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Teltow-Fläming Tourismus-Angebote kaum bekannt
Lokales Teltow-Fläming Tourismus-Angebote kaum bekannt
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04:25 28.10.2016
So ein Autobahnschild wäre eine gute Werbung.
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Sperenberg

Tiefstes Bohrloch der Welt im Sperenberger Gipsabbau-Gebiet. Militärisches Erprobungsfeld in Kummersdorf-Gut mit Museum und Führungen. Mellensee und Nottekanal. Damit könnte man deutlich mehr bei Touristen punkten, wenn die Angebote bekannter wären. „Der geringe Bekanntheitsgrad der Mellensee-Region ist eine ihrer größten Schwächen“, so Frank Schuschke. Der Geschäftsführer der Landplan GmbH stellte Mittwochabend rund 80 Bürgern in der Sperenberger Gaststätte „Märkischer Landmann“ den aktuellen Entwurf für das neue Leitkonzept der Gemeinde Am Mellensee vor.

Tourismus soll gestärkt werden

Einer von zehn Schwerpunkten für die Entwicklung bis 2030 ist die „Stärkung der Erholungsfunktion/sanfter Tourismus“. Diesbezüglich empfiehlt Schuschke, die Verleihung des Prädikates „Anerkannter Erholungsort“ anzustreben. „Das hätte viele positive Effekte für die Außenwerbung.“ Beispielsweise könnte die Gemeinde mit Schildern an Autobahnabfahrten auf ihren Status als Erholungsort hinweisen. Schuschke zufolge fehlten gut erkennbare Hinweise auf die Tourismusinformation. Die befindet sich im Rathaus hinter dem Eingang unten rechts. „Wenn man das nicht weiß, findet man sie nicht.“ Weiter sollte man darüber diskutieren„wie viel Action im Wassertourismus die Gemeinde vertragen kann“, sprach er Probleme mit Motorboot-Fahrern auf dem Mellensee an. Schon jetzt sei die Wasserqualität des Sees schlecht. „Ganz aussichtslos ist es aber nicht, dass ihre Kinder oder zumindest ihre Enkel in einem halbwegs sauberen Mellensee baden gehen können.“

Militärgelände Kummersdorf-Gut sollte zugänglich werden

Schließlich rät Schuschke, auf dem ehemals militärisch genutzten Areal in Kummersdorf-Gut Touristen zugänglich zu machen und das Knowhow zu erhalten. Das gelinge aber nur in Zusammenarbeit mit der Bücher- und Bunkerstadt Wünsdorf und Töpchin, wo es eine große Munitionsfabrik gab. „Tourismus wird ohnehin nur funktionieren, wenn sich die Gemeinde mit ihren Nachbarn verbündet“, wies Schuschke auf die erforderliche Zusammenarbeit mit Baruth, Nuthe-Urstromtal, Trebbin und Zossen hin. Allerdings müsse man darauf achten, nicht von den anderen Kommunen untergebuttert zu werden.

Entwurf hat 100 Seiten

Mit Beifall quittierten die anwesenden Bürger Schuschkes Ausführungen zum Leitkonzept-Zwischenstand. „Super“, meinte Bürgermeister Frank Broshog (parteilos). „Wie ist der weitere Werdegang?“ fragte Gemeindevertreter Lutz Lehmann (CDU). Nach kurzer Absprache verständigte man sich darauf, dass jeder Bürger bis Weihnachten Änderungswünsche und Zusätze zu dem auf der Internetseite der Gemeinde mit allen Anlagen veröffentlichten Leitkonzept-Entwurf einbringen können. Zeitgleich wird das Grundsatzdokument in den Fachausschüssen der Gemeindevertretung und allen Ortsbeiräten beraten. Vorgesehen ist, jedem Ortsbeirat zehn bis zwölf  Exemplare des Konzept-Entwurfs zur Verfügung stellen. Damit haben auch Bürger ohne Internetanschluss die Möglichkeit, sich das rund 100 Seiten starke Papier auszuleihen und zu lesen. Im Januar 2017 wollen die Gemeindevertreter über den fortgeschriebenen Leitkonzept-Entwurf diskutieren.

Info: Den Leitkonzeptentwurf mit allen Anlagen findet man im Internet unter www.gemeinde-am-mellensee.de.

Von Frank Pechhold

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