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Trebbin Daniel Clark begeistert bei „Sonntagsorgel“
Lokales Teltow-Fläming Trebbin Daniel Clark begeistert bei „Sonntagsorgel“
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16:57 06.08.2018
Organist Daniel Clark in der Trebbiner St. Marien-Kirche Quelle: Antonia Engel
Trebbin

Die Konzertreihe „Sonntagsorgel“ in Trebbin zieht manche Leute in die St. Marienkirche, die sich sonst vielleicht nicht hinein trauen würden. Kantorin Gesa Korthus ist dafür verantwortlich, dass Besucher seit Mai am ersten Sonntag jedes Sommermonats einem 45-minütiges Konzert auf der originalen Sauerorgel lauschen können.

Trebbiner sind stolz auf die Sauerorgel

Auf die Orgel sind die Trebbiner sehr stolz. „Wir haben hier echt ein Schmuckstück drin“ sagt Vorsitzender des Kirchenrats Bernd Jaentsch, der sich selbst um die Orgel kümmerte. Besonders gut lassen sich auf ihr Stücke aus der Romantik spielen, der barocke Bach lässt sich auf dem Instrument hingegen angeblich eher weniger gut Szene setzten. Dazu seien die im romantischen Stil gebaute Orgel und die Kirche zu klein. „Bach kann man überall spielen“ sagt jedoch Gastorganist Daniel Clark, der am Sonntag dort spielte. Es gab gleich zu Beginn seines Konzertes ein dramatisches Präludium von Johann Sebastian zum Besten, auch wenn er „panische Angst vor kleinen Orgeln“ hat, wie er selbst sagt. „Orgeln sind im Grunde wie Autos“ so Clark. Sie sähen sich alle ähnlich, doch trotzdem findet man überall kleine Unterschiede die das Musizieren stark beeinflussen, etwa in der Dimension der Tastatur, der Klangfarbe oder dem Klangvolumen.

Daniel Clark lehbt seit 1997 in Berlin

Zur Orgelmusik kam der gebürtige Brite Daniel Clark über einen Freund, der mit ihm im Domchor sang und Orgelunterricht hatte. Mit acht Jahren, als die Beine lang genug waren, durfte sich Clark dann auch an das Instrument wagen. Dabei faszinierte ihn nicht nur die Orgel selbst sondern vor allem das Klangvolumen, sprich: der „Krach“, den man damit machen konnte. Seitdem ist er beim Orgelspielen geblieben, studierte unter anderem an der Universität Cambridge. Er lebt seit 1997 in Berlin, wo er auch Gesa Korthus kennenlernte. Dort spezialisierte er sich auch auf die deutsche und französische Orgelromantik. Neben den französischen Virtuosen reizen ihn vor allem die schwierigen Stücke und die Umschreibung eines Klavierwerks des romantischen Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy auf Orgel. Mendelssohns Stück, das Clark sehr am Herzen liegt, wird er demnächst in der Berliner Marienkirche aufführen, wo der Komponist selbst lernte.

Musiker, Publikum und Organisatoren strahlten

Doch nicht nur Bach und Mendelssohn fanden sich im Programm des „Sommerfeuerwerk“ Konzerts wieder, sondern auch Stücke von Hudson und Leighton und sanfte, friedliche Kompositionen von Reuchsel und Sumsion.

Letztendlich verließen alle strahlend die Kirche: das Publikum mit der heiteren Zugabe in den Ohren, Clark mit beschwingtem Schritt Richtung Biergarten und ein über die Besucherzahl glücklicher Bernd Jaentsch: „So gut gefüllt war die Kirche schon lange nicht mehr“.

Von Antonia Engel

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