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Trebbin „An den Sümpfen“ soll ausgebaut werden
Lokales Teltow-Fläming Trebbin „An den Sümpfen“ soll ausgebaut werden
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15:20 28.08.2018
An den Sümpfen ist eine unbefestigte Straße. Schilder warnen vor der Staubentwicklung. Quelle: Elinor Wenke
Trebbin

Im Trebbiner Ortsteil Löwendorf soll die Straße An den Sümpfen einschließlich Hänchenweg für Gesamtkosten von 405.000 Euro (davon 33.000 Euro Planungskosten) ausgebaut werden. Dem Vorschlag der Verwaltung stimmte der städtische Bauausschuss am Montagabend mehrheitlich zu. Die endgültige Entscheidung treffen die Stadtverordneten am 26. September. Damit geht eine jahrelange Debatte um das Für und Wider der Baumaßnahme zu Ende.

Bei beiden Straßen handelt es sich um unbefestigte Fahrbahnen, die von motorisierten Nutzern schnell in Staubwolken gehüllt werden. Blaue Schilder am Straßenrand fordern inzwischen die Autofahrer auf: „Bitte Schritt fahren wegen Staubentwicklung“.

Stadtverordnete stellten Beschluss zurück

Seit Jahren äußern Anwohner die Forderung nach einem Straßenausbau. Doch das Thema spaltet Anlieger wie Stadtverordnete. „Es ist schon ein Politikum“, sagte Bürgermeister Thomas Berger (CDU). Denn nachdem sich der Bauausschuss nach intensiver Debatte für den Ausbau ausgesprochen hatte, stellten die Stadtverordneten den Beschluss wieder zurück.

Nicht alle Anwohner wollen den Ausbau, weil sie mit insgesamt 209.000 Euro Anliegerbeiträgen zur Kasse gebeten werden. Und nicht alle Stadtverordneten sind von der Notwendigkeit der Investition überzeugt.

„Dieser Staub ist unerträglich“

Anwohnerin Anja Hake plädiert für den Ausbau. „Dieser Staub ist unerträglich, und unsere Kinder müssen auf ihrem Schulweg jeden Tag durch die Straße“, sagte sie. Dirk Schütze verweist auf Steine, die von den Autos herumgewirbelt würden. Auch der Ortsbeirat wünscht sich, dass Löwendorf nach und nach ein befestigtes Straßennetz erhält. Jürgen Jacob forderte ein „Ende dieser unsäglichen Diskussion und den Ausbau der Straße. Wir können nicht warten, bis jeder einzelne Anwohner einverstanden ist“, sagte er.

Andere Anwohner, vor allem aus dem Hänchenweg, wehren sich gegen die Kosten und halten die Baumaßnahme für völlig unnötig.

Als Erschließungsstraße eingestuft

Stadtverordneter René Haase (CDU) teilt nicht die Meinung der Verwaltung, dass es sich um eine Erschließungsstraße handelt, bei der die Stadt einen höheren Eigenanteil zahlen muss. „Als Stadtverordneter denke ich im Interesse aller Trebbiner“, sagte er. Sein Antrag, An den Sümpfen als Anliegerstraße einzustufen, wurde abgelehnt.

Ausschussvorsitzender Ralf Marschall (CDU) erinnerte an die ausgiebige Debatte der Vergangenheit: „Wir hatten im Bauausschuss doch alle Argumente abgewogen und einen Ausbau befürwortet. An den Fakten hat sich nichts geändert.“ Am Ende stimmten vier von sechs Ausschussmitgliedern für den Ausbau in der Sickerpflaster-Variante.

Von Elinor Wenke

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