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Treffpunkt Osterfeuer

Kerzendorf Treffpunkt Osterfeuer

Viele Besucher kamen am Donnerstag zum Osterfeuer in Kerzendorf. Die Feuerwehr hatte vor allem für die Kinder ein Fahrzeug aufgestellt – das hilft auch bei der Nachwuchswerbung.

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Das Osterfeuer in Kerzendorf fand zum 27. Mai statt.

Quelle: foto: Gudrun Ott

Kerzendorf. Es ist Gründonnerstag und die Kerzendorfer Feuerwehrmänner um Ortswehrführer Carsten Granowski haben auf die Festwiese im Park zum traditionellen Osterfeuer eingeladen. Die Kameraden hatten auch in diesem Jahr einen riesigen Berg an trockenem, unbehandeltem Holz aufgeschichtet, den Jugendwart Matthias Kullack und Enrico Schütt schnell in Brand setzten.

Viele Kerzendorfer am Feuer

Viele Kerzendorfer waren gekommen. Hier könne man Körper und Seele wärmen, hieß es. Auch die Ludwigsfelder Katja Riemann und Mario Wollschläger fühlen sich in Kerzendorf wohl. Diesmal hatten die jungen Eltern Söhnchen Lucas dabei. Der zweieinhalb Jahre alte Knirps erlebte sein erstes Osterfeuer. Aber mehr als das Feuer faszinierte ihn das große Feuerwehrauto, das die Kerzendorfer Wehr auch zur Freude der Kinder aufgestellt hatte. Kinderfeuerwehrwart Matthias Lehman half den Kleinen in die Fahrzeugkabine, frei nach dem Motto: Früh übt sich, wer ein guter Feuerwehrmann werden will. Schließlich habe nicht jeder das Feuerwehrgen, meinte die Mama von Theodor, der mit seinen dreieinhalb Jahren den Jugendwart zum Papa und sogar einen Feuerwehrmann als Opa hat. Auch der dreijährige Raphael Schütt verkündete, er wolle natürlich mal Feuerwehrmann werden.

Stolz auf die Kinder- und Jugendfeuerwehr

Man sei sehr stolz, als kleiner Ludwigsfelder Ortsteil über eine aktive Kinder- und Jugendwehr zu verfügen, sagte Marco Peter. Der ehemalige Ortswehrführer ist stellvertretender Stadtwehrführer und als Kerzendorfer Einwohner immer noch Mitglied der Kerzendorfer Feuerwehr. Ortsvorsteherin Christiane Dunkel lobte die Kinder der Wehr, die seit vielen Jahren zur Osterzeit die Büsche rings um Kirche, Feuerwehr- und Gemeindehaus mit Hunderten bunten Ostereiern schmücken. „Wir haben hier Berliner, die extra zu uns rauskommen und sich freuen, weil das Dorf so schön aussieht.“ Die Ostereier sind von den Kindern selbstverständlich handbemalt, ergänzte Matthias Lehmann. Die frühere Ortsvorsteherin Angelika Österreicher nannte das Osterfeuer einen wichtigen Treffpunkt. Österreicher ist Vorsitzende des Bürgervereins Teltow-Fläming und warb als solche für den erstmals stattfindenden Historischen Handwerkermarkt am 6. und 7. Mai in Löwendorf. Und Dieter Bodden aus Gröben erinnerte sich an seine Kindheit. „Auf einer großen Wiese versteckte das ganze Dorf die Ostereier. So an die 80 Stück. Knapp die Hälfte wurde immer nur gefunden. Am Ostersonntag ging es dann mit den Eltern in die Kirche. Das war Pflicht.“

Von Gudrun Ott

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