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Teltow-Fläming Trainer fürchtet um Traberstrecke
Lokales Teltow-Fläming Trainer fürchtet um Traberstrecke
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02:17 07.01.2016
Roman Matzky blickt bereits auf vier Windräder. Nun sollen ganz in der Nähe drei jeweils 207 Meter hohe Anlagen gebaut werden. Quelle: Pechhold
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Schöneiche

Weiter machen oder weg gehen? Diese Frage beschert Roman Matzky schlaflose Nächte. Seit 20 Jahren betreibt er einen Pferdehof mit Rennstall in Schöneiche. Eigentlich möchte er rund 100 000 Euro investieren. Aber nun will ein Investor ganz in der Nähe drei riesige Windräder bauen. Weiter plant die Stadt Zossen, den bisher von ihm und anderen Trabrennsportlern als Trainingsstrecke genutzten, nach Kallinchen führenden Europawanderweg E 10 auszubauen. Werden beide Projekte in die Tat umgesetzt, kehrt Matzky seinem Wahlheimatdorf vielleicht den Rücken.

Leicht fiele das dem 52-Jährigen nicht. Schließlich erfüllte sich der ehemalige West-Berliner nach der Wende auf dem verwahrlosten, 15 Hektar großen LPG-Gelände seinen Lebenstraum. Mit seinem Vater, der Trabertrainerlegende Peter Matzky, der auch gelernter Maurer ist, riss er alte Gebäude ab, pflasterte den Hof und deckte die Dächer der Stallungen neu. Selbst nach einem Großbrand machten beide weiter. Aktuell stehen 54 Traber und Reitpferde in den Ställen, auch eine Reithalle gibt es.

„Seit ich mit meinem damaligen Kollegen Thorsten Tietz mehrmals das Deutsche Trainerchampionat nach Schöneiche geholt habe, ist das Dorf in aller Munde“, spricht Matzky von seinem größten sportlichen Erfolg als Rennprofi. Mittlerweile haben auch seine Töchter Marlene und Linda ihre ersten Amateur-Trabrennen gewonnen. Nicht zuletzt deshalb möchte die pferdesportbegeisterte Familie gerne in Schöneiche bleiben und trainieren. Noch steht dafür der 1350 Meter lange Wanderweg zur Verfügung. „Auf dem Waldboden laufen die Pferde wie auf einem Teppich. Das schont ihre Gelenke“, weiß Matzky. Zudem sei es besser, Traber nicht auf Rundkursen, sondern auf geraden Strecken zu trainieren.

„Weil die Traber da angeblich lang fahren müssen, darf man den Ausbau des Weges nicht einfach kaputtmachen“, hält der Kallinchener Ortsvorsteher Reinhard Schulz (Wählergemeinschaft Kallinchen) dagegen. Noch stehe das Projekt Rad- und Wanderweg auf Platz Eins der Prioritätenliste der Stadt Zossen. Allerdings seien Schulz zufolge Bestrebungen im Gange, diese hohe Priorität zu verschieben. Das komme für ihn auf keinen Fall infrage. „Den Europawanderweg E 10 gab es schon bevor der Reiterhof Matzky da war.“ Früher seien viele Berliner gerne dort gewandert. Das sei nicht mehr so. „Einige Leute haben mir erzählt, dass sie erschrocken vom Weg springen mussten, weil die Traber mit ihren Sulkys um die Ecke geschossen kamen“, so Schulz. Sicher habe auch der Reiterhof seine Lebensberechtigung. Aber nicht auf Kosten des Wegeausbaus. „Da muss man weiter nach einem Kompromiss suchen.“

An der Suche beteiligen sich die Mitglieder des Bau- beziehungsweise Tourismusausschusses. Auch Roman Matzky hofft auf einen Kompromiss. Schließlich sei es schon schlimm genug, dass drei je 207 Meter hohe Windräder in Sichtweite des Reiterhofes gebaut werden sollen. „Wenn dann noch unsere Trainingsstrecke weg fällt, kann ich als Trabertrainer einpacken, weil meine Kunden ihre Pferde woanders unterstellen.“

Von Frank Pechhold

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