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Teltow-Fläming Toleranz-Banner in Luckenwalde abgefackelt
Lokales Teltow-Fläming Toleranz-Banner in Luckenwalde abgefackelt
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08:41 28.07.2016
Das Banner zur Gastfreundschaft wurde erneut zerstört. . Quelle: Elinor Wenke
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Luckenwalde

Seit wenigen Wochen fehlt das Toleranz-Banner am Luckenwalder Bahnhof. So richtig aufgefallen ist dies bisher offenbar den wenigsten. Und dennoch: Das markante Banner zum Thema „Gastfreundschaft“ hatten Anfang vergangenen Jahres die Stadt und der Landkreis im Vorfeld fremdenfeindlicher Demonstrationen in der Kreisstadt aufhängen lassen.

Zitat Caesars zur germanischen Gastfreundlichkeit

Das Banner war so ungewöhnlich wie originell und enthielt ein Zitat des römischen Imperators Gaius Julius Caesar (100-44 v. Chr.) über die Gastfreundschaft der Germanen: „Wer aus irgendeinem Grund zu den Germanen kommt, den schützen sie vor Unrecht, ihm stehen die Häuser aller offen, und er hat Teil an ihrem Leben“. Das war natürlich ein Schlag gegen das Selbstverständnis vieler Rechtsradikaler, die sich gern als Nachfahren der Germanenkult identifizieren, aber offensichtlich die falschen Schlüsse daraus ziehen. Das Spruchband war genauso wirksam wie das riesige Banner am Marktturm mit dem Zitat des deutschen Dichterfürsten Joahann Wolfgang von Goethe (1749-1832) „Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein“.

Vorerst lässt die Stadt Ankündigungstransparente aufhängen Quelle: Hartmut F. Reck

Beide augenfälligen Banner dürften denen, gegen die sie gerichtet sind, ein Dorn im Auge sein. Während das XXL-Banner am Marktturm zu hoch hängt, um ihm etwas anhaben zu können, wurde das Banner vor dem Bahnhof just am Vorabend einer Anti-Flüchtlingsdemo gestohlen.

Die Stadt Luckenwalde ließ sich aber nicht beirren, gab ein neues Banner in Auftrag und ließ es wieder zwischen den beiden Laternenmasten vor der Bibliothek im Bahnhof aufhängen. Dort hing das acht Meter lange Plakat etwa ein Jahr lang unbehelligt. Nur setzte ihm die Witterung zu und wurde in diesem Frühjahr ausgetauscht gegen ein neues Toleranz-Banner aus haltbarerem und schwer entflammbarem Material.

Fremdenfeindlicher Hintergrund wird vermutet

Dennoch gelang es Anfang des Monats unbekannten Tätern, das Banner zu verbrennen. „Es ist mit Spezialmitteln abgeflämmt worden“, berichtete Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) jüngst im Hauptausschuss. Ein fremdenfeindlicher Hintergrund dieser Tat sei zu vermuten und naheliegend. Auch habe sie mehrere Schreiben erhalten, das Banner am Marktturm endlich wegzunehmen, sagt aber: „Wir wollen es hängen lassen und uns den Widerständen nicht beugen.“

Das Banner am Bahnhof wolle man zunächst nicht direkt ersetzen, sagte die Bürgermeisterin gegenüber MAZ. Es werde überlegt, ein neues zu bestellen und einzulagern, um es „im Bedarfsfall“ wieder aufzuhängen. Bis dahin sollen andere Banner auf bevorstehende Ereignisse in der Stadt und in der Bibliothek im Bahnhof hinweisen, wie es derzeit der Fall ist.

Von Hartmut F. Reck

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