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Tourismusverband erfreut über „grauen Markt“

Dahmeland-Fläming Tourismusverband erfreut über „grauen Markt“

Die Tourismusbranche in Dahme-Spreewald ist weiter auf dem Vormarsch, der Landkreis verzeichnete im ersten Halbjahr dieses Jahres 5,6 Prozent mehr Übernachtungsgäste als im Vorjahr. Teltow-Fläming erlebte ebenfalls einen Anstieg bei den Gästen – die blieben aber offenbar seltener über Nacht.

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In diesem Jahr ein Reiseziel auf vielen Reformationstouren: die Nikolaikirche in Jüterbog.

Quelle: Victoria Barnack

Dahmeland-Fläming. Die Tourismuswirtschaft des Landes Brandenburg hat eine positive Bilanz des ersten Halbjahres 2017 gezogen: Die Gästeankünfte und Übernachtungszahlen sind im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen, ganz vorn mit dabei ist der Landkreis Dahme-Spreewald. Einen kleinen Ausrutscher nach unten leistet sich den Zahlen der Statistiker zufolge allerdings ausgerechnet der Reformations-Landkreis Teltow-Fläming.

Der Landkreis Dahme-Spreewald verzeichnet mit 381 000 Gästeankünften ein Plus von 5,6 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr des vorigen Jahres. 767 500 Übernachtungen bedeuten ebenfalls eine Zunahme um rund 2,4 Prozent. Insgesamt hat der Landkreis damit die mit Abstand größten Tourismuszahlen aller Landkreise – was freilich daran liegt, dass Dahme-Spreewald über so viele große und auch überregional bedeutende Touristenmagneten verfügt wie kein anderer Landkreis sonst.

Allein im Juni zählten die Kieze in der Gemeinde Heidesee knapp 39 000 Übernachtungen, die Stadt Lübben meldete 24 000 Übernachtungen, Schönefeld zählte 27 000 Übernachtungen und Krausnick-Groß Wasserburg, zu dem das Tropical Islands gerechnet wird, meldete 16 000 Übernachtungen. Zum Vergleich: das Havelland, die Prignitz und die Uckermark kommen als Landkreise nicht einmal auf die Übernachtungszahlen der Kieze in Heidesee.

Der Landkreis Teltow-Fläming verzeichnete im ersten Halbjahr mit 125 000 Übernachtungsgästen eine Steigerung um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bei den Übernachtungen fällt der Landkreis allerdings um 2,8 Prozent ab - was etwas überrascht.

Immerhin wird der Süden von Teltow-Fläming in diesem Jahr aus Anlass des Reformationsjahres intensiv als Reformationsstandort beworben, und die Zwischenbilanz, die von den Akteuren insbesondere in Jüterbog gezogen wird, klingt durchweg positiv. Von Übernachtungszuwächsen von bis zu 30 Prozent ist im Ort die Rede. Diese finden sich allerdings nicht in den Zahlen des statistischen Landesamtes wieder. Die belegen zwar für Jüterbog durchgängig eine Steigerung der Gästezahlen um rund zehn Prozent. Die Zahl der Übernachtungen aber schwankt stark. Im April lag sie weit über dem Vorjahresergebnis, im Mai deutlich darunter und im Juni auf gleichbleibendem Niveau.

Vom Tourismusverband Fläming heißt es dazu, dass die Tourismusanbieter im gesamten Fläming mit dem Echo auf das Reformationsjahr zufrieden sind. Zudem wird auf den sogenannten grauen Markt verwiesen. Darunter versteht man kleine Beherbergungsbetriebe mit weniger als zehn Betten, die von den Statistikern nicht erfasst werden. „Wir wissen, dass sich dieser graue Markt bei uns gut entwickelt, dass er eine große Rolle spielt und dass insbesondere die Auslastung der Ferienwohnungen zugenommen hat“, heißt es.

Schaut man auf die Reisegebiete und nicht auf die Landkreise, dann ergibt sich folgendes Bild: Das Dahme-Seenland hatte im ersten Halbjahr rund 270 000 Besucher und 475 500 Übernachtungen, das entspricht einer Steigerung von fünf Prozent bei den Besuchern und 2,5 Prozent bei den Übernachtungen. Der Spreewald meldete 32 7 000 Besucher ( plus 3,6 Prozent) und 819 000 Übernachtungen (plus 1,5 Prozent) und für den Fläming wird bei den Besuchern eine Steigerung von 4,2 Prozent ausgewiesen.

Von Januar bis Juni kamen 227 000 Übernachtungsgäste. Gezählt wurden für die Reiseregion Fläming 562 000 Übernachtungen, das entspricht einer Steigerung von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Von Oliver Fischer

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