Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Tödlicher Hunde-Köder in Trebbin entdeckt
Lokales Teltow-Fläming Tödlicher Hunde-Köder in Trebbin entdeckt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:23 22.02.2018
Dieser Köder mit einer Rasierklinge wurden in Trebbin entdeckt. Quelle: privat
Trebbin

Was treibt jemanden dazu, eine Rasierklinge in ein Stück Wurst zu verstecken und darauf zu hoffen, dass es von einem Tier gefressen wird? Was ein Albtraum eines jeden Tierliebhabers ist, musste die Trebbinerin Anne Hinze am Montagnachmittag tatsächlich entdecken.

Hund schnupperte schon am gefährlichen Köder

Sie führte nach der Arbeit ihren Hund aus, berichtet sie. In der Sportfeldstraße in Trebbin direkt am Wohnblock, wo sich ein Stromkasten befindet, schnupperte ihr Vierbeiner ganz aufgeregt an etwas. Als Anne Hinze genauer hinsah, entdecke sich ein Stück Wurst, indem sich eine Rasierklinge befand. Sie hat den Köder sofort entfernt und vernichtet, damit Tiere sich daran nicht verletzen können. Zudem hat sie eine Warnung über Facebook verschickt. „Ich sehe ja bei meiner Spaziergänger des Öfteren, dass Hundehalter die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge nicht immer entfernen, aber das darf doch kein Grund dafür sein, Köder auszulegen“, empört sich die Trebbinerin.

Empörung auf Facebook

Die Reaktionen auf Facebook sind unterschiedlich. Die meisten machen sich Sorgen um ihre Vierbeiner, einige trauen sich abends kaum noch mit ihren Hunden raus. „Damit hätte ich hier in Trebbin nicht gerechnet“, schreibt Susanne Buchholz. Auch Vanessa Glitzner ist empört: „Ich finde es richtig asozial, dass jemand zu solchen Mitteln greift. Klar verstehe ich es, das Leute keine Hunde mögen oder es nervig finden, wenn Hinterlassenschaften nicht beseitigt werden aber dafür kann das arme Tier doch nichts.“ Karin Nagurski macht sich jetzt Sorgen um ihre Katze, die sie bisher auch im Freien umherlaufen ließ.

Tierheimchefin: Hunde nicht allein laufen lassen

Hunde-Experten wie die Luckenwalder Tierheimleiterin Waltraud Lenz raten Besitzern, die Tiere nicht allein vorn weg laufen zu lassen und lieber an die kurze Leine zu nehmen. Gut sei es den Tieren beizubringen, draußen gar nichts zu fressen. „Was bei den meist fressbegeisterten Hunden allerdings schwierig sein dürfte“, sagt Waltraud Lenz. Die Aufregung in Trebbin und Umgebung ist jedenfalls groß.

Selbst wenn man den oder die Täter fassen sollte, haben sie meist nur geringe Strafen zu befürchten: Tiere sind nach dem bürgerlichen Gesetzbuch als Sache eingestuft – und damit hätten sich die Köderleger nur der versuchten Sachbeschädigung schuldig gemacht. Tierfreunde sehen das anders und schreiben das auch auf Facebook.

Von Margrit Hahn

Ein 33 Jahre alter Mann ist im von Berlin betriebenen Gefängnis Heidering in Großbeeren (Teltow-Fläming) tot in seiner Zelle gefunden worden. Der Mann war bereits am Sonntag entdeckt worden. Seine Haft wäre am 23. April zu Ende gewesen.

22.02.2018

Schon früh am Morgen wurde es in der Luckenwalder Lokalredaktion der MAZ wuselig. Schüler der Jahn-Grundschule machten dort auf ihrer Schnitzeljagd durch die Kreisstadt am Dienstagmorgen Station. Und dann ging es weiter mit der Entdeckungstour.

20.02.2018

Zweimal im Monat treffen sich die Montags-Bastler im Quartiersbüro „Am Röthegraben“. Unter Anleitung von Edeltraud Przechomsky gestalten sie individuelle Glückwunschkarten. Neue Mitstreiter sind willkommen.

26.02.2018