Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Trebbin Es geht um die Wurst
Lokales Teltow-Fläming Trebbin Es geht um die Wurst
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:20 08.11.2018
Die beiden Fleischermeister: Karl-Heinz Kliem mit Sohn Phillip Quelle: Margrit Hahn
Trebbin

 Wenn es um die Wurst geht, macht Karl-Heinz Kliem so schnell keiner was vor. Seit 25 Jahren hat der Fleischer seinen Meisterbrief in der Tasche. Inzwischen hat er die Geschäftsleitung der Fleischerei Lehmann an seinen Sohn Phillip abgetreten, trotzdem mischt er noch im Unternehmen mit. Beim Schlachtefest in Paaren Glien erhielt die Fleischerei Lehmann vor kurzem den 2. Platz für ihre Trebbiner Knacker. „Ich habe mich über den Preis besonders gefreut, weil die Knacker von Kunden bewertet wurde“, sagt Karl-Heinz Kliem. Insgesamt hatten sich elf Fleischereien beteiligt. Alle Betriebe, die selbst schlachten, haben einen Preis bekommen“, freut sich der 60-Jährige.

Der Großvater gründete die Fleischerei 1928

Die Urkunde hat er auf der Bühne gemeinsam mit seinem Sohn entgegengenommen. Er ist stolz, dass Sohn Phillip in seine Fußstapfen getreten ist und das Unternehmen weiterführt. „Natürlich gibt es auch mal Streit, dass gehört dazu. Aber es geht immer um die Sache“, so Karl-Heinz Kliem. Sein Großvater Paul Lehmann hat die Fleischerei 1928 gegründet. Es gab in den vergangenen Jahren Höhen und Tiefen. Am schlimmsten war das Jahr 2000, als das Unternehmen Insolvenz anmelden musste. „Aber wir haben uns entschieden, weiter zu machen und dafür gekämpft“, fügt der zweifache Familienvater hinzu.

Der Fleischermeister schwört auf regionale Erzeugnisse. 90 Prozent aller Produkte werden aus eigener Schlachtung angeboten. Das Schweinefleisch stammt vom Saalower Kräuterschwein und die Rinder ebenfalls aus der Region. So sind kurze Transportwege und frisches Fleisch garantiert. „Unser Erfolg ist die Regionalität“, betont Karl-Heinz Kliem.

Sülzwurst überzeugte bei der Meisterprüfung

An seine Meisterausbildung erinnert er sich noch gut. Er musste ein halbes Rind zerlegen. Man hatte sich für ihn wohl einen extra großen Bullen ausgesucht, um zu sehen, ob er das hinbekommt. Schließlich hatte er erst drei Jahre als Fleischer gearbeitet. Zuvor hatte er ein Studium als Agraringenieur absolviert. Das Rind zerteilte er mühelos. Per Los wurde dann entschieden, welche Wurstsorten jeder herstellen muss. Für ihn standen Bierschinken und Sülzwurst auf dem Programm. „Ich habe die Sülzwurst nach unserer Art gemacht. Die ist dunkel und eher grob. Der Geschmack überzeugte die Prüfungskommission“, so Kliem.

Viele Rezepte stammen noch von seinem Großvater, so auch das für den Hackepeter. Die Fleischerei Lehmann lässt dafür extra die Gewürzmischung von einer Firma zusammenstellen. Wenn die beiden Fleischermeister, der Senior und der Junior zusammen unterwegs sind, fallen sie immer auf. Vater Kliem misst 1,96 Meter und sein Sohn Philipp übertrifft ihn noch um vier Zentimeter.

Von Margrit Hahn

Das ehemalige Trebbiner Kaufhaus erstrahlt in neuem Glanz. Anderthalb Jahre hat es gedauert, bis die Bauarbeiten abgeschlossen waren. Alle 18 Wohnungen sind vermietet.

05.11.2018

Markante schottische Klänge und Gesang waren in der Kulturscheune in Thyrow zu hören. Es dauert aber eine Zeit, bis das Publikum auch die Tanzfläche eroberte.

29.10.2018

Ein zeuge hat am Samstagabend Dieseldiebe in Thyrow auf frischer Tat ertappt. Die Täter flüchteten.

28.10.2018