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Trebbin Finanzspritze für Trebbiner Feuerwehr
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18:54 25.01.2019
Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (4.v.l.) übergibt den Scheck über 1,2 Millionen Euro an Silvio Kahle. Quelle: Elinor Wenke
Trebbin

Auf ihrem beschwerlichen Weg zu einer neuen Feuerwache ist die Stadt Trebbin einen großen Schritt vorangekommen. Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) überbrachte gestern Abend einen Förderscheck über 1,2 Millionen Euro aus dem Kommunalen Investitionsprogramm (KIP) des Landes. Das Geld soll für den Neubau der Feuerwache eingesetzt werden. „Mit 35 Millionen Euro hat das Land an 92 Standorten den Neubau, die Sanierung oder die Erweiterung von Feuerwehren gefördert“, sagte er. Schröter lobte die Feuerwehrleute: „Sie sind die wahren Helden.“

Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) bei der Scheckübergabe – auch die Jüngsten durften den symbolischen Scheck halten. Quelle: Elinor Wenke

Schröter hatte eine weitere gute Nachricht im Gepäck: Trebbin erhält 850.000 Euro aus dem Finanzausgleichsfonds für finanzschwache Kommunen. Damit ist die Finanzierung für den Feuerwehrneubau gesichert.

Mahnung des Ministers

Doch gleichzeitig ermahnte er die Stadt: „Im Bescheid wird ein roter Satz stehen, Sie müssen noch eine Menge Hausaufgaben machen.“ Einige Haushaltsabschlüsse aus den Vorjahren lägen noch nicht vor. „Die Trebbiner Haushaltswirtschaft muss besser werden“, forderte er.

„Ich bin sehr erleichtert“, freute sich Bürgermeister Thomas Berger (CDU) über das Fördergeld. „Angesichts der steigenden Baukosten haben wir zwischenzeitlich nicht mehr gewusst, ob wir uns die neue Wache leisten können und ohne das Land hätten wir es nicht geschafft.“

Gravierende Sicherheitsmängel

Das derzeitige Feuerwehrgerätelager am Haltinger Platz, wo Schröter auch die Finanzspritze überreichte, entspricht wegen gravierender Sicherheitsmängel längst nicht mehr modernen Anforderungen. Deshalb hatten die Stadtverordneten einen Beschluss über den Neubau des Gerätehauses an der L 70 gefasst.

Die jetzige Feuerwache am Haltinger Platz entspricht nicht mehr den Standards. Quelle: Elinor Wenke

Dort erfolgte im September 2017 der symbolische erste Spatenstich. Doch seitdem ruht der Bau, weil dessen Finanzierung nicht gesichert war. Ging man bei der ersten Planung noch von zwei Millionen Euro Baukosten plus Grundstückskauf aus, so werden die Kosten laut Stadtkämmerer Ronny Haase jetzt auf mehr als vier Millionen Euro geschätzt.

Millionenlücke geschlossen

„Die Stadt kann einen Kredit über zwei Jahre zu je 400.000 Euro aufnehmen. Außerdem dürfen wir einen Überschuss von 885.000 Euro aus dem Vorjahr in den Neubau investieren“, teilte Haase jetzt den Stadtverordneten mit. Mit diesem Eigenanteil der Stadt und dem Geld aus der KIP-Förderung klaffte aber immer noch eine Lücke von einer Million Euro. Die soll nun aus dem Fördertopf für notleidende Kommunen geschlossen werden.

Stadtbrandmeister Silvio Kahle nahm den Scheck entgegen. „Ich weiß gar nicht, was mich mehr freut, das Geld oder dass die skeptischen Fragen, ob wir überhaupt bauen, endlich aufhören“, sagte er. Für Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) ist das Vorhaben ein Beweis, „dass man nur durch die Bündelung vieler Kräfte solche Großprojekte stemmen kann“.

Von Elinor Wenke

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