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Teltow-Fläming Traditionelles Strandfest am Wünsdorfer See
Lokales Teltow-Fläming Traditionelles Strandfest am Wünsdorfer See
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11:54 14.08.2017
Besonders beliebt bei den Besuchern des Strandfestes in Wünsdorf war das Eisbeinessen am Seeufer. Quelle: Andrea von Fournier
Wünsdorf

Nicht nur Gastronomen mit Freiluftbetrieb macht das wechselhaft-regnerische Wetter dieses Sommers zu schaffen und sorgt für Umsatzeinbußen. Auch Vereine, Ortsbeiräte und ehrenamtlichen Helfer, die traditionelle Feste und Feiern in den Gemeinden vorbereiten, haben darunter zu leiden. Die Stadt Zossen stellte dem Ortsteil Wünsdorf zu dessen Strandfest am Wochenende das Festzelt zur Verfügung. Auch die Bühne war überdacht, so dass man am Seeufer gegen schlimme Wetterkapriolen gefeit war.

Positive Bilanz des Festes

Dennoch machten sich weniger Besucher als in den Vorjahren auf den Weg zum Strandbad. Ortsvorsteher Rolf Freiherr von Lützow, bei dem alle Fäden der Veranstaltungsorganisation zusammenliefen, zog trotzdem eine positive Bilanz. „Die Bürger sollen Gelegenheit haben, sich entspannt zu treffen, miteinander ins Gespräch zu kommen, Unterhaltung, Essen und Trinken genießen“, sagte er. Das sei auch dieses Mal gut gelungen. Am Sonnabend, dem Eröffnungstag des Strandfestes, zog es nachmittags traditionell die Älteren sowie Familien mit Kindern in die Seestraße. Dort gab es neben Dixieland-Klängen der Berliner „Tower-Jazz-Band“ und Kaffeeklatschmusik eine Piratenshow für die Kinder. Für sie hatte man auch ein Karussell und Stände mit Eis und Naschereien aufgestellt. Ein Höhepunkt wurde die Country- und Irish-Folkmusik mit „The Landeggs“, einer Familienband aus der Region. Der Clou: Der Filius Tristan Göbel ist ein beliebter Nachwuchsschauspieler und in Filmen wie „Tschick“ und aktuell in „Helle Nächte“ zu sehen. Auch in Wünsdorf hat Göbel Fans. Am Abend kam die Sonne raus und richtig viele junge Leute stellten sich zur Partytime mit DJ Jens aus Rangsdorf und zur Livemusik mit der Band „Prime Time“ aus Trebbin ein. Beim Feuerwerk zu später Stunde war das halbe Dorf auf den Beinen.

Frühschoppen mit Blasmusik

Der Sonntag begann mit Musik der „Berstetaler Blasmusikanten“. Viele Gäste stellten sich zum traditionellen Eisbeinessen ein, das die Firma Nowy vorbereitet hatte. „160 Eisbeine haben wir zubereitet“, sagte ein Mitarbeiter, der die Teller mit Kartoffeln und Sauerkraut belud. Die schönsten Plätze zum Verzehren des deftigen Essens direkt am Seeufer waren schnell besetzt. Anschließend folgte auf dem See ein Wettrudern mit geschmückten Booten. Der Ortsvorsteher, der mit seinen vier Beiratsmitgliedern das Strandfest vorbereitet hat, ist dankbar für die zuverlässige Unterstützung der ansässigen Vereine. Aus Neuhof, dem Wünsdorfer Gemeindeteil, beteiligte sich die „Dorfgemeinschaft Neuhof“, die Axel Späthe vertritt. Die Wünsdorfer Freiwillige Feuerwehr mit ihrem Förderverein bot Kaffee und Kuchen an und grillte ein 70 Kilogramm schweres Schwein. Auch der Sportverein MTV, dessen Vorstand von Lützow ist, bot Kinderspiele und ein Preiskegeln an. Auf der Bühne stellte der Verein zudem seine neue Besetzung für die Fußballsaison 2017/18 der Landesklasse Ost vor: Drei junge Spieler aus Kamerun, die als Flüchtlinge nach Wünsdorf kamen, sind mit dabei.

Obwohl der Ortsbeirat inzwischen ein eingespieltes Team ist, bedauern es die Mitglieder, dass sich in der Gemeinde kein Kulturverein zusammenfindet, unter dessen Verantwortung Veranstaltungen organisiert werden könnten. Ein Aufruf vor einem Jahr blieb nahezu ohne Resonanz. „Wir wachsen beständig. Bei 7000 Einwohnern stünde uns so ein Verein gut zu Gesicht“, sagte Rolf Freiherr von Lützow.

Von Andrea von Fournier

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