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Trebbin Von Katzen und Kaisern
Lokales Teltow-Fläming Trebbin Von Katzen und Kaisern
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21:12 03.02.2019
Sopranistin Erika Buchholz überzeugte mit lebhafter Darbietung und Charme. Quelle: Antonia Engel
Trebbin

Das Clauerthaus in Trebbin bot am Samstag nicht nur Schutz vor Regen, Matsch und trüben Wolken, sondern auch Kaffee, Kuchen und Kultur, denn das bekannte Brandenburgische Konzertorchester Eberswalde gab dort einen kleinen Einblick in sein großes Repertoire. Von Barock und Klassik über Opern, Operetten und Filmmusik reicht dieses. Das besondere am samstäglichen Konzert: Das Publikum durfte die Stücke selbst wählen.

Unter dem Titel „Wunschkonzert“ stellte Dirigent und Intendant Holger Scheller zuvor einige Stücke zur Auswahl, aus denen die Trebbiner das Programm zusammenstellen durften. Die Wahllisten wertete Scheller selbst aus. „Meistens ist es eine gute Mischung“ sagte er, es komme darauf an, was man anbiete. Mal lege er den Fokus auf Opern und Operetten, mal auf Musicals und Filmmusik. So wird es auch für die Musiker selbst nicht langweilig.

Wunschkonzert mit Barbier

Einige Stücke sind jedoch echte Dauerbrenner: „Die Ouvertüre aus Rossinis Oper ‚Der Barbier von Sevilla’ ist immer dabei“, so Scheller, genauso wie das Largo aus Vivaldis „Winter“. Vertont wurden die Stücke von zwei Geigen, gespielt von Alexandra Paladi und Gloria Diaz, dazu Junko Fuiji am Cello und Scheller am Klavier. Ganz besonders angetan waren die Besucher jedoch von Sopranistin Erika Buchholz.

Die ursprünglich aus den USA kommende Sängerin studierte in Chicago und gewann mehrere internationale Auszeichnungen. Seit sieben Jahren lebt sie in Berlin und steht seit letztem Weihnachten dem Orchester Eberswalde zur Seite. Mit Witz und Charme umgarnte sie die rund 60 Gäste und wickelte sie mit „Meine Lippen, die küssen so heiß“ um den Finger.

Das Orchester ist in der Region gut bekannt

Zwischen den Stücken brachte Scheller mit einigen Anekdoten zum jeweiligen Stück oder Komponisten das Publikum zum Lachen. So erzählte er von Rossinis unglücklicher Premiere des „Barbier von Sevilla“, bei der zwischen den Sängern eine Katze über die Bühne gelaufen sei.

Für das Konzert reisten sogar Besucher aus Jüterbog und Zossen an, was nicht verwunderlich ist, schließlich ist das Konzertorchester brandenburgweit bekannt. Mit etwa 160 Auftritten im Jahr kommt es viel herum – „wir sind immer unterwegs“, so Scheller, der 1994 über eine Stellenanzeige zum Orchester kam. In jenem Jahr gab es eine Auflösungswelle, in der viele Rundfunk- und Tanzorchester zerfielen. Einige der dadurch arbeitslos gewordenen Musiker wurden die Basis für das jetzige Konzertorchester. „Sie haben hier ein neues Zuhause gefunden“, sagte Scheller.

Von Antonia Engel

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