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Trebbin SVV: Trebbiner Feuerwache wird gebaut
Lokales Teltow-Fläming Trebbin SVV: Trebbiner Feuerwache wird gebaut
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00:20 13.07.2018
Die alte Trebbiner Feuerwache hat ausgedient. Quelle: Margrit Hahn
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Trebbin

Der Bau einer neuen Feuerwache in Trebbin ist eine bei zwei Enthaltungen einstimmig beschlossene Sache in der Stadtverordnetenversammlung – aber die Diskussion, ob dies nun wirklich nötig ist, ob sie vielleicht doch zu teuer ist, und ob man das Geld nicht besser in eine neue Kita steckt, hält an.

Chronischer Geldmangel

Dass Trebbin an chronischem Geldmangel leidet, offenbart der erste Haushaltsplanentwurf, der bei der jüngsten Stadtverordnetensitzung eingereicht wurde. „Er ist nicht ausgeglichen“, sagte Bürgermeister Thomas Berger (CDU), „neben Kita und Feuerwehr reicht es nicht mehr für andere Projekte.“ So liegt das Defizit im Finanzhaushalt, bei dem es um Investitionen geht, bei über 1,5 Millionen Euro. Im Ergebnishaushalt mit den laufenden Verwaltungskosten liegt er bei unter einer halben Million Euro.

Es fehlen 60 Kita-Plätze

„Warum wird die Feuerwache doppelt so teuer?“, wollte Dietrich Puppe in der Einwohnerfragestunde wissen. An den Baukosten könne es ja wohl nicht liegen, meinte er, und man habe doch ein funktionierendes Feuerwehrhaus. Dafür fehlten in der gesamten Stadt Trebbin und den Ortsteilen 60 Kita-Plätze.

Gestiegene Baukosten

Erstens entspreche die alte Feuerwache nicht mehr heutigen Sicherheitsansprüchen, widersprach ihm Bürgermeister Berger. Und zweitens seien die Baukosten nach der Kostenschätzung von 2016 durchaus um mehr als das Doppelte gestiegen. Die erste Kostenschätzung von 2013/14 lag bei 2,42 Millionen Euro, 2016 waren es knapp über vier Millionen. Nachdem einige Kürzungen am Architektenentwurf vorgenommen wurden, liegen sie nun bei 3,6 Millionen Euro.

Eigenanteil gestiegen

Bei einer Förderung in Höhe von 55 Prozent erhöht sich der kommunale Eigenanteil auf 875.000 Euro, für den kein Kredit aufgenommen werden kann und der somit aus dem städtischen Haushalt finanziert werden muss. Der ursprünglich vorgesehene Eigenanteil ist haushaltsmäßig gesichert mit 800.000 Euro aus einer Kreditfinanzierung und 1,2 Millionen aus Fördermitteln.

Grundsatzbeschluss notwendig

„Wir müssen das Feuerwehrhaus bauen“, sagte Berger, „wie wir auch eine neue Kita bauen müssen. Wir dürfen beides nicht gegeneinander ausspielen. Wir werden uns dem stellen.“ Um die Fördermittel zu bekommen, sei ein eindeutiger Grundsatzbeschluss wichtig, betonte Berger. Was den Kita-Neubau betreffe, werde er einen gesonderten Beschluss vorbereiten.

Zehn Jahre Verzug

„Eigentlich hätte sie schon vor zehn Jahren eine neue Wache bauen müssen“, sagt Stadtbrandmeister Silvio Kahle auf MAZ-Nachfrage. Ihn ärgert, dass ständig andere wichtige Projekte herangezogen würden, um die Notwendigkeit der neuen Wache anzuzweifeln. Und aufgrund der „dauernden Verschiebung“, so Kahle, werde nun alles noch teurer. „Wir kommen nicht drumherum“, so der Feuerwehr-Chef weiter.

Umkehr wäre Verschwendung

Und jetzt auch noch den Architektenentwurf anzuzweifeln, wie dies der Stadtverordnete René Haase (CDU) getan hatte, stieß nicht nur auf das völlige Unverständnis beim Bürgermeister, sondern auch beim Stadtbrandmeister. „Wir sind mitten in der Detailplanung“, sagt Kahle. Und Berger bekräftigt: „Eine Umkehr wäre reine Verschwendung.“

Von Hartmut F. Reck

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