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Teltow-Fläming Kranich-Express in der Warteschleife
Lokales Teltow-Fläming Kranich-Express in der Warteschleife
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17:46 24.10.2018
Filmemacher Stefan Asang (l.), Bürgermeister Thomas Berger und Beate Rantzsch beim Filmdreh für das Kranich-Express-Projekt. Quelle: Elinor Wenke
Trebbin

Der Crowdfunding-Wettbewerb „Fläming-Schmiede“ des Tourismusverbandes Fläming ist aus 81 Bewerbern für den Deutschen Tourismuspreis nominiert worden, der am 15. November in Bonn verliehen wird. Eines von vier neuen Erlebnisangeboten, die durch die „Fläming-Schmiede“ in der Region entstanden sind, ist der sogenannte Kranich-Express.

Dabei handelt es sich um einen elektrobetriebenen Naturparkshuttle, der Touristen und Einheimische auf umweltfreundliche Art durch die Nuthe-Nieplitz-Region kutschieren soll. Zwischen dem 18. November 2017 und dem 12. Januar 2018 wurden von rund 100 Unterstützern insgesamt 9835 Euro gesammelt. „Ein großes Dankeschön an alle, die mit kleineren und größeren Zuwendungen dazu beigetragen haben, dass die Idee des Kranich-Express umgesetzt werden kann“, sagt Trebbins Bürgermeister Thomas Berger (CDU).

Beliebte Ausflugsziele

Wer mit dem Zug nach Trebbin anreist, kann in den Shuttle steigen und in den Naturpark weiterfahren. Das Wildgehege Glauer Tal, der Aussichtsturm auf dem Löwendorfer Berg, der Flugplatz Schönhagen, das Schloss, der Bohlensteg und der Vogelbeobachtungsturm in Blankensee sind beliebte Ausflugsziele, bei denen auch noch regionale Produzenten wie Imker, Fischer und Bäcker angetroffen werden können.

„Gleichzeitig ist der Kranich-Express ein großer Gewinn für die Menschen vor Ort“, ist Berger überzeugt, „da er als ergänzendes Angebot des sehr eingeschränkten öffentlichen Nahverkehrs genutzt werden kann.“ Nachhaltigkeit, Regionalförderung und Mobilitätssteigerung seien drei Effekte des klimafreundlichen Vorhabens.

Sehnlichst erwartet

„Der geplante Projektstart im Mai konnte wegen Auslieferungsverzögerungen von Seiten des Herstellers leider nicht gehalten werden“, bedauert Beate Rantzsch vom Bereich Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Trebbin. Nun soll der Elektro-Bus im Dezember geliefert werden und im Januar an den Start gehen. „Wir wollen ihn noch ordentlich bekleben und als Kranich-Express kenntlich machen“, kündigt Beate Rantzsch an.

Sie ist erleichtert, dass das Crowfunding-Projekt so erfolgreich gelaufen ist. „Wir hatten uns ja auch bei der IHK an einem Wettbewerb beteiligt und sind mit 5000 Euro ausgezeichnet worden“, berichtet Rantzsch. Der Bus werde in der Bevölkerung sehnlichst erwartet. „Die Leute fragen schon nach, wann es endlich losgeht“, erzählt sie.

Sieben Fahrten täglich

Der Kranich-Express soll von Montag bis Sonntag täglich maximal sieben Mal nach einem festen Plan fahren. Sieben Fahrgäste können gleichzeitig befördert werden. „In der Modellphase kommt er allerdings als Rufbus zum Einsatz“, sagt Beate Rantzsch. Das heißt, die Fahrt muss einen Tag vorher telefonisch bestellt werden. Zu gegebener Zeit wird ausgewertet, wie groß die Resonanz auf den Kranich-Express ist.

Info Aus den Nominierten für den Tourismuspeis wird auch ein Publikumsliebling ermittelt. Für die Fläming-Schmiede kann man voten unter bit.ly/flämingschmiede

Von Elinor Wenke

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