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Trebbin Ein neues Theater entsteht
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00:02 09.11.2018
Das wird „Der kleine Glaspalast“: ein Ort für gute Musik, Shows, Kleinkunst und Tanz. Quelle: Karen Grunow
Trebbin

Fast jedes Mal, wenn jemand bei Marion Pagels anruft, um Karten für eine der ersten Veranstaltungen im „Kleinen Glaspalast“ in Trebbin zu bestellen, kommt ein richtig nettes Gespräch zustande. Die Menschen freuen sich, erzählt sie, dass es wirklich weitergehen wird. Über die Jahre haben Frank Hollmann und sie sich einen großen Fankreis erarbeitet mit den eindrucksvollen „Pop meets Classic“-Shows. Im vergangenen Jahr beendeten sie diese Reihe nach zehn erfolgreichen Jahren. Und kündigten an, dass etwas Neues kommen wird, anders, kleiner, aber nicht minder qualitätvoll und vielfältig. Im Dezember nun ist es soweit: „Der kleine Glaspalast“ eröffnet. Ein Theater für Shows, Musical, Konzerte, Kleinkunst, Tanz. In dem man speisen, entspannt Zeit verbringen kann. Ein Ort, der, wie Marion Pagels es ausdrückt, „eigentlich eine Begegnungsstätte ist“.

Voller Vorfreude: Frank Hollmann und Marion Pagel. Zum Start im Dezember gibt es unter anderem eine Silvester-Gala und einen Auftritt von Pe Werner. Quelle: Karen Grunow

Nur noch wenige Wochen bleiben ihnen, um das ehemalige Ausstellungsgebäude der ehemaligen Märkischen Büromöbelwerke Trebbin als Theater umzubauen und herzurichten. Sie hätten sofort gewusst, das passt, sagen beide. Der Bau hat viele Vorteile, es gibt viele Parkplätze, der nächste Nachbar ist weit, der Bahnhof aber mit stündlich aus Berlin einfahrendem Regionalexpress direkt nebenan. Das ist natürlich nicht unwichtig, denn Marion Pagels und Frank Hollmann ist schon klar, dass sie sich ein treues Publikum aus der näheren Umgebung, aber auch aus der Region und eben aus Berlin erobern müssen. Nur gut 20 Minuten dauert die Fahrt vom Südkreuz zu ihnen, gerade mal 16 Minuten brauchen Besucher aus Jüterbog. Günstige Lage.

Künftig soll es regelmäßig Tanzveranstaltung geben

„Der Kartenvorverkauf läuft gut an“, sagt Marion Pagels. Wer noch tolle Ideen für Weihnachtsgeschenke sucht, wird bei den Trebbinern mit der Silvester-Gala inklusive Büffet und Mitternachtssnack fündig. Aus Musikern von Hollmanns großem Symphonic Pop Orchestras wurde das kleinere Electric Live Orchestra gegründet, das am 31. Dezember auftreten wird. Geplant ist auch ein Showprogramm. „Es ist toll für alle, die gern zu Live-Musik tanzen“, so Pagels. Künftig soll es regelmäßig Tanzveranstaltungen geben, das schwebte den beiden schon früh vor. Und alle vier Wochen die „Sonntagsperlen“ mit Jazz oder Chansons.

Marion Pagels und Frank Hollmann kennen viele gute Musiker, haben mit dem Chor Symphonic Pop Voices noch ein weiteres tolles Ensemble aufgebaut. Wie aus dem großen Orchester, das sich aus Musikern der renommierten Berliner Symphonie- und Opernorchester zusammensetzt, werden auch aus dem Chor immer wieder Sängerinnen und Sänger im „Kleinen Glaspalast“ präsent sein. „Wichtig ist uns, dass wir das treue ältere Publikum behalten, aber dass junge Leute genauso gern kommen und sehen, dass auch für sie etwas geboten wird“, so Marion Pagels. Einen Treffpunkt zu etablieren für Menschen, egal welchen Alters, die gute Kultur erleben wollen in angenehmem Ambiente, das hoffen sie von ihrem großen Projekt.

Zuversicht ist den Veranstaltern anzusehen

Es hat lange gedauert, bis alle Genehmigungen vorlagen. Der Stress für beide ist immens. Frank Hollmann, eigentlich Arrangeur, Komponist, Dirigent, Musiker, kennt sich mittlerweile bestens aus mit Fragen zu Heizungs- oder Wasser-Installationen, mit Bauanträgen oder den gesetzlichen Vorgaben für Rampen. „Fluch und Freude liegen bei mir dicht beieinander“, sagt Marion Pagels ob all dessen, aber sie sagt es mit einem Lachen.

Die Veranstaltungen

8. Dezember, 19.30 Uhr: Eröffnungsgala

15. Dezember, 19.30 Uhr: Weihnachtsshow mit dem Symphonic Pop Orchestra 19. Dezember, 19.30 Uhr: Pe Werner mit ihrem Programm „Ne Prise Zimt“

25. Dezember, 18 Uhr, und 26. Dezember, 15.30 Uhr: Weihnachtsshow mit dem Symphonic Pop Orchestra

31. Dezember, 19.30 Uhr: Silvester-Ball mit Electric Live Orchestra und Showprogramm

5. Januar 2019, 19.30 Uhr: Neujahrskonzert „Filmmusik für Liebhaber“ mit dem Symphonic Pop Orchestra, Symphonic Pop Voices und Solisten

Denn die Zuversicht, die Vorfreude, ist beiden anzusehen. Begeistert erzählen sie, wie dieser Ort einmal – sehr bald – aussehen wird. An der Längsseite der großen verglasten Halle wird die Bühne sein. Die Zuschauer sitzen an Tischen, einige erhöht auf Podesten, sodass optimale Sicht garantiert ist. Die Besucher kommen über einen roten Teppich in den Glaspalast, der mit einem besonderen Farbkonzept gestaltet wird. Anthrazit, Bordeaux und Pflaume seien die vorherrschenden Farben, berichtet sie. „Die Räume bekommen eigene Noten“, erklärt er es. Es gibt außerdem eine große Bar. Im Untergeschoss befindet sich die Garderobe für die Besucher und der große Bereich für die Künstler mit ausreichend Umkleiden, großer offener Teeküche, Duschen, Raum für die Tänzer zum Vorbereiten. Außerdem die Küche, in der die kulinarischen Angebote für die Gäste gezaubert werden. Frank Hollmann und Marion Pagels haben den Koch dafür mittlerweile gefunden. „Er will die Leute mit dem Essen glücklich machen“, schwärmen sie von seinen Ideen und erzählen vom Neujahrsbrunch.

Angebote für jeden Geldbeutel geplant

Für den Service allerdings fehlen noch einige Interessenten. Der besondere Clou des Hauses wird die Theaterlounge im Untergeschoss. Hier können die Besucher nach einer Show oben den Abend ausklingen lassen oder kleinere Veranstaltungen stattfinden. „Wir haben uns auf die Fahnen geschrieben, dass der Abend für unsere Gäste wie eine kleine Kostbarkeit zelebriert wird“, sagt Marion Pagels. Geplant seien Angebote für jeden Geldbeutel. Zum Beispiel die After-Work-Lounge, die es ab dem Frühjahr immer donnerstags geben soll. „Wir haben ganz viele Helfer“, freut sich Marion Pagels nicht nur über großzügige Sponsoren, sondern gerade auch über jene, die mit anpacken, oder über Menschen, die ihr und ihrem Mann Mut zusprechen.

Der hat gerade eigentlich ganz andere Sachen zu tun, arrangiert ein Shakespeare-Musical, das Marc Schubring komponiert hat und das in Kürze in Graz Premiere haben wird. Doch auch die Weihnachtsshow für den „Kleinen Glaspalast“, die am 15. Dezember erstmals und dann an den Feiertagen aufgeführt wird, muss weiter vorbereitet werden. Ziel ist, künftig mehrere eigene Shows für das eigene Haus zu entwickeln. Ein Kinder- und Jugendensemble soll auch aufgebaut werden. Pagels und Hollmann haben unendlich viele Ideen.

Weitere Informationen gibt es hier.

Von Karen Grunow

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