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Totes Kälbchen

Scharfenbrück Totes Kälbchen

In Scharfenbrück gab es in den vergangenen Tagen mehrere Übergriffe auf Nutztiere durch Wölfe. Es deutet viel darauf hin, dass auch ein frisch geborenes Kälbchen von ihnen gerissen wurde.

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Quelle: MAZ-EBV

Scharfenbrück. Mit einem mulmigen Gefühl schaut Andrea Kasten morgens nach dem Rechten. Seit ihr Mitarbeiter die Reste eines Kälbchens fand, schaut sie genau nach ihren Tieren. Im vergangenen Jahr übernahm sie ein Grundstück in Scharfenbrück. Eigentlich hatte sie nur nach einem Domizil für ihre Pferde gesucht, doch die Vorbesitzer hatten dort Galloway-Rinder und so entschied die Tierärztin, die „felligen Schotten“ zu behalten, die auf der Wiese dicht am Flotten Graben weiden.

„Ich hatte schon gehört, dass in den vergangenen Tagen in unmittelbarer Nachbarschaft mehrere Schafe von Wölfen gerissen wurden und habe die tragende Stute deshalb schon in Sicherheit gebracht“, sagt die 47-Jährige. Dass die drei ausgewachsenen Kühe, die acht Jungtiere und die Färsen auf der Außenwiese in Gefahr geraten könnten, glaubte sie nicht, da sie ja als Herde zusammen auf der Weide standen. Doch eine tragende Färse sonderte sich ab, um ihr Kälbchen zu bekommen. Am nächsten Tag war von dem Kalb so gut wie nichts übrig. Inzwischen war der Rissgutachter vor Ort. Es deutet zwar einiges darauf hin, dass es Wölfe waren, aber es ist nicht auszuschließen, dass das Kälbchen tot auf die Welt kam. „Durch den Regen konnten keine Blutspuren gefunden werden“, so Andrea Kasten. Der Gutachter empfahl ihr eine präventive Beratung. Eventuell muss ein Teil der Zaunanlage erneuert werden. Wie der Fachmann sagte, gibt es dafür Fördergeld.

Das erste Kälbchen kam am 10. Februar auf die Welt, das letzte Ende April. Während der gesamten Zeit gab es keine Vorkommnisse. Für Andrea Kasten steht fest, dass in Sachen Wolf etwas geschehen muss. „Ich bin nicht dafür, dass der Wolf in der Region komplett ausgerottet wird. Aber es ist ein Raubtier, dass unter Kontrolle gehalten werden muss. Die Tiere kommen bis in die Dörfer“, sagt sie. Allerdings gibt es Tiere, die sie noch mehr ärgern: Wildschweine.

Trotz allem fühlt sich die in Niedersachsen geborene und in Süddeutschland aufgewachsene Tierliebhaberin in Scharfenbrück auf ihrem Stauberhof sehr wohl. Sie überlegt in ferner Zukunft in ihren Lebensmittelpunkt gänzlich von Berlin nach Scharfenbrück zu verlegen und den Hof dann vielleicht sogar im Haupterwerb zu betreiben.

Von Margrit Hahn

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