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Trebbin Feuer und Flamme fürs Museum
Lokales Teltow-Fläming Trebbin Feuer und Flamme fürs Museum
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00:21 31.10.2018
Die Vereinsmitglieder der Alten Gutsschmiede Blankensee beim Schauschmieden. Quelle: Margrit Hahn
Blankensee

 Das Bauernmuseum in Blankensee einmal ganz anders zu erlebbar zu machen, das war die Idee von Museumsleiterin Carola Hansche. Mit dem Aktionstag „Feuer und Flamme für unsere Museen“ ist ihr das gelungen. Der Aktionstag findet im benachbarten Landkreis Potsdam-Mittelmark seit Jahren großen Anklang. Carola Hansche wollte das nun auch in Blankensee probieren.

Die Blankenseer Backtruppe hatte Flammkuchen und Brote gebacken. Quelle: Margrit Hahn

Im Vorfeld wurde überlegt, was zu diesem Motto passen könnte. Mit Unterstützung des Vereins Alte Guts-Schmiede Blankensee, der Museumsschänke, der Backtruppe und der Grundschule Blankensee überraschte sie die Besucher mit einem buntes Programm.

Loderndes Schmiedefeuer

Bereits am Nachmittag loderte das Schmiedefeuer. Heiko Schäfer, Rainer Rohde und Hans-Joachim Tonn, die Vereinsmitglieder der Alten Gutsschmiede hatten Esse, Ambosse und Werkzeuge mitgebracht, um den Besuchern zu zeigen, wie Schmiedekunst entsteht. Wer Lust hatte, konnte auch selbst Hand anlegen. Mit Eintritt der Dunkelheit wurde das Museum und der Hof mit Scheinwerfern angestrahlt. Lampions, Feuerschalen, Lichterketten und Schwedenfeuer sorgten außerdem für eine besondere Atmosphäre. „Wir haben im vergangenen Winter schon einmal Probeleuchten gemacht. Für die Öffentlichkeit ist es jetzt allerdings Premiere“, sagt Carola Hansche.

Birgitt Weigt aus Mellensee lässt sich den Flammkuchen schmecken. Sie ist begeistert vom idyllischen Ort Blankensee. Quelle: Margrit Hahn

Olaf Pahlow heizte den Lehmbackofen auf dem Museumshof an und die Backtruppe sorgte dafür, dass die acht Flammkuchen und 45 Brote pünktlich aus dem Ofen kamen. Da im Bauernmseum aus Sicherheitsgründen keine Kerzen verwendet werden dürfen, hatte Carola Hansche LED-Lichter besorgt, die fast echt aussahen. Durchs Museum führten ihre Tochter Charlotte und deren Schulfreundin Lina, die von Carola Hansche mit weiteren Schülern der Blankensee Grundschule zu Museumsführer ausgebildet wurden. Die Sonderausstellung anlässlich des 60-jährigen Bestehens des Bauernmuseum konnten sich die Besucher ebenfalls anschauen.

Kein Gruselkabinett

Die Museumschefin lud zudem die kleinen und großen Besucher zu einer Taschenlampenwanderung durch die alten Räume an. „Es geht nicht darum, dass Museum zu einem Gruselkabinett umzufunktionieren, sondern die Sinne zu schärfen“, so Hansche. Heraus kam ein beeindruckendes Schattenspiel, denn im Taschenlampenlicht werden die Gegenstände ganz anders wahrgenommen. Hin und wieder forderte Carola Hansche alle dazu auf, die Taschenlampen auszuschalten. Am Ende wartet Charlotte, verkleidet als Nachtwächter und las den Besuchern die alte Sage „Der schwarze Hund aus Blankensee“ vor. Ihr Beitrag wurde mit Applaus belohnt. Carola Hansche will auf Grund der guten Resonanz die Taschenlampenführung noch einmal anbieten.

Zuletzt stand am Aktionstag ein Fackelumzug der Feuerwehr auf dem Programm.

Von Margrit Hahn

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