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Trennung nach 300 Jahren im Familienbesitz

Eines der ältesten Häuser in Dahme ist verkauft Trennung nach 300 Jahren im Familienbesitz

Eines der ältesten Dahmer Häuser wird verkauft. 300 Jahre lang gehörte das Wohn- und Geschäftshaus Rudolf-Breitscheid-Straße 20 einer Familie. Die neuen Eigentümer wollen es modernisieren und ein Friseurgeschäft einrichten

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Wilhelm K.H. Schmidt (l.) überreicht den Schlüssel des Eckhauses im Hintergrund symbolisch an Sandra Lerke (M.), Christiane Schmidt sowie Hannes und René Lerke (v.r.) freuen sich mit.

Quelle: Andreas Staindl

Dahme. Zwölf Generationen lang war es im Familienbesitz. Jetzt wechselt eines der ältesten Häuser in Dahme den Besitzer. Wilhelm K. H. Schmidt hat den Schlüssel an die neuen Eigentümer Sandra und René Lerke kürzlich symbolisch überreicht.

Das Grundstück mit Wohn- und Geschäftshaus am Töpfermarkt, Rudolf-Breitscheid-Straße 20, hat eine mehr als 300 Jahre lange Geschichte und bewegende Vergangenheit, wie Schmidt sagt: „Mir fällt es nicht leicht, Abschied zu nehmen. Ade liebes Haus.“ Er war der langjährige Verwalter, seine Frau Christiane und Bernd Rändel waren die Eigentümer. Schmidts wohnen inzwischen in Premnitz, können sich aus der Entfernung nicht so intensiv um das Objekt in Dahme kümmern wie sie sagen.

Die Arbeit hatte sie vom Fläming in das Havelland gezogen. Schmidt ist gelernter Tuchmacher – einer der letzten seiner Zunft in Dahme. Seine Frau stammt aus dem Wohn- und Geschäftshaus am Töpfermarkt. Ihr Opa Erich Wünsch hatte zu DDR-Zeiten eine Autowerkstatt auf dem Eckgrundstück betrieben. Ein Schriftzug an der Fassade erinnert daran.

Während der vergangenen 15 Jahre wurde das Gebäude vermietet. Drei Mietwohnungen und ein Ladengeschäft befinden sich im Objekt. Das soll auch so bleiben. Zuletzt wurden die Geschäftsräume als Friseursalon genutzt. „Mit der Geschäftsaufgabe des Friseurs vor etwa zwei Jahren stellte sich für uns die Frage, wie wir weiter mit dem Haus umgehen“, sagt Schmidt. Sandra Lerke hat früher schon in dem Friseursalon gearbeitet. Inzwischen führt sie einen eigenen Salon in Dahme, den sie in die Rudolf-Breitscheid-Straße 20 verlegen will.

Besuch der Landrätin

Die Spitzen der Kreisverwaltung besichtigen am Mittwoch die Stadt Dahme bei einem Informations- und Arbeitsbesuch.

Bei einem Stadtrundgang am Vormittag werden die Kulturherberge in der einstigen Klosterkirche, der Feuerwehr-Neubau, die Oberschule und die Schlossruine sowie der Tierpark besucht.

Nachmittags geht es zum Freibad, zur B102-Baustelle, zur Firma Schoepe-Display sowie zur Postsäule nach Illmersdorf und zum Gutshaus Petkus.

Das Haus wurde in den 1990er Jahren umfangreich saniert, sagt der Verwalter. Lerkes wollen es vor ihrem Einzug modernisieren. Ob die Arbeiten noch in diesem Jahr abgeschlossen werden können, hängt auch davon ab, wie schnell die Immobilie in ihren Besitz übergeht. Der Notarvertrag soll demnächst unterschrieben werden, sagten Verkäufer und Käufer.

Von Andreas Staindl

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