Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Trebbin Streit um neuen Trebbiner Hort
Lokales Teltow-Fläming Trebbin Streit um neuen Trebbiner Hort
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
01:15 15.03.2019
Das Gebäude in der Goethestraße 1 soll zum Hort umgebaut werden. Doch davon sind auch Wohnungsmieter betroffen. Quelle: Elinor Wenke
Trebbin

Um die prekäre Kitaplatz-Situation zu entspannen, will die Stadt Trebbin das Gebäude in der Goethestraße 1 zu einem Hort mit 221 Plätzen umbauen. Die Stadtverordneten haben dem zugestimmt und mit dem kürzlichen Haushaltsbeschluss das Vorhaben besiegelt.

Doch die drei Bewohner, die derzeit in dem Trewo-Haus zur Miete wohnen, wurden nicht informiert. Eine von ihnen ist Doris Kieback. „Ich habe aus der MAZ erfahren, was die Stadt mit dem Haus vorhat, in dem ich wohne“, ärgert sich die 69-Jährige. Sie lebt seit 44 Jahren dort. Zwar stand nie in Frage, dass die Mieter wohnen bleiben können. „Aber es macht einen gewaltigen Unterschied, wenn täglich über 200 Kinder an meinem Fenster und meiner Wohnung vorbeiziehen oder im Haus rumtoben“, sagt die Rentnerin.

Als ehemalige Lehrerin hat sie durchaus Verständnis für den Bedarf an Hortplätzen. „Aber man hätte vorher mit uns sprechen können, was auf uns zukommt. So geht es doch nicht“, moniert die Trebbinerin. Sie suchte das Gespräch mit Bürgermeister Thomas Berger (CDU), was sie aber auch nicht zufriedenstellte.

Bürgermeister verteidigt sich

Berger verteidigt das Vorgehen der Verwaltung vehement. „Wir können nicht das Gemeinwohl hinter die individuellen Bedürfnisse Einzelner stellen“, sagte er. „Hier geht es um 220 Kinder und deren Eltern, da muss man auch Beeinträchtigungen in Kauf nehmen, so funktioniert Demokratie.“ Die Stadt habe verschiedene Varianten geprüft, die Stadtverordneten hätten sich auf diese geeinigt, so Berger. Zurzeit sei eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die alle Modalitäten klären soll. „Da die Mieter ihre Wohnungen nicht verlassen müssen, reicht es aus, sie nach der Studie zu informieren“, sagt Berger.

Stadtverordnete reagieren betroffen

Die ehrenamtlichen Kommunalpolitiker sehen das offensichtlich anders. Der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Ralf Marschall (CDU), verteidigt zwar die Variante Goethestraße 1, für die es „gute Gründe“ gebe, sagt aber: „Natürlich muss man vorher mit den Betroffenen reden und klären, was zumutbar ist.“ Aufgrund der langen und gründlichen Prüfung sei er davon ausgegangen, dass dies geschehen sei. „Von den Betroffenen hört man vielleicht Argumente, die vorher nicht bekannt waren“, so Marschall, „so etwas im Nachtrag zu machen, ist misslich.“ Ob die Stadt trotzdem bei ihrer Meinung bleibe, sei eine ganz andere Sache.

Matthias Klavehn (UFW), Vorsitzender des Sozialausschusses, zeigte sich erstaunt: „Dass in diesem Objekt Menschen ihr Zuhause haben, war mir so nicht bekannt“, erklärte er. „Wir wurden auch nur über eine sanierungsbedürftige Werkstatt in diesem Haus informiert, die dann in der Oberschule integriert werden soll“, so Matthias Klavehn. Nun müsse man in der Planungsphase darauf achten, die Belastung für die Betroffenen gering zu halten.

Von Elinor Wenke

Die 25 Steinkäuze wurden 2018 im Nuthe-Nieplitz-Gebiet erfasst. Doch sie sind nicht genug. Der Förderverein will, dass die kleinen Eulen von allein überlebensfähig sind. Nun gab es dafür Zuspruch von den Vereinten Nationen.

11.03.2019

An drei Trebbiner Ampeln wurden jetzt auffällige Becher installiert. Sie messen entlang der viel befahrenen B 246 ein Jahr lang die Schadstoffwerte.

11.03.2019

Die Stadt Trebbin wirtschaftet wieder mit einem Doppelhaushalt. Investiert wird vor allem in die neue Feuerwache und den Hortumbau. Doch der Finanzhaushalt weist ein Minus auf.

07.03.2019