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Trainings-Anlage muss bis September fertig sein

Rettungshundestaffel braucht Unterstützung Trainings-Anlage muss bis September fertig sein

Die Rettungshunde der Johanniter sollen nach dem Willen ihrer ehrenamtlichen Hundeführer auch als Bergehunde ausgebildet werden. Dazu muss ein vorschriftsmäßiges Trümmerfeld angelegt werden. Den Platz und das Material hat man schon, aber alles weitere kostet mehr Geld als erwartet. Deshalb hofft die Hundestaffel auch auf private Spenden.

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Hoffen auf Unterstützung: Martin Grützner mit Leo, Kerstin Richter mit Antonia und Janette Wahle mit Nico.

Quelle: Hartmut F. Reck

Luckenwalde. Beim Anblick des riesigen Bauschutthaufens am Rande des Feuerwehrtechnischen Zentrums (FTZ) in Luckenwalde meint man, dass der ja langsam mal weggeräumt werden könnte. Aber nichts da! Im Gegenteil: Da sind noch zwei ebensogroße Haufen dazugekommen. Insgesamt 30 Lkw-Ladungen, schätzt Martin Grützner, einer der Hundeführer der Johanniter-Rettungshundestaffel. Etwa die gleiche Menge soll jetzt noch mal dazukommen, um dann ein 1000 Quadratmeter großes Trümmerfeld herzurichten als Trainingsstätte für Rettungshunde, die darauf getrimmt werden, verschüttete Menschen aufzufinden.

Ziemlich großes Projekt

„Da haben wir uns an ein ziemlich großes Projekt gewagt“, sagt Kerstin Richter von der Rettungshundestaffel der Johanniter. Das Vorhaben scheint größer zu sein, als es sich die Hundeführer vorgestellt haben. Zwar wurden sie von Baustoff- und Transportunternehmen der Region mit reichlich Baumaterial versorgt, um das künstliche Trümmerfeld anlegen zu können, aber da steckt der Teufel im Detail. Schließlich gibt es strenge Regeln, wie so ein Übungs-Trümmerfeld anzulegen ist. Da muss die Statik stimmen, damit die Menschen, die sich bei den Übungen verstecken, um von den Hunden gefunden zu werden, nicht tatsächlich verschüttet werden.

„Dazu braucht man einen Kettenbagger“, weiß inzwischen Kerstin Richter, „weil andere Bagger sich auf den Trümmern die Reifen kaputtfahren.“ Und was noch dazukommt: Ein Kettenbagger muss mit einem Lkw angeliefert werden. Das kostet alles viel Geld, womit die Johanniter-Rettungshundestaffel, die zurzeit aus 14 Hunden und 16 Hundeführern besteht, nicht gerechnet hat. Dabei hatte man sich schon so gefreut, bald auf dem Gelände des FTZ nun auch Bergehunde ausbilden zu können und zwar nicht nur für die Rettungshundestaffel der Johanniter, sondern auch für die des ASB, der DLRG, des DRK und der Feuerwehr.

Meist nur als Flächenhunde ausgebildet

Bisher sind die Rettungshunde zumeist nur als Flächenhunde ausgebildet, die also in der Fläche nach vermissten Personen suchen. „Da werden wir häufig zu Einsätzen gerufen“, berichtet Kerstin Richter. Doch sich häufende Katastrophen wie Überschwemmungen, Erdrutsche oder Explosionen machen es ratsam, auch in der Region geprüfte Rettungshunde für die Trümmersuche zu haben.

Um diese Prüfung zu bestehen, müssen die Hunde und ihre ehrenamtlichen Hundeführer hart trainieren. Zwei- bis dreimal in der Woche treffen sich die Johanniter in ihrer Rettungshundestation in Hennickendorf, wo Gewandtheit, Gehorsam und Geschick geübt werden. Zudem müssen Frauchen und Herrchen noch Erste Hilfe an Mensch und Hund pauken sowie Funken, Kartenlesen, Kompassbedienung und Trümmertaktik. Die Ansprüche sind hoch und die Anforderungen hart. „Die Durchfallquote liegt bei 50 Prozent“, weiß Janette Wahle. Lohn der Anstrengungen: „Ein wohlerzogener Hund“, sagt Wahle, „und einer, der im Notfall Menschen retten kann.“

Doch um dieses Ziel erreichen zu können, müssen die Johanniter bis zum Frühherbst ihr Trümmertrainingsterrain fertig haben. Denn am 26. September soll hier in Luckenwalde eine bundesweite Johanniter-Rettungshundeprüfung stattfinden. Deshalb hofft die Hundestaffel auf weitere materielle und vor allem finanzielle Hilfe auch von privaten Spendern.

Info : Nähere Informationen gibt es beim Regionalverband der Johanniter-Unfall-Hilfe, Tel. 03 31/2 75 79 28, E-Mail: Romy.Fuchs-Ullrich@johanniter.de, www.johanniter.de/rv-pmf

Von Hartmut F. Reck

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