amt als 1. Bevollmächtigter seit der Wiedervereinigung bekleidet. Der gelernte Stahlformbauer war mehrere Jahre Mitglied im 36-köpfigen Bundesvorstand der IG Metall. Dort wurde er auf dem Gewerkschaftstag im Oktober verabschiedet. Der Erste Vorsitzende der Gewerkschaft, Jörg Hofmann, hatte ihn dabei einen „pragmatischen Bevollmächtigten“ genannt. Von Schuckmann hat zudem als ehrenamtlicher Richter an vielen Entscheidungen des Bundesarbeitsgerichtes mitgewirkt.

Von Stephan Laude

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