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Teltow-Fläming Automat gesprengt, Supermarkt beschädigt
Lokales Teltow-Fläming Automat gesprengt, Supermarkt beschädigt
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17:04 09.06.2016
Der Geldautomat bei Norma in Trebbin wurde in der Nacht zu Donnerstag gesprengt. Die Explosion richtete großen Sachschaden an. Quelle: Elinor Wenke
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Trebbin

Mit einem lauten Knall wurden die Anwohner der Trebbiner Industriestraße in der Nacht zum Donnerstag unsanft aus dem Schlaf gerissen. Unbekannte Täter hatten um 2.44 Uhr den Geldautomaten der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS) direkt am Norma-Markt gesprengt. Die Druckwelle der Explosion verursachte einen immensen Sachschaden; Teile des Gebäudes, des Daches und der Dämmung flogen durch die Luft, Fensterscheiben barsten. Bei den Tätern soll es sich laut Polizei um drei Männer handeln; sie sind flüchtig.

Ähnlicher Fall im Kreis Dahme-Spreewald

Im November kam es im Kreis Dahme-Spreewald zu einem ähnlichen Fall. Dort hatten Täter in Groß-Leuthen gleich eine ganze Bankfiliale zerstört.

Bei der Automatensprengung stürzte eine Wand ein, auch das Dach des Gebäudes wurde angehoben.

Auch in diesem Fall gelang den Tätern die Flucht.

Der gesprengte Geldautomat am Norma-Markt. Quelle: Elinor Wenke

„Wir wissen die Tatzeit deshalb so genau, weil ein Anwohner nachts wach war, um nach seinem Kind zu sehen“, berichtete Jana Birnbaum von der Polizeidirektion West. Er habe drei Männer am Gebäude „herumhampeln“ sehen. „Nach Aussage des Zeugen haben zwei Männer am Gebäude mit Gasflaschen hantiert, der dritte hat Schmiere gestanden“, so Jana Birnbaum. Dann gab es auch schon einen heftigen Knall. Nach der Tat flüchteten die Räuber mit einem dunklen Pkw zum Kreisverkehr und dann in Richtung Klein Schulzendorf. Die Geldkassette haben sie offensichtlich mitgenommen. Der Wert der Beute und die Höhe des Sachschadens können noch nicht beziffert werden.

Fast nichts ist im Anbau, in dem sich der Geldautomat befand, heil geblieben. Quelle: Wenke

Am Ort des Geschehens bot sich Donnerstagfrüh ein Bild der Verwüstung. Nicht nur der Anbau mit dem Geldautomaten wurde zerstört, sondern auch der Norma-Markt in Mitleidenschaft gezogen. Handwerker Mike Beschnitt vom Schlüsseldienst Bachmann aus Beelitz versuchte, erste Schäden zu heilen. „Durch die Explosion wurde die automatische Ausgangstür beschädigt und blockierte“, erklärte er, „ich musste die Tür zunächst notöffnen.“

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Mit einem lauten Knall sind die Anwohner der Trebbiner Industriestraße in der Nacht zum Donnerstag aus dem Schlaf gerissen worden. Unbekannte Täter hatten um 2.44 Uhr den Geldautomaten der Sparkasse direkt am Norma-Markt gesprengt. Die Druckwelle der Explosion verursachte einen immensen Sachschaden; Teile des Gebäudes, des Daches und der Dämmung flogen durch die Luft, Fensterscheiben barsten. Bei den Tätern soll es sich laut Polizei um drei Männer handeln; sie sind flüchtig.

Norma-Bereichsleiter Jan Meißner war gegen 3 Uhr aus dem Schlaf geholt worden. „Natürlich war das erst mal ein Schreck“, berichtete er. „Aber laut Experten ist die Gebäudestatik in Ordnung“, sagte er erleichtert. Der Einkaufsmarkt konnte gestern erst ab 11 Uhr öffnen. Die Kunden strömten wie gewohnt, manche auch aus Neugier.

Schon frühere Versuche, den Geldautomaten zu knacken

Auch etliche Anwohner der Zossener Straße hatten den nächtlichen Lärm mitbekommen. „Mein Mann Marko Herberg wurde gegen halb drei wach“, berichtete Mandy Schlunke. Nachbar Andreas Dudzinsky hörte ebenfalls den lauten Knall. „Aber ich habe mir nichts dabei gedacht, manchmal kommt auch Lärm vom Bahnhof“, sagte er. Nach Auskunft der Anwohner war es nicht der erste Versuch, den Geldautomaten zu knacken, aber erstmals mit einem solchen Ausmaß der Verwüstung.

Die Polizei hat gestern einen verlassenen schwarzen Pkw Audi sichergestellt. „Ob es sich dabei um das Fluchtfahrzeug handelt“, wird noch geprüft“, so Jana Birnbaum.

Von Elinor Wenke

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