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Trauzimmer mit Seeblick

Dobbrikow Trauzimmer mit Seeblick

Antje und Gernot Kleinlein haben das Haus am Bauernsee in Dobbrikow zu einem echten Schmuckstuck gemacht. Jahrhundertelang befand sich dort eine Gaststätte. Jetzt dient es als schmucke Location für Feiern, vor allem für Hochzeiten. Und ab sofort kann man sich dort auch das Ja-Wort geben.

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Trauzimmer mit Blick auf den Bauernsee.

Quelle: Margrit Hahn

Dobbrikow. Die gute Nachricht für alle Heiratswilligen: Im Haus am Bauernsee in Dobbrikow kann man sich jetzt das Ja-Wort geben. Die schlechte Nachricht: Fürs kommende Jahr sind bis Oktober schon alle Termine an den Wochenenden vergeben. Dass es einmal so gut laufen würde, hätten Antje und Gernot Kleinlein nicht zu träumen gewagt. Vor drei Jahren haben sie das Anwesen erworben, nachdem es 400 Jahre im Besitz einer anderen Familien war.

Paare aus Potsdam, Berlin oder Hamburg

Schon 2014 wurde das Haus für fünf Hochzeitsfeiern gebucht. Inzwischen hat es sich herumgesprochen, dass es die idyllische Fest-Location am Bauernsee gibt. Die Paare kommen vor allem aus Berlin und Potsdam, aber auch aus Cottbus, Hamburg, Nürnberg oder der näheren Umgebung.

Das Trauzimmer befindet sich  in der ehemaligen Scheune

Das Trauzimmer befindet sich in der ehemaligen Scheune.

Quelle: Hahn

Als der Antrag auf Widmung eines Trauzimmers bei der Gemeinde einging, schauten sich Bürgermeisterin Monika Nestler (Linke) und die Standesbeamtinnen die alte Scheune an und waren zuerst ein wenig skeptisch. Doch schon wenige Monate später wurden sie vom Baufortschritt und vom Ambiente überrascht.

„Wir freuen uns, dass es hier so schön geworden ist und dass wir ihrem Wunsch Rechnung tragen können“, sagte Nestler, als sie und Standesbeamtin Ursula Zerning am Dienstag das goldene Schild mit der Aufschrift „Trauzimmer“ an Antje und Gernot Kleinlein überreichten. Wie die Standesbeamtin betonte haben bereits drei Trauungen im Haus am Bauernsee stattgefunden. Deshalb erfolgte die Widmung rückwirkend zum 27. August.

Blick durch den Torweg auf die  Scheune, das jetzige Trauzimmer

Blick durch den Torweg auf die Scheune, das jetzige Trauzimmer.

Quelle: Margrit Hahn

Die Bürgermeisterin wünscht sich, dass alle Paare, die im Haus am Bauernsee getraut werden, für die Ewigkeit zusammenbleiben. „Dafür gibt es keinen Garantieschein“, so ihre Standesbeamtin. Sie verwies darauf, dass es außer der Gemeindeverwaltung noch fünf Außenstellen zum Heiraten gibt, die alle gleichbehandelt werden wollen. Gernot Kleinklein sieht darin kein Problem, denn es gibt auch Paare, die in Dobbrikow kirchlich heiraten und anschließend im Haus am Bauernsee feiern. Allerdings müsse man künftig sehen, wie das Parkproblem gelöst wird, denn die Hochzeitsgäste wollen ihre Fahrzeuge in der Nähe parken. „Momentan haben wir noch keine Lösung gefunden“, fügt die Bürgermeisterin hinzu.

Antje und Gernot Kleinlein bringen das Schild an

Antje und Gernot Kleinlein bringen das Schild an

Quelle: Hahn

Mit dem Haus am Bauernsee wurden zwei Arbeitsplätze geschaffen. Angelika Bloeck wohnt in Dobbrikow und ist froh, dass sie im April 2014 eine Festanstellung bekommen hat. Ihr gefällt der Arbeitsplatz so gut, dass sie sich entschieden hat, im kommenden Jahr ihre eigene Hochzeit dort zu feiern. Auch Mahmoud Hamoud konnte sein Glück kaum fassen. Der 23-jährige Mann aus Syrien kam als Flüchtling nach Deutschland und hat seit Juli eine Anstellung.

Hintergrund

In Nuthe-Urstromtal kann man in der Gemeindeverwaltung in Ruhlsdorf, in „Kuckuks Scheune“ in Hennickendorf, in der Walkmühle in Woltersdorf, im Schloss Stülpe, auf dem Vital-Landhof in Gottsdorf und im Haus am Bauernsee in Dobbrikow heiraten.


Am Sonnabend findet in der Gemeinde Nuthe-Urstromtal die 56. Trauung des Jahres statt. Bis zum Ende des Jahres werden es 60 standesamtliche Trauungen. Im vorigen Jahr nahmen die beiden Standesbeamtinnen 45 Eheschließungenvor.

Antje und Gernot sind froh, Heiratswilligen ein außergewöhnliches Ambiente bieten zu können. „Wir stellen den geschmackvollen Rahmen und die Unterkünfte. Das andere organisieren die Paare selbst“, sagt Gernot Kleinlein. Einmal im Jahr veranstalten er und seine Frau eine Fastnacht. Der Erlös ist für einen guten Zweck. Davon konnte voriges Jahr das Kriegerdenkmal im Ort saniert werden.

Von Margrit Hahn

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