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Tödlicher Unfall mit Intercity

Jüterbog Tödlicher Unfall mit Intercity

Fünf Stunden lang war die Schienenverbindung zwischen Luckenwalde und Oehna wegen eines tödlichen Zugunfalls am Bahnhof Jüterbog unterbrochen. Seit 15.06 Uhr ist die Strecke wieder freigegeben. Der Ersatzverkehr mit Bussen läuft allerdings weiter, bis der Zugverkehr auf den Regionalbahnenlinien RE3, RE4 und RB33 sich normalisiert hat.

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Einsatzkräfte am Bahnhof Jüterbog.

Quelle: Peter Degener

Jüterbog. Am Donnerstagmorgen ist es gegen 10 Uhr zu einem tödlichen Bahnunfall am Bahnhof Jüterbog gekommen. Eine Person ist aus bislang ungeklärter Ursache von einem IC erfasst und dabei getötet worden, wie die Polizei und ein Bahnsprecher auf MAZ-Nachfrage bestätigt haben Die Strecke war deshalb zwischen Oehna und Luckenwalde gesperrt.

Der Intercity 2355 von Rostock nach München war mit 405 Reisenden unterwegs, als es im Bereich des Bahnhofs zu dem Unfall kam. Laut der Deutschen Bahn wird die Strecke noch mindestens zwei Stunden gesperrt sein. Also etwa bis 13 Uhr.

Die Regionalbahnlinien RE3, RE4 und RB33 sind direkt von der Streckensperrung betroffen. Der RE3 aus Stralsund nach Wittenberg und der RE4 von Stendal nach Jüterbog enden vorerst in Luckenwalde. Die Regionalbahn 33 von Wannsee über Treuenbrietzen nach Jüterbog kann den Bahnhof nach derzeitigen Erkenntnissen ebenfalls nicht erreichen. Der RE3 aus Richtung Wittenberg oder Elsterwerda enden in Niedergörsdorf beziehungsweise in Oehna. Der Fernverkehr wird umgeleitet.

Ob der IC seine Fahrt nach München fortsetzen kann, ist noch unklar. Vorsorglich wurde ein Hilfszug aus Leipzig angefordert, in den die Passagiere umsteigen könnten. Zugleich wird eine Ersatz-Lok aus Seddin herangefahren, um damit eine Weiterfahrt zu ermöglichen und die Reisenden nicht durch einen Umstieg auf freier Strecke unnötig zu gefährden, so ein Bahnsprecher.

Die Polizei ermittelt noch die Unfallursache und schließt einen Suizid nicht aus.

Der IC wird ins Bahnwerk nach Berlin-Rummelsburg abgeschleppt. Die etwa 400 Reisenden werden mit einem Ersatzzug nach München fahren.

Nach Zeugenaussagen könnte es sich um einen Unfall gehandelt haben. Bei dem Verunglückten handelte es sich um einen Mann, der sich laut einem Zeugen angetrunken am Bahnhof aufgehalten hatte. Der Mann geriet nach MAZ-Informationen unter den Zug, während dieser an den Bahnsteigen des Bahnhofs vorbeifuhr.

+++Update+++

Die Strecke ist wieder frei. Um 15.06 Uhr konnte die Streckensperrung aufgehoben werden. Der Ersatzverkehr mit Bussen, die zwischen den Bahnhöfen Oehna, Niedergörsdorf, Luckenwalde und dem Bahnhof Jüterbog verkehren, wird aber aufrecht erhalten, bis der Zugverkehr sich normalisiert hat, so ein Sprecher der Deutschen Bahn.

Der Lokführer erlitt bei dem Unglück einen Schock. Er kam in ärztliche Behandlung.

Ein Polizist untersuch das Gleisbett am Bahnhof

Ein Polizist untersuch das Gleisbett am Bahnhof.

Quelle: Peter Degener

Anmerkung der Redaktion

Wir berichten in der Regel nicht über Suizide oder Suizidversuche, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Wenn Sie selbst unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Selbstmordgedanken leiden, gibt es Hilfe. Unter der kostenlosen Hotline 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 können sie anonym mit Beratern sprechen, die schon in vielen Fällen Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen konnten.

Von Peter Degener

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